Cordillera Blanca bis Lima

Mi. 27.1.16

M. springt heute morgen aus dem Bett, schnappt sich die Kamera und ist erstmal verschwunden. ??? Was hab ich denn jetzt nicht mitbekommen? So früh morgens ist mein Arbeitsspeicher noch nicht auf Betriebstemperatur, schon gar nicht, wenn die Augen noch keine Klarsicht haben (so ohne Brille)!

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Morgendliches Panorama auf die Cordillera Blanca

Kurze Zeit später ist er wieder da und zeigt mir, warum das alles: Die gestrige Aussicht von der Terrasse zeigt heute bei morgendlichem Kameralicht besonders schöne Farben der Stadt und vor allem der grandiosen, weißen Berge vor azurblauem Himmel. Stimmt. Er hat Recht. Die Berge strahlen uns herrlich an und wir haben Lust, dorthin den Umweg zu fahren. Aber eine Std später beim Frühstück bewölkt es sich und man sieht immer weniger.

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Hier genießen wir den Mogenkaffee besonders

Eh wir gepackt haben und losfahren, sehen wir noch weniger. Das hat keinen Sinn zu den nördlichen Bergen zu fahren. So fahren wir den südlichen Teil der Cordillera Blanca an. Die Sonne scheint und es gibt herrliche Fahrstunden.

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Auf dem Weg in die Berge

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Straßensperre auf peruanisch!

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Die Berge der Cordillera Blaca von links oben nach rechts unten – Nevada Huascarán – höchster Berg Perus (6768m) – Quappe (6188m) – Vallunaraju (5686m) – Ranrapalca (6162m)

Am See stehen Jugendliche mit Lama und Jungem sowie einem Lämmchen Spalier. Der Junge erfragt sich ein kleines Trinkgeld für das schöne Photo mit Lämmchen. Ok, sei ihm gegönnt.

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Laguna Querococha

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Hier oben ist tierisch was los

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Wir fahren die Strecke hoch zum Pass bzw (seit einigen Jahren) zum Tunnel unterhalb des Passes auf 4.515 m Höhe. So hoch waren wir mit Mädels noch nie! Allerdings verursacht jede noch so kleine Anstrengung gleich ein Japsen.

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Am Tunel de Kahuish, dem bisher höchsten Punkt unserer Reise (4516m)

Auf der anderen Seite ist die Straße schlechter und der Umweg zu groß. So fahren wir dieselbe Strecke zurück. Die Sonne ist mittlerweile verschwunden und die Wolken drohen schwarz. Kühl ist es auch – gerade eben nur zweistellig. Also Regenjacke raus und ab nach Süden.

Es geht in einem Rutsch bergab. Stets und ständig, bis auf Meereshöhe an den Pazifik immer runter in wunderbar sich windenden Kurven auf gutem Teer mit wenig Verkehr. Auf halbem Weg nach unten kommen wir an einer belebten Kreuzung vorbei. 10 mal lesen wir, dass es hier Käse zu kaufen gibt. Guten Käse haben wir schon lange nicht mehr. Sollen wir den versuchen?

imageNach dem trockenen Krümelkäse, den wir seit Wochen vorgesetzt bekommen, kann es ja eigentlich nur besser werden. Wir kaufen einen für 20 Sol und 4 kleine Brötchen für 1 Sol (umgerechnet 7 Euro). Ich probiere gleich mal. Hmmmm, lecker, echt gut, wie schon lange nicht mehr. Die gute Frau meint, den könne man nur MIT Brot essen. Solche Dekadenz ist sie nicht gewohnt. Es gibt auch noch je 2 Hühnerspieße vom Grill mit einigen Kartoffelschnitzen. So ist der größte Hunger gestillt. Wir hätten so gerne ein Photo von den typisch gekleideten Einwohnern mit den großen Hüten. Aber auch diese Versuche hier bleiben erfolglos.

Natürlich wird es auch immer wärmer, bis wir wieder bei über 30 Grad landen. Hier ist wieder Sandwüste mit Dünen rechts und links. Aber durch El Niño regnet es doch nicht in den Bergen, denn eigentlich wäre jetzt Sommer und Regenzeit dort. Statt dessen beschwert sich das Kinderheim über den Regen am Meer, wo eigentlich kein Regen fallen sollte. Vertauschte Welt. Wir haben diesmal wieder Glück und kommen trocken runter.

Nun wird es langweilig, weil die breite, ausgebaute Straße Richtung Lima ziemlich gerade verläuft. Aber wir kommen sehr gut voran, werden wenig durch Orte oder Verkehr aufgehalten, so dass wir es in den Vorort von Lima schaffen. Allerdings scheint das hier ein heißes Pflaster zu sein. Im Hostel nebenan werden anscheinend Zimmer stundenweise vermietet und unsere Wirtin lässt uns nicht „allein“ (wir sind immerhin zu zweit) um 19.00 Uhr um die Ecke ins Internetcafe gehen. Sie besteht auch darauf, uns wieder abzuholen. Zurück werden wir sogar zusätzlich von einem weiteren Bekannten die 3 min. begleitet. Es gäbe schlechte Menschen hier. Na, die müssen wir wirklich nicht kennen lernen. Danke!

Wir werden morgen versuchen, die Reifen hier zu organisieren.

Bis bald

VGB

Spektakuläre Ausblicke

Di, 26.1.16

Peru kann auch anders. Haben wir bisher viel von seinen Schattenseiten gesehen, so haben wir heute eine seiner schönsten Seiten kennengelernt und Peru hat uns etwas versöhnt. Der Tag fing schon so gut mit einem Cappuccino aus Ecuador an (Bevor ihr euch wundert, den habe ich in Baños gekauft, 3 verschiedene Sorten der besten Kaffees der ganzen Welt – und heute haben wir den ersten ausprobiert, hm, lecker! Ich muss zugeben, das macht einen Riiiiiiiesenunterschied aus!) Dann schnell die ausgedruckten Bilder von den Kindern im Heim abgeben. Und dann auf Richtung Huaraz. Fast 400 km, aber wir schaffen die wohl eh nicht, weil M. den Canyon fahren will. Also trödeln wir noch ein wenig rum. Irgendwo in der Mitte soll es in einem kleinen Ort auch ein einfaches Hotel geben. Das ist unser Ziel heute. Aber schon wieder kommt es anders.

Wir kommen gut voran. Wir fahren durch Sandwüste mit Sanddünen über die Panamerikana, eine gute Straße. Links die Berge, rechts das Meer. Der Müll am Straßenrand hat nachgelassen. Oder vielleicht sehen wir ihn auch nur nicht mehr, weil wir uns dran gewöhnt haben?

