Oaxaca

Sa, 28.11.15

Wir haben noch einmal einen wunderschönen Fahrtag erlebt. Morgens schon um halb 9 aufm Bock … – äh … Mädel … gehts gleich kurvig ohne Verkehr weiter. Nach 2 Std. haben wir schon die Hälfte der heutigen Strecke „abgenudelt“. Mir kommt eine Idee: Lass uns doch in dieser herrlich ruhigen Berglandschaft „frühstücken“, Charlys  Würste auf dem Feuer grillen und dazu eine Tomaten/Käseguacamole mit Restbrot. Anschließend noch einen Espresso. Hm lecker. Nun, der Wind pfeift ordentlich und M. ist ein offenes Feuer mit dem Funkenflug zu heikel. So grillen wir die Würste über dem Benzinkocher. Die wenigen Autos, LKW oder sonstigen Fahrzeuge grüßen alle mit einem kurzen Hupen. Echt nett, aber ich bin nicht schnell genug. Eh ich mit den Augen hinterher bin, sind die Leute auch schon um die Kurve. Na, sie werden es mir wohl nicht übel nehmen.

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Unterwegs

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In Oaxaca sind wir schon früh nachmittags. Auf Mikes Rat hin suchen wir ein Hotel in der Altstadt. Keinen Campingplatz am Rande der Stadt, wo man wieder nicht weiß, wo die Moppeds lassen, wenn man IN die Stadt will. Das erste anvisierte Hotel will sagenhafte 1300 Pesos. Happig – feudal, aber zuviel. Das nächste will 1200 inkl. Frühstück für 100 Pesos. Grrr. Einen Versuch haben wir noch. Wir fragen, auch wenn es genauso feudal aussieht. Es kostet aber „nur“ 735 pro Nacht und die Moppeds von der Straße unsichtbar auf dem abschließbaren Innenhof. Einverstanden.

Erstmal in die Stadt, Kaffee, duschen später. Aber dazu kommen wir nicht mehr. Die Stadt hat uns voll einkassiert. Diesem Flair kann ich mich nicht entziehen, der Musik schon mal gleich gar nicht. Wir kommen auch nicht weit, bleiben schon gleich hinter der Kathedrale und Fußgängerzone beim großen Platz hängen. Wir verabreden uns gleich mit den Musikern für morgen. Die will ich nochmal hören! Die 2 CD’s krieg ich noch irgendwo unter. Zugegeben, den gestickten Tischläufer und das Armband auch. Wenn das so weiter geht, ist unser Koffer, den ich gerade erst bei den Schweizern geleert habe, gleich wieder voll.

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Wann gibt’s denn endlich Kaffee? Ein Junkie wartet auf den (Espresso) Schuss.

Charly und Mike hatten Recht. Ich wollte es nicht glauben und nur eine Nacht hier bleiben, aber wir haben – kaum aus der Stadt zurück – gerade die zweite Übernachtung gebucht!

Mexiko und seine Kultur zieht uns mehr und mehr in den Bann! Ich kann jedem dieses Land und insbesondere diese Stadt für einen Urlaub nur nahelegen. Welch ein Genuss, welch eine Bereicherung unserer Reise!

Bis bald B.

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Oaxaca Zentrum

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Die 3 Mexikaner waren klasse und schnell standen viele Leute drum herum

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Samstag Abend in der Altstadt

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Das Blatt war weiß und innerhalb kürzester Zeit das Bild mit Spraydosen fertig. Toll!

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Mexico Stadt/Umgebung nach Oaxaca

Do 26.11.15

Wir fahren über eine herrliche Straße nach Milcumbres. Das müsste eigentlich Milcurvas (Tausendkurven) heißen, weil es keine Geraden gibt und auch keinen Verkehr. So fliegen wir nur so durch die Landschaft, die zwischen 2000 und 2800 Metern hoch liegt. Die Höhe merkt man gar nicht, denn es herrscht dichter Waldbestand. Bei uns wäre hier schon kaum mehr ein Baum.

