Willkommen in Brasilien

Fr. 22.4.16

Gestern hat es sich dann so fürchterlich eingeregnet, dass wir uns nicht aufraffen konnten. Bei so Sch… äh… bescheidenem Wetter macht das wirklich keinen Spaß. So sitzen wir wiedermal einen Tag aus. Mitten drin, am frühen Nachmittag dann die Wende: Strahlend blauer Himmel. Da hätten wir auch fahren können. Aber das weiß man vorher nicht und die Trödelei ist auch nicht schlimm. Wir haben ein schönes Zimmer mit schönem Blick in die grüne Landschaft, wo diverse Vögel sich vergnügen.

Heute aber solls weiter gehen. Strahlend blauer Himmel ohne Wolken – wow! Schnell sind wir von Melo aus an der Grenze zu Brasilien, und wir geben hier die temporären Fahrzeugpapiere ab. Aber die Stempel und Einreise nach Brasilien gäbe es 1 km später. Aber dort ist gerade Mittagszeit und der 1. Schalter nicht besetzt. Man schickt uns gleich zum 2. Dort ist Ausreise aus Uruguay. Die Dame schickt uns einen Schalter weiter. Der Herr dort hat viel Zeit und anscheinend kämpft er noch mit dem neuen PC-Programm. Sie sind erst seit Januar hier eingezogen. Er kontrolliert die Nummernschilder, ob sie mit den Papieren übereinstimmen, nicht aber das Gepäck. Darauf habe ich spekuliert. Meine Lebensmittel kann ich also mitnehmen. Es sind nicht viele, aber Birne, Käse, Schinken, Avocado hätte ich in Chile z.B. nicht mitnehmen dürfen und wegschmeißen müssen. Aber es fehlt noch er Einreisestempel im Pass. Der erste Schalter ist immer noch nicht besetzt. Wir warten.

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Einreise nach Brasilien – warten auf das Ende der Mittagspause.

Endlich kommt er gemächlich angewackelt und wir müssen erstmal das doppelseitige Formular ausfüllen. Ach – jetzt wieder? Wie in Zentralamerika.

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Willkommen in Brasilien.

Insgesamt hat alles in allem recht lange gedauert und auch im nächsten Ort Bage verlieren wir viel Zeit damit, Geld und Internet zu organisieren. Die Geldautomaten können meine Karte nicht lesen – anderes System, das kennen wir schon aus Argentinien. Mist, hier also ähnliches Problem. Außerdem haben die Banken gerade eben zu gemacht. Geld wechseln? Ich hab noch Dollar. Auch das muss ich mühsam erfragen und suchen, denn die Leute verstehen mich mit meinem europäischen spanisch nicht. Wenn ich wenigstens das „sch“ von Uruguay oder Argentinien benutzen würde. Aber dazu war ich zu kurz in dieser Region, als dass ich diesen Dialekt sprechen könnte. Ich kanns gerade noch verstehen, aber nicht sprechen. So verstehe ich die Leute hier nicht. Es klingt so wie eine Mischung aus viel „sch“ und Arabisch.

So gehen wir erstmal hier auf Hotelsuche. Booking.com sagt 60,- für ein Luxuszimmer mit Whirlpool etc. Endlich finden wir das „Hotel“ am Popo der Welt über ausgewaschene „Trampelpfade“, dass ich schon dachte, das Schild mit dem gleichnamigen Projekt bedeute, dass das Hotel erst noch gebaut werden solle. Aber der Herr am Rand des Weges bestätigt, dort am Ende des Weges sei das Hotel. Doch die Dame spricht nur Portugiesisch und will 70 Dollar für das einfache Zimmer ohne Whirlpool haben. Ich biete ihr zweimal an, 40,- zu zahlen, denn wir brauchen keinen Luxus. Aber sie besteht darauf. Dann sollen wir nebenan irgendwo hin, da gäbe es angeblich das Zimmer vom Internet. Ich hab keine Lust mehr auf ihre Diskussionen und unverständlichen Erklärungen. So fahren wir weiter. Ich hab auf dem Weg hierhin noch 2 Hotels gesehen und dort fragen wir nach. Dort gibt’s ein schönes Zimmer mit abgeschlossen Hof für gut 40,- . Geht doch!

Bye, B

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Bei dem Gespann werden Erinnerungen aus Mittelamerika wach.

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