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Dieser Reifen? Da musst du wohl noch was wachsen! (am Straßenrand der Panamerikana)

Jedenfalls wird die Wüste plötzlich grün, weil wir einen Fluss entlang fahren. Der windet sich in verschiedenen einzelnen Armen durch ein breites Kiesbett und am Rand wächst und gedeiht üppiger Baum- und Strauchwuchs. Langsam aber stetig gehts bergauf. Das Tal weitet sich und in der vormals Wüste wächst nun Reis, Mais, Gemüse (ich meine ich hätte Salat und Kohl wiedererkannt) und angehäufte Reihen, wie Kartoffeln. Aber das Blattgrün sieht nicht aus wie Kartoffeln, eher wie kleine Rhabarberblätter. An einem weiteren Feld halte ich an und gehe nachschauen: rote Zwiebeln wurden gerade geerntet. Einige kleine liegen noch rum. Der Bauer (oder Erntehelfer?) kommt näher und ich erkläre ihm mein Tun.  Ich darf gerne die paar kleinen Zwiebeln mitnehmen, aber ich solle doch noch richtige mitnehmen, richtig große. Wir können ihn nicht davon abhalten. Jetzt können wir Zwiebelsuppe kochen, so reichlich mussten wir einpacken.

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Anbau in der Wüste

Wir sehen auch, warum die Wüste plötzlich so grünt: Neben dem Fluss gibt es einen  Wasserkanal, der reichlich Wasser führt und sehr schnell fließt und glatte, steile Betonwände führen hinauf. Wenn hier einer reinfällt, der kann lange schwimmen, denn weit und breit ist keiner und Sicherungen gibt es nicht. Aha, so wird also alles bewässert. Kurze Zeit später sehen wir auch warum: Ein Wehr – und hier wird  das Wasser zum Bewässern abgezwackt.

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links der Kanal, rechts hinter dem Bäumen versteckt der Fluss, ohne den Kanal gibt es nur Steinwüste: steile Felsen und Steine, sonst nix

Auf einmal geht die Straße links über die Brücke in Serpentinen die Berge steil hoch. Aber wie M. so treffend sagt: „Unser Weg geht gerade aus!“ Piste! Ich ziehe eine Schnute, mehr aber auch nicht. Er hat mich wieder mal nicht gefragt und ich weiß auch warum. Ich hätte ob des Minusprofils meines Vorderrads gekniffen und mein Veto eingelegt. Der Räuber! Aber er wollte hier gerne hin und er weiß, dass ich eins noch mehr hasse: Zurück fahren! So ist er sich sicher, dass ich still schimpfe und mich in mein Schicksal füge.

Übles Waschbrett, Schlaglöcher, dicke lose und auch „einzementierte“ Steine (sprich herausragende Ecken), loser, tiefer Schotter, tiefer Sand, feiner Sand, Wasserdurchfahrten (seit einigen Tagen sind wir da was vorsichtiger 😉 ) enge einspurige Sektionen wie auch breitere. Alles dabei. 35 Grad in der Sonne und kein Fahrtwind bei 30 – 40 km/h. Ich bin „begeistert!“ Ich komme mir vor wie im Steinbruch auf der Wuppenduro, nur dass hier an beiden Seiten dick Gepäck dranhängt und diese Sektion 70 km lang dauert. Wir sind im Canyon del Pato.

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unzählige Überbrückungsmöglichkeiten – diverser Arten, mal mehr, mal weniger abenteuerlich

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offroad – übles Waschbrett, abenteuerliche Brücken

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Meine übliche Verkrampfung am Anfang kann ich schnell lösen, denn mein Körper und meine Muskeln erinnern sich daran, wie es geht. Als auch endlich das Kopfkino aufhört, komme ich gut hinter M. her und kann auch etwas von der spektakulären Landschaft aufnehmen, denn das Tal wird sehr eng. Die Felder haben aufgehört und es gibt hier nur steile (Sand-) Felsen, Steine und den Fluss. Welche Farben die Berge haben, wie von einem Künstler gemalt.

Farbenfrohe Berge – Wahnsinn!!!

Welche Formen hier zu finden sind. als ob sich die Erde aufgebläht hat, so gewölbt sehen wir die Felsen.

imageUnzählige Tunnel führen mal auf der einen, mal auf der anderen Seite des Flusses die Straße an.

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Immer höher gehts in Serpentinen rauf. Mitten im Nichts springt mich aus dem Gebüsch, wie ich noch soeben aus den Augenwinkeln wahrnehmen kann, was Braunes ans Bein. Reflexartig ziehe ich das Bein nach vorne, sonst hätte mich der Köter gebissen. Mit allem hab ich gerechnet, aber nicht mit einem Hund. Ich hab mich fürchterlich erschreckt. Jetzt reichts! Beim nächsten halte ich das Bein mal raus. Mal sehen ob dem meine Stiefel schmecken!

Auf 1400 m kommen wir in ein größeres Dorf. Hier bieten die Damen Obst feil. Wo wächst das denn? Oder haben die das von unten raufgebracht und verkaufen das hier? Wie kann man hier in der Steinwüste nur leben? Hier gibt es doch nichts außer steilen Wänden. Aber genauso ungläubig wie wir schauen die Leute auch. Was wollen DIE denn hier? Eine kleine Trinkpause nur und weiter gehts.

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Wir haben einen weiteren Erlkönig in Peru entdeckt: Baut BMW doch eine kleine 200-er GS?

Aber wo ist denn der Fluss geblieben? Nur ein Rinnsal ist übrig. Ist der Fluss auf der anderen Seite des Berges? Kurze Zeit später haben wir Gewissheit:

Es gibt im engen Tal einen kurzen, aber sehr hohen Stausee. Das gesamte Wasser wird abgezwackt und durch einen Stollen zur Energiegewinnung geschickt. Nur ein kleines bisschen wird zurück in den Canyon geschickt. Wir sehen einige Wasserfälle.

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Ein Wasserfall schöner als der andere…

Unter dem Dorf wird dann das Wasser wieder in den Fluss geleitet. Aber hier im engen Canyon muss das bisschen Wasser reichen. Welchen Weg nehmen wir? Den für leichte oder für schwere Transporte? Na, rechts hoch gehts laut Navi in tausend Kehren über den Berg. lass uns lieber außen rum den Schwertransportweg nehmen. Nur eine schmale einspurige Straße gibts, die sich munter durch Tunnels und Kurven schlängelt. Eine tolle Straße. Vor jedem Tunnel soll man hupen, was wir auch fleißig tun, Außer uns wohl keiner. Aber es passiert nichts weiter, denn es ist wenig Verkehr. Na, wenn DAS schon der Weg für LKW ist, dann wollen wir lieber nicht wissen, wie der für die Autos aussieht. Erst der spektakuläre Canyon, dann diese sich windende kleine Straße durch die Berge und dann fängt der Teer wieder an.