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Milcumbres – eine der 1000 Kurven

Danach geht aber der Verkehr los – Einzugsgebiet von Mexiko-Stadt. Es wird anstrengend, weil wir dauern überholen müssen um einigermaßen voranzukommen. Irgendwann hängen wir dann im dicken Verkehr. Eigentlich wollten wir hier großräumig umfahren, weil sich nur der alte Kern von Mexiko-Stadt lohnt zu sehen. Aber wir brauchen die wasserdichten Innentaschen, da unsere Koffer nicht mehr so ganz dicht sind. (Das Schicken aus Deutschland hat ja leider nicht geklappt.) Dazu müssen wir nach Lerma bei Toluca – in den Außenring von Mexiko Stadt. Dort baut touratech gerade ein Standbein auf. Interessant zu sehen. Der Verkehr ist heftig, aber nicht mörderisch, wie uns viele Leute gewarnt haben. Entweder sind wir schon abgebrüht oder es kommt nur auf die Sichtweise an. Für die defensiv fahrenden Amerikaner ist dies sicherlich der Horror. Aber wir kennen den Verkehr von Barcelona, Rom, ja selbst Köln und Düsseldorf. Da ist das hier noch nett gegen, weil jeder jeden wahrnimmt, drauf aufpasst und Lücken lässt, damit der Verkehr fließt. In D-land besteht jeder auf seinem Recht und schon knallt es. Rums! War ja nicht meine Schuld, der hat nicht aufgepasst. Stau, Hupen, Ärger… Besonders die Motorradfahrer haben hier einen besonderen Status. Auch wenn es eng ist, so habe ich noch keinen hupen gehört, in ganz Mexiko nicht.

Ein Thema habe ich noch gar nicht angeschnitten: die Topes! Normalerweise beschwert sich jeder Berichterstatter darüber. Warum ich nicht? Sie nerven, ja! Aber sie stören uns nicht übermäßig. Im Gegenteil, man kann dort immer wunderbar überholen, weil ALLE anderen sehr viel langsamer sind. Auch der Gegenverkehr. Die LKW kriechen darüber in weniger als Schrittgeschwindigkeit, die Autos müssen auf 10-20 km/h runter und wir fahren einfach darüber. Das große Vorderrad und das Fahrwerk bügeln das weg. Da schlägt nix durch, da springt nix. DAS war die beste Investition ins Mopped. Teuer, aber jeden Cent wert.

VGB

Fr. 27.11.15

Wir haben im Hotel in Lerma übernachtet. 8 Grad beim Aufstehen. Aber ehe wir gepackt haben sind es schon 18. Ich ziehe trotzdem lieber noch ein langärmeliges Shirt drüber, auch wenn es gleich noch ein paar grad wärmer wird. Das Motorrad vor dem Fenster stand auf einem mit Schranke bewachten Parkplatz. So konnten wir ruhig schlafen. Irgendwie war mir gestern Abend nicht gut, mir war kalt und so  packte ich mich angezogen ab ins Bett. Erst halb 8, aber die Dame schon erledigt. Na egal. Morgens früh um 7 wieder frisch geht’s ab zum Frühstück. Das tolle, saubere Zimmer lässt gutes ahnen, auch die Speisekarte, die ich zwar studiert, aber am Abend zuvor nicht ausprobiert habe. Aber das Frühstück ist enttäuschend. Die Eier mit altem Frittierfett gebraten, der Quesadilla eklig, dass ich sogar den Happen ausspucke und der extra zu bezahlende Cappuccino besteht nur aus Milch, dass sogar ein „Latte“ in den USA blass vor Neid wird. Nur die Früchte sind lecker.

Wir fahren eine herrliche Straße nach „Tres Maria“ – auch nach fast 40 Tausend Kilometern in knapp 5 Monaten zaubert uns solches Fahren immer noch das Grinsen ins Gesicht. Plötzlich werden mir die Hände kalt. Hä? Wieso das denn? Achja, sind nur 14 Grad. Moment… nur 14? Warum das schon wieder? Das Navi zeigt stolze 3500 Höhenmeter an. Na, dann kein Wunder. Wir fahren munter weiter, die Griffheizung wird’s schon meistern. Plötzlich ist es irgendwie ungemütlich warm. Ich schaue aufs Thermometer: über 30 Grad und schaue aufs Navi, nur noch 1300 m. Irgendwie merkt man diesen Unterschied gar nicht. Es „kurvt“ so schön.