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Es ist halb 5 und der Canyon ist geschafft. Es fehlen noch ca 100 km und es ist hell bis 20 vor 7. Das sollte zu schaffen sein. Wir ziehen ohne Pause durch bis Huaraz. Die Höhenanzeige klettert immer weiter und es wird ein paar Grad kälter. Prima, nicht mehr so heiß. Die Sonne geht weg und es bewölkt sich, noch ein paar Grad weniger. Es hat im Dorf geregnet, die Straße ist nass, noch ein paar weniger. Wir sehen den Gletscher links an der Seite und wissen, warum es plötzlich nur noch einsame 13 Grad sind! Brrrr. Griffheizung an. Es sind nur noch 20 km, das lassen wir jetzt so und hoffen, dass wir nicht noch nass werden. Wir wissen ja wo wir hinwollen, denn die Heimleitung gestern hat uns einen Tipp gegeben. Aber wir kommen mit unseren Dickschiffen nicht durch die Tür und eine Garage hat er nicht. So rät er uns zu einem weiteren Hostel und weist uns per Karte den Weg. Dort ist Platz genug, anscheinend gerade wenig los und die Leute super nett. Ich koche mal wieder (in echt! Nicht im übertragenen Sinne!) in der Küche oben unter dem Dach, M. geht schnell ein paar Getränke einkaufen und mit Blick über die Stadt lassen wir den Tag ausklingen.

Das war sicher ein Highlight der Reise heute, auch wenn die Piste besch…. zu fahren war, zugegebenermaßen aber nicht schwer – zum Glück! (Sonst hätte ich M. wohl die Ohren langgezogen ;-)…)

VGB

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Huaraz, auch hier gibts bunte Berge 😉

Kinderheim in Trujillo/Peru

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Wir mit „los niños de Huanchaquito“ – fast komplett mit Lehrern und Helfern

Mo 25.1.16

Heute sind wir am Kinderheim angekommen. Ich weiß gar nicht, was ich zuerst berichten und wo ich anfangen soll.

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Das Kinderheim – spartanisch eingerichtet, aber liebevoll gestaltet.

Dieses Kinderheim kümmert sich um die „niños abandonado“, die „aufgegebenen Kinder“. Welcher Ausdruck allein. Wie mögen sich diese wohl fühlen mit ihren 8 Jahren??? Viele kommen ins Heim, wenn sie fast totgeprügelt oder vergewaltigt worden sind, zur Prostitution oder zur Arbeit gezwungen wurden oder alles gleichzeitig. Und wenn sie riesengroßes Glück haben, kommen sie ins Heim. DAS muss man sich mal vorstellen: Den Hauptgewinn zu ziehen, wenn sie im Heim landen!!! Hier erleben sie so etwas wie Zuhause, Fürsorge, Ruhe, Zuverlässigkeit.

imageDie jüngeren Kinder haben alle verlernt zu lachen. Keines lächelt mich zurück an. Nur die älteren haben Vertrauen zu mir und haben nach 5 Jahren im Heim wieder gelernt, was Glück bedeutet.

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Und wenn ich hier den Hauptgewinn schildere, so müsst ihr euch einfachste Verhältnisse vorstellen: 4 Kinder in einem Zimmer mit Fach im einzigen Schrank ohne eigene Wert- oder Spielsachen, nur einen kaputten Plastikkorb für schmutzige Wäsche (die die Kinder übrigens selber von Hand waschen müssen) und ein Bett – meist reicht das Geld noch nicht einmal für genügend Bettwäsche, so dass die Kinder auf der nackten Matratze schlafen, wenn die Bettwäsche wegen Einnässens wieder schmutzig ist. Genau DAS kann man aber den Kindern nicht vorwerfen, denn alle haben nach diesen Martyrien psychische Probleme und bekommen Hilfe von einer Fachkraft (pro Woche 1 Std. pro Kind!)

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gespeilt wird mit 2 Hunden von der Straße, mit wenigen Spielsachen im Spielzimmer oder Schach auf dem Handy des FSJ’lers

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Hier seht ihr das GESAMTE Spielzeug!

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hm, lecker – wir wurden zum Essen eingeladen und wir durften in der Mitte sitzen.

Überall versucht das Heim, den Kindern durch Toiletten und Bäder, durch gesunde Nahrung und durch Sorgfalt im Umgang mit den anvertrauten Gegenständen die Wertschätzung für einzelne Dinge beizubringen. Sie haben dies bisher nicht kennengelernt, konnten essen wann sie wollten, was sie wollten, keiner kümmerte sich um sie, so dass sie, allein gelassen, sich um sich und kleinere Geschwister kümmern mussten, ohne zu wissen wie. Viele Kinder kennen ihre Mutter oder ihre Eltern nicht, wissen nicht wie alt sie sind und wann sie Geburtstag haben. Bisher kannten sie Diebstahl, einfach in die Wohnung über ein Loch pinkeln (weil es keine Toilette in der Einzimmerbruchbude gab) oder Müllentsorgung = auf den Boden fallen lassen…. Alles müssen die Kinder neu – oder besser: UM-lernen. Aber wie soll das Heim den Kindern Sorgfalt beibringen, wenn die Türen aus den Angeln fallen, die Fenster verrotten, die Metallfliegengitter kaputt sind, die Fliegen im Essen Eier legen, weil es keine Fliegengitter vor der Küchentür gibt? Es ist nicht so, dass das Heim diese Missstände nicht sähe. Sie sind vor 4 Jahren erst erneuert worden. WAS??? Für mich ist das kaum vorstellbar, aber die Leiterin erinnert sich genau daran: 2011 wurden die Fenster gemacht. Aber die Salzluft zerstört das einfache Metall, frisst es einfach auf.

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Links eine Tür die aus den Angeln fällt, rechts das 4 Jahre alte Fenster… unvorstellbar! Die Kinder brauchen Holztüren!

So auch die Türen aus Metall, Holztüren müssten her. Die halten der Luft stand, kosten aber auch deutlich mehr. Ich frage wie viel? 400 Sol. Vielleicht 130 Euro für eine Tür. DAS müsste doch machbar sein. Liebe Leute, helft uns. Helft den Kindern. Von unserer Spende wurde schon das Dach repariert, damit es den Regenstürmen des El Niños standhält. Dank der Spende einer Kölner Familie mit (erwachsenen) Kindern konnte bereits das Geld für eine Tür gesammelt werden. Bitte tut es dieser Familie gleich und helft. Selbst Spielzeug, Bettwäsche oder Sandalen werden gebraucht und wenn ihr sie nicht mehr braucht, schickt sie doch hierher. (Adresse s.u.)

Der Unterricht in staatlichen Schulen ist sehr schlecht, 40 Kinder in einem Klassenraum und die Lehrer geben einfach viele Hausaufgaben auf. Nicht einmal Klopapier gibt es an den Schulen. Die Heimkinder erhalten deshalb zusätzlich Unterricht am Nachmittag im Heim. Nichts wird vom Staat bezahlt, alles muss das Heim sich irgendwie zusammen sammeln und die Leute bezahlen, die Materialien, Essen, Reparaturen. Selbst das Wasser, welches plötzlich 3 mal soviel kostet, muss das Heim selbst bezahlen. Wovon frage ich euch????

Somit noch einmal unsere ganz herzliche Bitte an euch: Helft uns. Helft den Kindern! Es ist wirklich eine gute Tat. Viele der Kinder können mit 15, wenn sie das Heim verlassen, in den Arbeitsmarkt integriert werden als Taxifahrer, Bäcker oder im Supermarkt als Helfer. Geld verdienen und für sich selbst sorgen. Viele kommen immer wieder zurück und erzählen, wie es ihnen ergeht. Ihr seht, euer Geld versickert nicht in irgendwelchen dunklen Kanälen. Das deutsche Konto wird von einer ehemalig freiwilligen Helferin betreut, so wie gerade ein französischer Helfer hier weilt und ein freiwilliges soziales Jahr absolviert. Ihr könnt auch festlegen, wofür euer Geld verwendet werden soll. Wir hoffen, wir können euch mit unseren Bildern überzeugen mitzumachen. Vielen Dank im voraus für eure Unterstüzung und Hilfe. Die Kinder sind echt nett und es lohnt sich die Mühe. Schaut selbst…

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Die Kinder sind sehr interessiert an der Technik – haben ohne Erklärung schnell raus, wie der Apparat funktioniert und der Kleine machte sofort suuuper Bilder!

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Stolz setzten sich die Kinder auch mal drauf.

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Man sieht deutlich, dass der rechte Junge erst seit wenigen Wochen im Heim ist und dem Braten noch nicht traut – obwohl es auch für ihn immens wichtig war, fotografiert zu werden und mal drauf zu sitzen!

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Herzlichst eure B. und M.

 

Adresse des Kinderheims:

MUNDO DE NIÑOS E.V.
Calle Miguel Grau Mz.3 Lte 7 
Huanchaquito Bajo, Huanchaco – Trujillo.

Peru

 

Kontodaten für Spenden: Deutsches Konto (BW Bank):

Konto Nr. 7495 5074 03
BLZ 600 501 01

Verwendungszweck z. B.: gsnomaden Spende Kinderheim Peru

SEPA:
IBAN: DE29 6005 0101 7495 5074 03 SWIFT: SOLADEST

 

Chiclayo – Pacasmayo (Peru)

Sa. 23.1.16

Und wieder kommt es anders als geplant. Wofür überlegen wir eigentlich Routen? Morgens früh schon 27 Grad und bewölkt wollen wir aus dem Ort raus. Ist gar nicht so leicht, weil die Straßen in Offroadsackgassen landen. Die Autos und LKW hupen ständig und sehr vorwurfsvoll, ich möge wohl Platz machen und von der Straße verschwinden. Ich hab schon gelesen, dass hier die LKW das Sagen haben und Moppeds nichts zählen. Die Moppedtaxen springen geradezu förmlich von der Straße auf den Seitenstreifen, wenn LKW hinter ihnen hupen. Meist machen sie schon von sich aus Platz. Ich soll mir wohl ein Beispiel daran nehmen.

Aber vielleicht ist das ja auch alles ganz anders. Denn der LKW hinter mir hat Leute auf der Ladefläche und alle winken in die andere Richtung, als ich fahre. Vielleicht ist dieses Hupen ein Angebot der Hilfe? Ich muss das unbedingt unseren Freund fragen, den wir nächste Woche in Arequipa/Peru treffen.

Irgendwann haben wir dann die „Haupt“straße erwischt. Aber leider hört bei dieser Straße der Teer nach kurzer Zeit auf. 30 km üble Piste. Ständig gehen Ziegen oder Schafe wie am Schnürchen über die Straße – ohne sich von Hupen oder solchen Scherzen stören zu lassen. Mein nicht vorhandenes Profil am Vorderrad sorgt dafür, dass ich heftig schwimme und nur recht langsam fahren kann. 1 Std. brauchen wir dafür. Wir müssen irgendwie wieder auf die Panamerikana, auf die Nr. 1, sonst kommen wir nicht voran. Endlich dort angekommen, geht es nach links in die Berge und geradeaus weiter ans Meer.

Hatten wir uns gestern noch für die Berge entschieden, so ändern wir mal wieder unsere Meinung: Dort regnet es, Nebel ist wahrscheinlich und die Straßen sollen mega schlecht sein und die Offroadpartien sind vermutlich bei diesem Wetter sehr matschig. Bei DEN abgefahrenen Reifen? Nein danke. Wir haben hier unten auf fast Meereshöhe konstante 27 Grad. Das halte ich aus. Lass uns doch den direkten Weg am Meer fahren. Zack! Plan geändert!

So fahren wir durch hässliche, braune platte Sandwüste bei konstant starkem Seitenwind, der – ungelogen – glatt dafür sorgt, dass ich alle meine Reißverschlüsse der Jacke gut schließe, weil es sonst bei 28 Grad zu kalt wird. An den kilometer langen Zäunen hängen die Plastiktüten, die Flaschen liegen zu deren Füßen. Wie hässlich! Wir kommen nach Chiclayo/Peru, in der Hoffnung auf ein Café in der Großstadt. Aber wir finden keins. Anscheinend hat unser Freund recht, es gäbe in ganz Peru keinen guten Kaffee und er sei deshalb zum Teetrinker umgeswitcht. Der Arme! Da müssen WIR ihm wohl mal einen richtig guten Kaffee machen, einen aus Ecuador, den wir in Baños gekauft haben. Was wir aber finden, sind Berge von Müll, der in den Straßen aufgehäuft wird und vom Winde verweht wird. Ich frage mich, wie man hier nur so leben kann? Und im selben Moment gibt M. seinem Entsetzen Ausdruck, er habe, soweit er sich erinnern könne, noch nie so eine deprimierende Stadt gesehen. Nur schnell wieder raus hier, was bei dem Verkehr ohne jegliche Regeln (außer der roten Ampel) nicht so einfach ist. Einerseits aufpassen, nicht angefahren zu werden, kein Tucktuck zu übersehen, aber trotzdem M. nicht zu verlieren….

Na jedenfalls sind wir beide entsetzt über das Land. Das hatten wir uns anders vorgestellt. Wir haben wenig Lust, irgendwo anzuhalten, nicht einmal, um etwas zu trinken zu kaufen. Nur raus hier. Wir fahren immer weiter und weiter und kommen 100 km vor Trujillo ans Meer.

Hier werden wir etwas milde gestimmt, als wir in Pacasmayo – einem Binnentouristenort und Surfparadies – ankommen. Man legt wieder Wert auf ein schönes Äußeres, auf einen sauberen Strand, auf die Promenade, auf saubere Toiletten und ein gepflegtes Ambiente. Natürlich kann ich wiedermal nicht am Schmuckstand vorbeigehen. Die Ketten sind aber auch wieder zu schön und schon nenne ich 2 weitere mein Eigen.

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Die Muppets lassen grüßen – Walldorf und Stadler auf ihrem Aussichtsbalkon oben auf unserem Hotel

Wir nehmen uns ein preiswertes Hotel mit recht gutem Internet in Strandnähe. Es ist gerade Hochsaison, denn viele Kinder haben noch (oder wieder?) Ferien. In Anbetracht dass wir uns im Kinderheim für Montag angemeldet haben und wir nur noch 2-3 Std. entfernt davon sind, genehmigen wir uns morgen einen freien Tag und werden etwas im Pazifik plantschen und faulenzen!

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Vergesst nicht, es euch ebenso gut gehen zu lassen. VGB

PS: Wir sind gestern und heute von der Polizei kontrolliert worden, beide Male sehr freundlich!!! Gestern nur die Fahrzeugpapiere (sogar mit Begrüßung UND „pof favor“!) und heute das Obst. Der Polizist entschuldigte sich für die Störung mit den Worten, das sei leider Pflicht. Aber M. hat gar keine Lebensmittel am Mopped und ich kann meine 4 Tomaten geflissentlich vergessen und behaupten, ich habe keine „frutas“. Ich erkläre, was wo in meinen Koffern ist, öffne meine linke Seitentasche und auf Nachfrage auch den Tankrucksack, da er dort Lebensmittel vermutet. Ich habe die aber in meinem Topase, und so lasse ich ihn bereitwillig reinschauen. Damit gibt er sich zufrieden und wir können weiterfahren.

Peru: Grenze und erste Erfahrungen

Fr. 22.1.16

Aufstehn, die Sonne scheint! Unglaublich, wie nett dieser mystische Ort von gestern jetzt aussieht! Alle Geschäfte offen, friedliche Ruhe, herrlich blauer Himmel. Welche Freiheit, welch idealen Bedingungen zum Moppedfahren: 20-25 Grad, Sonne, herrliche Kurven, kein Verkehr, guter Teer! DAS ist mal Genuss pur! Es geht allerdings immer weiter runter und

NEIIIIIIIIIIN!

Wir hängen wieder in den Wolken drin. Das hatten wir doch schon mal. Aber zum Glück sind die nicht so dicht wie gestern und schnell sind wir weiter unten und die Wolken über uns. Wir genießen die Strecke bis zur Grenze, allerdings wird es auch zunehmend wärmer.

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Kunst am Wegesrand im Vorbeifahren!

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Die Grenze ist problemlos. Auf Seite von Peru braucht man wiederum eine Kopie vom Pass, Führerschein und Fahrzeugschein, sowie der Seguro, der Versicherung. Da wir die ja eben erst bekommen haben, macht der Beamte diese Kopie selber. Bei unserem Vorgänger, der gar keine Kopien hatte, hat er sie sogar alle selber gemacht. Nett! Aber um die Seguro für 33 Dollar für 1 Monat und pro Mopped kommt man nicht herum. Dafür klebt er dann noch einen hässlichen Aufkleber mit Handbeschrifteten Angaben aufs Mopped.

Kaum in Peru fallen uns die schmutzigen Straßenränder auf, gepflastert mit Müll. Selbst an der Grenze von Ecuador hat noch jemand um unsere Moppeds herum gekehrt. Aber hier erinnert uns viel an Zentralamerika. So schmutzig hab ich das seit Honduras nicht mehr gesehen und selbst da meine ich, wäre es nicht so weit verstreut und nicht überall so zugemüllt. Es sieht wieder sehr ärmlich aus in der braunen, trockenen Landschaft. Komisch, auf Meereshöhe ist alles trocken und es wächst nichts, kaum ein Baum, nur trockene, blattlose Sträucher und auf 3000 m Hohe ist alles grün mit dichten Wäldern. Im nächsten Ort gibt es eine Bank und wir holen Landeswährung: Sol heißt das Geld hier und ist in etwa 3 zu 1 wert.

Ich gebe M. recht, wir können nicht die direkte Strecke nach Trujillo fahren. Das halten wir einfach nicht aus. Fast auf Meereshöhe sind es gleich wieder 37 Grad. Da kann ich kein Mopped bei fahren. Ich werde müde, kann nicht konzentriert fahren und so ist es dann auch passiert:

Wir fahren die Hauptstraße Richtung Berge durch einen Ort in einer Autoschlange mit unzähligen Tucktucks, die uns wieder mal keinen Zentimeter Platz gönnen und meinen, sie wären schneller als wir. Am Ortsausgang dann läuft 10 m lang Wasser über die Straße und es sieht für mich nach einem Rohrbruch aus, den wir bisweilen schon gesehen haben und Männer im niedrigen Wasser arbeiten. Langsam fahren wir drauf zu und schon rutscht M hinter dem quer liegenden Mopped vor meiner Nase entlang. Ich hab keine andere Wahl, ich MUSS bremsen und schon eiert mein Lenker bis auch der umschlägt und patsch, rutschen wir beide! Klatsch nass sehen wir erst jetzt, dass dicker Grünspan auf der Straße klebt, so dass diese Stelle rutschig wie Schmierseife ist. Anscheinend läuft hier schon lange Wasser über die Straße und neben der Straße fahren wohl nicht umsonst alle Moppeds her. Mist, DAS haben wir nicht gesehen. Hätten wir vielleicht, wenn wir aufmerksamer gewesen wären. Ja, wenn es vielleicht nicht so heiß gewesen wäre und wir nicht so matschig gewesen wären. Na, uns ist nix passiert und so heben wir zuerst mein Mopped auf. Aber ehe ich mich versehe, sind weitere 5 junge Burschen da, die nicht nur mir, sondern auch M’s Mopped aus der steinigen Randböschung rausholen. Er will sein Mopped alleine rausfahren, aber ich sehe, wie allein beim Hochheben das Hinterrad wegrutscht und rate ihm, alle 5 Männer festhalten zu lassen und gemeinsam in die richtige Richtung zu schieben. Anscheinend ist außer einem losen Navi bei mir, einem losen Spiegel bei M. und ein paar Kratzern an der Protektion auch an den Moppeds nichts kaputt.

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Wieder Glück gehabt.

Im nächsten größeren Ort wollen wir übernachten, uns trocken legen und über die weitere Route nachdenken. Es gibt Internet und einen Platz in der Garage. Aber ehe wir da sind, hat uns die „Meute“ schon entdeckt. 30 Männer, Jungs und Polizisten stehen um uns rum, diskutieren, fragen, staunen. Die Polizei muss den Verkehr regeln, denn es staut sich wegen uns.

IMG_5874Aber da jetzt jeder weiß, DASS wir da sind, sogar die Polizei, glaube ich nicht, dass sich da einer ranwagt. Aber man weiß ja nie. So fahren wir eine Extrarunde, in der Hoffnung, dass sich die Leute verkrümeln, ehe wir wieder da sind, denn es soll nicht jeder wissen, wo unsere Mopeds stehen.

Wir hoffen, Ihr seid auch alle gesund daheim

Herzlichst Eure B.

Wie auf dem Dach der Welt

Do 21.1.16

Wir fühlen uns wie auf dem Dach der Welt. So hoch oben schauen wir immer wieder tief runter!

Erstmal bis nach Cuenca, dort die Innenstadt besichtigen und einen Kaffee trinken und weitere Route überlegen – so der Plan. Aber wie immer kommt es anders, als man denkt. Bis Cuenca geht es erstmal über 3500 m hoch, was gleichbedeutend mit 8 einsamen Graden und Frieren ist. Wie guuut, dass wir unsere Regensachen drüber haben. In Cuenca fängt es pünktlich mit dem Parken an zu regnen. Außerdem gibt es eine Demo wegen der Rechte von Hühnern, was zu Verkehrschaos und Stau in der Innenstadt führt. Die Polizei spielt mit ihren Mariachis auf und nach einer gewissen Zeit zieht der Tross weiter. So fällt die Besichtigung nur auf die schöne, große Kathedrale, die aber leider durch einen überdimensionierten, vergoldeten Altar bis in die Kuppel rauf nicht so richtig zur Geltung kommt. Von der schönen Architektur, den Fensterbildern, der Kuppel und dem zarten Wandschmuck sieht man nicht viel. Schade. Kein Wunder, wenn bei dem protzigen Prunk die betenden Menschen sich lieber einen der Seitenaltäre aussuchen. Die findet man in jeder Kirche reichlich.

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Cuenca im Regen 😦

Die wunderschönen Häuser im Kolonialstil schauen trübe drein im Regen. Also weiter nach Loja.

Schon früh um 2 dort breiten wir im Café beim Eis die Karte aus. Was machen wir? Ins Tal der 100-jährigen, 40 km weiter und dort im deutschen Hostel übernachten? Das bedeutet morgen zu den 190 km nochmal 40 km mehr plus Grenzübertritt. Hm, lieber heute näher an die Grenze ran, man weiß ja nie! Als ob ich es geahnt hätte…

Ein herrlicher, kurvig cruisender Fahrtag durch wunderschöne Berglandschaften mit grandiosen Blicken in die Täler runter geht mit leuchtend roten oder schroff blanken Felsen, erstmals wieder Nadelwäldern auf 3000 m Höhe oder niedrigem Strauchwuchs auf 1800 m Höhe zu Ende, aber nicht ohne vorher noch mal richtig dick aufzutischen. Nach Loja gehts den Berg runter und plötzlich sind es 31 Grad. Wir haben zu viel an. Alle Regensachen ausziehen. Aber kaum ausgezogen gehts auch schon wieder reichlich hoch und plötzlich hängen wir mitten in den Wolken – eine ganze Stunde lang – und kriechen feucht die orangefarbene Mittellinie entlang. Richtig dicke Suppe! Sicht teilweise unter 10 m, die meiste Zeit aber auch nicht viel weiter! Das Visier beschlägt permanent, von innen und außen. Keine Chance! So schiebe ich das Visier nach oben und wische nur meine beschlagene Brille – alle 2-4 Sekunden. Ätzend! M. entschwindet meist meinen Blicken, aber wie gut, dass die Kommunikation funktioniert. Ich wäre sonst geradeaus gefahren und nicht links in den Ort hinein. Den einzigen größeren bis zur Grenze, wo überhaupt eine Chance auf Hotel besteht. Den Abzweig hätte ich übersehen. So bleiben morgen bis zur Grenze „nur“ noch 100 km übrig. Das sollte gehen – selbst wenn wieder solch verrücktes Wetter herrscht!

Bis dahin VGB

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Trübe Aussichten

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Was machen Kinder bei schlechtem Wetter? Im Internet surfen – ist überall auf der Welt dasselbe! 😉

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So sieht der Ort ohne Nebel aus

Baños – und weiter gehts

Mi.20.1.16

Wir sind gestern von Quito bis nach Baños gefahren. Das ist gar nicht so leicht aus Quito raus. Das Navi will mitten durch die Stadt. Auf den Stadtverkehr und Dieselstinkerei haben wir aber keine Lust. Wir wollen lieber auf dem schnellsten Weg runter Richtung Süden, über die Autobahn. Also fahren wir erstmal nach Norden. Aber dort ist eine riesige Baustelle und wir finden im Umleitungsgewühl die Einfahrt nicht. Auch eine spätere Einfahrt bleibt uns im Wohnviertel verborgen. So entscheiden wir uns, über den Flughafen zu fahren und den großen Umweg in Kauf zu nehmen, als lange im Stau zu stehen oder zu suchen. Die breit ausgebaute zweispurige Straße ist natürlich Mautstraße und geht steil rauf und runter. Die Schilder weisen auf die Geschwindigkeit hin mit „livianos“ als Zusatz. Keine Ahnung was das heißt. Wir fahren mal 90 – 100.

Da ist eine Polizeisperre. Sie winken nahezu alle raus, können sich aber nicht entscheiden, wohin wir uns stellen sollen. Der eine sagt hier, der andere dort. Na gut, dann entscheiden wir eben selbst. Sie wollen unsere Papiere sehen. Bitte sehr. Aber sie geben sie nicht zurück. Sie reden immer auf den armen M. ein. Mich lassen sie unbehelligt. Der Arme versteht kein Wort und bringt noch weniger raus. Irgendwann ist es mir zu bunt und ich frage die Herren, ob ich denn vielleicht helfen könne, ich würde ein bisschen mehr spanisch sprechen. Aber der jüngere Herr hat wohl den Amtsschimmel ausgepackt, kuckt streng und ernst. Aber auch ich verstehe nichts. Die verwendeten Wörter kenne ich nicht, und er spricht unsagbar schnell und undeutlich! Aber der ältere Herr hat wohl mehr Erfahrung. Er fragt, woher wir kommen und wohin wir wollen. Misstrauisch hinterfragen sie meine Angaben. Nach Süden? Hierher? Ich erkläre die Gründe. Ok, widerwillig akzeptiert er dies. Er spricht von Geschwindigkeit. Aber diesmal waren wir wirklich nicht zu schnell. Er fragt nach unserer Anzeige: Meilen oder Km? Dann erklärt er mir, wie schnell wir fahren dürfen. Ich nicke und bestätige, dass wir bei dem Wind so anfällig sind, dass wir aus Vorsicht schon gar nicht schneller fahren würden oder könnten. Auch wenn der jüngere Herr zweifelnd schaut, der ältere akzeptiert es und lässt uns fahren.

Bis Baños ist es nicht weit, aber die Strecke zieht sich. So kommen wir am frühen Nachmittag dort an. Es ist ein Touristenmagnet mit all seinen Wasserfällen, Vulkanen und Abenteuermöglichkeiten wie Mountainbiken, Rafting, Canopy, Klettern und Cayoning, wenn auch gerade keine Saison ist und nur „wenige“ da sind. Macht nix! Wir bummeln umher und besichtigen die Basilika mit den schönen Holztoren und den interessanten Bildern mit der jeweiligen Story von örtlichen Wundern. Wir suchen ein nettes Café und essen ein Eis. Eine Massage und ein bisschen Wellness wäre auch nicht schlecht, lesen wir dort in einem Prospekt. Ja, das wäre was! Aber der Massagesalon im Ort sagt uns nicht zu und der andere liegt oben im Berg. Ob man reservieren  muss? Sicher, bei solchem Luxus mit Spa und Hotel. Aber wir laufen im Kreis, ohne das Touri-Büro zu finden. Mittlerweile schon 7 ist es sicher zu spät für die Massage. Schade. Aber lass uns doch einfach hoch fahren, dort für morgen fragen und uns das Ambiente anschauen und einen Trinken. Taxi kostet ja nur ein paar Dollar. Gesagt, getan. Von dort oben – 500 m höher – kann man direkt auf den Ort herunterblicken. Ein Wahnsinnsblick auf das schachbrettartige, beleuchtete Straßenmuster mit der Basilika.

imageEs gibt doch 2 halbstündige Massagen für uns, aber nicht zeitgleich, sondern nur nacheinander. M. fängt an und ich überrasche ihn mit einem anschließenden Abendessen im Restaurant nebenan, obwohl es eigentlich bald schließt. Aber da ich vorher schon alles bestellt habe, klappt das wie am Schnürchen, ohne dass Überstunden fällig werden. Das können wir morgen doch gleich nochmal machen und dann ein bisschen in den Wirbelpools und Schwimmbecken relaxen. Vorher wollen wir natürlich noch die Wasserfälle besichtigen. Einen kann man vom Zimmerfenster aus sehen.

Aber am nächsten Tag hängen die Wolken tief. Es regnet! Da lohnt es nicht rauf zu fahren, wenn man doch nichts sieht. Wie schade. Die Wasserfälle sind an unterschiedlichen Stellen in der Schlucht zu „suchen“, denn im üppigen Grün sind sie nicht leicht auszumachen. Bei DEM Wetter mag selbst M. nicht überall hingehen. Aber den einen Dollar Eintritt für die Machay-Wasserfälle haben wir. Es wäre auch nicht weit, nur einige Minuten. Aber dass nur bis zum ersten Aussichtsbalkon 283 Stufen runter – und auch wieder rauf – zu laufen sind, hat uns keiner gesagt. 100 Stufen sind in etwas 6 Stockwerke, macht ein 16-stöckiges Hochhaus ohne Aufzug! Ich drehe sicherheitshalber nach dem Aussichtsbalkon um. Die nächsten Treppen sind noch steiler und man ist noch lange nicht unten. M. macht sich dahin auf. Was er doch alles für ein schönes Bild tut. Er gibt aber zu, dass sicher nochmal 200 Stufen nach unten dazukommen und er ist bei der Feuchtigkeit nassgeschwitzt, als er wieder oben ankommt.

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Wasserfälle um Baños herum

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noch mehr Wasserfälle

So kommen wir erst gegen 2 aus Baños raus und es sind bis Cuenta 300 km. Es müsste so gerade klappen. Aber da die Wolken so tief hängen, ist im dichten regnerischen Nebel bei teilweise nur 11 Grad Vorsicht angesagt. Unsere Reifen sind kurz vorm Ende. Ohne Grip und ohne Sicht fahren wir lieber langsam. Aber zum Glück ist nicht so viel Verkehr. Trotzdem immer noch 70 km bis Cuenca und in 20 min geht die Sonne unter.

Mist!

Seit Stunden nur Bergdörfer, kein einziges Hotel!

Doch wie immer passt der Schutzengel gut auf uns auf und beschert uns ein sauberes Hostel für 20 $ mit überdachtem Innenhof und Garagentor und 3 Kindern + 2 Frauen mit großen staunenden Augen. Durchgefroren freuen wir uns jetzt über trockene Klamotten und was zu essen (ich finde immer noch was in meinen Koffern ;-)…)

Hoffentlich friert ihr zu Hause nicht zu sehr. Ich hab gehört, jetzt ist (endlich) Winter bei euch….

VGB

Spendenaufruf: Kinderheim

19.1.16

Wir sind in ungefähr einer Woche beim Kinderheim in Peru. Wer also noch schnell vorher seine Spende platzieren möchte, damit die Summe größer wird, der hat jetzt noch Gelegenheit dazu. (Weitere Infos unter „Spendenaufruf“)

Hier noch mal die Kontodaten:

Deutsches Konto (BW Bank):

Konto Nr. 7495 5074 03
BLZ 600 501 01

SEPA:
IBAN: DE29 6005 0101 7495 5074 03 SWIFT: SOLADEST

Verwendungszweck z. B. Gsnomaden Kinderheim Peru

Mit herzlichem Dank im voraus! Eure B und M.

Sightseeing Quito

Mo 18.1.16

Fahrpause und Sightseeing ist heute angesagt. Wir fahren nur 6 km nördlich zum Aufkleberladen und dieselbe Strecke zurück. Danach mit dem Taxi ins historische Zentrum. Es ist eine tolle Stadt, herrlich verzierte Häuser im Kolonialstil und vor allem sauber! Ich sehe keinen Mülleimer, aber anscheinend braucht den hier auch keiner. Es liegt nichts auf der Straße herum. Wirklich nichts! Unglaublich!

Wir fahren die Straße der 7 Kirchen steil herunter. Uns erinnert dies an San Franzisko. Die Kirche am zentralen Platz hat innen vergoldete Altäre, Holzschnitzereien und Schmuck. Tonnen von Gold wurden hier verarbeitet. Beeindruckend!

Foto 1Foto 2

P1020840Aber wir besichtigen nicht alle Kirchen, sondern genießen lieber nebenan im zentralen Park das Flair. Die Einheimischen sitzen hier um den Brunnen herum und lauschen 3 Musikern (2 spielen Gitarre, einer singt). Auch wir wollen lauschen, aber wir werden als Gringos auffällig misstrauisch beäugt. Ich bekomme dies mit und widerspreche kurz und knapp auf spanisch. Ich lege nach dem ersten Lied zum Dank einen Dollar in den Hut, was die Künstler mit Wohlwollen aufnehmen und die anderen auffordern, unserem Beispiel zu folgen. Weitere einheimische Lieder folgen. Einige singen die Refrains leise mit, eine Frau häkelt und wir sind akzeptiert. Nach einer Weile möchte ich doch noch die Basilika oben auf dem Berg besichtigen und ich verabschiede mich mit einem Dank. Aber so leicht lassen uns die Musiker nicht gehen. Sie wollen doch wissen, woher wir denn kommen. Drum herum verstummt jegliches Gespräch, jeder hört aufmerksam zu. Ja, in Deutschland waren sie auch noch nicht. Sie könnten uns ja besuchen. Aber da ist gerade keiner. Macht nichts, sie würden die Tür aufbrechen. Aber der Kühlschrank wäre leer. Wäre auch egal, irgendwie würden sie den schon füllen…. Mit einem Lachen verabschieden wir uns und alle applaudieren rundherum. Echt nett!

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Im zentralen Park – sichtlich stolze Polizistinnen, Zaungäste, Folkloremusiker und eine Frau im traditionellen Outfit (der Kleine hängt dort wie eine Marionette!)

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himmlische Ausblicke -Schuhputzer mit Inbrunst bei der Arbeit – noch eine Uniform (5 verschiedene Polizisten sorgten für Ordnung an diesem Platz und jeder mit einer anderen Aufgabe!)

Aber wir kommen nicht weit. Beim Hotel am Platze fällt mir der riesige Strauß wunderschöner Rosen ins Auge. Die Portiers bitten uns herein. Gerne! Die Rosen sind eine Spezialität dieser Region. Sie sind die schönsten der Welt und werden mit speziellem Verfahren bis zu einem Jahr haltbar gemacht! Wunderschön! Drinnen sehen wir das Café des Hotels. Möchtest du einen Kaffee? Immer! Mit Eis? Claro que si! Seguro! Wir probieren eine Getränkespezialität aus Quito: Rosero. Mit verschiedenen Früchten, wie Bohle ohne Alkohol. Sehr lecker! Das Eis wird mit dampfendem Stickstoff von einer Bedienung im lila Kostüm mit Maske und Spitzhut serviert – einer Tradition aus der „Semana Santa“, der Osterwoche. Dass das Ganze natürlich mehr Dollars kostet, ist uns klar, aber egal! Wir genießen dies gerade sehr!

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Die schöne Basilika ist im letzten Licht wunderschön anzusehen. Eigentlich ein Betonbau sieht sie aus, wie aus Stein gebaut, mit großen Bronzetüren, 3 hohen, verzierten Türmen und 2 $ Eintritt, aber anscheinend sind wir zu spät – alles schon zu!

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Na egal, schauen wir, wo es was zu essen gibt, denn wir wollen nicht im Dunkeln zu Fuß unterwegs sein. Aber wir finden nichts. Also suchen wir ein Lokal in M.’s heruntergeladener App aus und fahren mit dem Taxi für wenige Dollar dorthin und an der Basilika vorbei. Mist, sie ist an der Seite auf (haben wir nicht gesehen, schade!). Im Dunkeln ist Quito gefährlich, darauf weisen diverse Artikel im Internet, Reisende und Einheimische hin.

Wir legen es lieber nicht drauf an und fahren wieder Taxi zurück für einige Dollar. Der Fahrer findet unser Hostel trotz Visitenkarte mit Kartenausschnitt nicht. Aber mit Hilfe unseres Navis schaffen wir es doch noch. Wie gut, dass wir das mit hatten!

Gute N8 B.

 

Grenze: Ecuador

So, 17.1.16

Schon um kurz nach 8 fahren wir Richtung Grenze bei Ipiales. Schnell haben wir den Ausreisestempel im Pass, aber die Aduane macht Probleme: Die junge Dame vom Zoll in Bogota hat das Original behalten und uns nur 2 Kopien mitgegeben. Aber WIR brauchen das Original zum Ausreisen. Ich erkläre der Dame vom Zoll, dass ich kein Spezialist dafür wäre und dass die Dame in Bogota mir diese beiden Papiere gegeben habe, mehr habe ich nicht. Und nu? Sie zieht mit den Kopien ab, holt Rat beim Kollegen und erscheint nach einigen Minuten mit dem Ausreisestempel für unsere Moppeds wieder. Vielleicht hat sie in Bogota angerufen, vielleicht auch nicht. Keine Ahnung. Jedenfalls dürfen wir weiter. Glück gehabt!

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Auf ecuadorianischer Seite ist alles in einem Gebäude. Natürlich muss M. selber zum Schalter, aber ich habe alles vorbereitet, alles ausgefüllt und er muss seinen Pass nur noch selber abholen. Es kostet nichts.

Die „Aduane“ ist sehr lustig, denn die jungen Damen beömmeln sich darüber, dass ich (angeblich) keine e-mail habe (die echte will ich ihnen nicht geben), kein Fazebuk, kein Instagramm…. Ja wie ich denn mit meiner Familie kommunizieren würde? Mit meinem Mann? Hablamos – wir SPRECHEN miteinander! Die ganze Abteilung lacht sich kaputt. Nein, wie ich denn mit Deutschland kommunizieren würde? Per skype. Ja, die hätten sie dann gerne. Das ist zwar nur ein Name, aber ich gebe ihnen irgendeine sinnvolle Abkürzung mit @online.de am Ende. Sie schaut zwar zweifelnd, aber das akzeptiert sie. Hauptsache, der PC ist zufrieden. Wir brauchen keine Kopien, nur die Fahrzeugpapiere, Pass und Führerschein im Original. Alles wird per Handy fotografiert und fertig! Alles in allem weniger als eine Stunde! Wow! Na dann los! Aber keiner interessiert sich für unsere neuen Papiere, keiner will sie sehen.

Auch gut. Dann eben nicht! Aber auf der Strecke gibt es Militärposten. Einer dieser Posten kontrolliert alle Fahrzeuge und auch uns. Sie wollen aber nur den Pass sehen, schauen allerdings recht zweifelnd auf mein Visum der USA. Ich soll bitte meinen Helm ausziehen. M. dagegen smalltalkt schon vorne mit den anderen. Ich werde nach dem hiesigen Visum gefragt. Ich erkläre, ich hätte keins. Aber ich erfrage meinen Pass zurück und erkläre ihnen seinen Aufbau: Pass aus D-land, danach Visum USA, dann viele Seiten später der hiesige Einreisestempel. Jep. Damit sind sie einverstanden und lassen mich fahren. Aber M. ist noch lange nicht fertig. Sie fragen nach GPS, nach seinem Gepäck, wofür er das alles brauche und ich verdrehe schon die Augen. DAS wird wohl das Highlight des heutigen Tages für die jungen Burschen gewesen sein. Sicher sprechen sie noch lange von den Moppeds.

Kurz danach entführt mich M. von der GPS-Route weg. Hä? Was ist denn jetzt los? Er hat wohl noch ein Date! Jep! Willkommen am Äquator! Stimmt – den hatte ich total vergessen. Der Platz ist recht unspektakulär und laut GPS auch ein wenig zu weit südlich, ca 200 m. Macht aber nix. Wir haben ihn selber fahrend überquert! Yeah!!!

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Auf dem Äquator

Recht schnell sind wir in Quito auf fast 3000 m Höhe angelangt. Der Verkehr ist deutlich entspannter, als noch in Kolumbien. Vielleicht liegt es daran, dass heute Sonntag ist? Jedenfalls wurden wir nicht so von anderen Minimoppeds umsurrt, was das Ganze deutlich vereinfacht und entspannt hat. Gestern bin ich im Anfahrtrubel zum 2. Mal von einem solchen angefahren worden, der sich diesmal auch tatsächlich gelegt hat. Mich stört das nicht wirklich, da meine Maschine mit dem ganzen Gewicht recht träge ist. Die paar Kratzer am Koffer mehr machen den Kohl auch nicht mehr fett. Die kleinen Moppedfahrer allerdings fahren zum Glück alle mit Helm, mehr aber auch nicht. Das wird sicher einige heftige Schürfwunden gegeben haben. Es tut mir sehr leid für ihn, aber die fahren alle wild durcheinander und lassen keinen Zentimeter Platz zwischen sich und anderen. Sie unterschätzen unsere Breite und unsere Geschwindigkeit, unseren Antritt, und vor allem, dass wir mehr Platz brauchen, als sie uns zugestehen wollen. Kein Wunder, wenn sie dann den Kürzeren ziehen. Aber zum Glück ist nicht mehr passiert. Die maximalen Geschwindigkeiten sind hier nicht so hoch, wie in D-land. Da laufen die Unfälle oft glimpflicher ab als zu Hause.

Aber lass uns doch den Abend mit einem schön kalten Radler beschließen und dabei ein wenig den Blog pflegen. Pustekuchen! Es ist doch Sonntag! Da wird kein Bier verkauft – jedenfalls nicht in ganz Ecuador! (Schnief!!!!)

Also kein Prost! Schade!

Bis morgen, dann versuchen wir das noch mal 😉

Bye B.