Weil wir die Taschen umgeräumt haben und einige Dinge repariert haben, sind wir morgens erst spät losgekommen. So überlegen wir, wo es lang gehen soll. Über die freie Straße mit all den Topes kommt man nicht schnell voran und muss einen großen Umweg in Kauf nehmen. Die Mautstraße kann man ja die paar Kilometer dazwischen in Kauf nehmen. Gesagt, getan, 2 Moppeds kosten soviel wie ein Auto! Nach 10 km fahren wir wieder ab. Aber was ist das? Schon wieder Maut? Beim Rausfahren? Nein, hier wäre auch eine Mautstraße. Die ist zwar nur einspurig, kostet aber trotzdem Geld. Nach 5 km wieder, nach weiteren 5 km wieder eine Mautstelle, die aber noch nicht fertig ist und deshalb nicht zu bezahlen ist. Welch eine Abzocke! Wegelagerer pur! Keine Möglichkeit abzufahren und alle paar km kassieren. Das ist Erpressung! Moderne Conquistadores! Und dabei zählen die mexikanischen Autobahnen schon zu den teuersten auf der Welt. Sie wollten mir erklären, dass in meinem Land die Autobahnen doch sicher auch Geld kosten. Nein! Tun sie nicht (zumindest NIOCH nicht). Dies nimmt er dann mit erstauntem Gesicht zur Kenntnis, entlässt mich aber erst, nachdem ich gelöhnt habe. Wenn ihr jetzt denkt, dafür käme ich dann schneller vorwärts, so habt ihr euch getäuscht. Es ist halb 2 und erst 100 km gefahren. Um halb 3 weitere 50, aber M. braucht dringend eine „Augenpflege“. So kommen wir um 17.00 Uhr nach 260 km in Acatlan an. Es wird in einer Std. dunkel und so bleiben wir hier mitten in der Stadt im Hotel.

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Die Kirche in Acatlan

Es kostet nur 180 Pesos, umgerechnet 11 €. Mehr ist es auch nicht wert, klein mit Toilette und „Dusche“, ein kleines Doppelbett, ein Stuhl und ein kleiner Tisch. Ich glaube, die Zähne putze ich mir heute mit Wasser aus der Flasche und duschen brauche ich heute auch nicht! Der Hof ist sauber gefegt, die Wände frisch gestrichen, alles sehr ordentlich. Man gibt sich Mühe, das sieht man. Aber vermutlich kann sich der mexikanische Reisende keine teureren Zimmer leisten und der Hotelbesitzer von dem wenigen Geld keine Innenrenovierung bezahlen. So bleibt es bei dem spartanischen Ambiente der Zimmer!

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frühmorgens auf dem Markt in Acatlan

Wir gehen noch etwas raus, Brot kaufen und um den großen Platz im Zentrum. M. probiert einen Taco. Wohlgemerkt EINEN! Für mich braucht er gar nicht fragen, das ist eh zu scharf. Da esse ich lieber gleich die Papaya, die ich heute mittag in Tres Maria gekauft habe. Kaum sitzen wir dort, wird es immer voller und alle Leute, die gerade im Park gesessen haben, stehen nun am Straßenrand Spalier. Was geht hier denn vor? Da geht es auch schon los. Polizei, Ambulanz mit tatütata und Werbeautos – buntes Treiben, bunt wie Karneval. Es kommt ein geschmückter Wagen nach dem anderen mit kostümierten Leuten oben drauf oder dazwischen laufend. Auf Nachfragen erfahren wir, dass heute der Geburtstag des Städtchens gefeiert wird. Welcher wusste man nicht, aber der würde immer so gefeiert. Prima!

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Geburtstagsfeier

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Hier gibt es keine Touristen, ein Städtchen mit nur Mexikanern. Wir fühlen uns sehr wohl in dem Gewühl. Wir haben keine Angst vor Überfällen oder sonstigem Übel. Trotzdem bitten wir den Nachtportier, das Tor zu schließen und ein Extraauge auf unsere Moppeds zu werfen. Als ich ihm dafür ein paar Pesos hinlege und ankündige, dieselbe Summe morgen nochmal dazu zu legen, wenn die Moppeds dort noch genauso stehen, lächelt er breit bis über beide Ohren.

Kurze Zeit später geht das Licht aus. Die Musikanlage vom Fest macht keinen Mucks mehr und die Menge pfeift. Stromausfall. Sonst passiert erstmal gar nichts. Der Nachtportier steht am Toreingang mit der Taschenlampe, um jedem Gast den Weg zu leuchten. Wir fragen ihn, ob das häufiger vorkäme. Nein, nur einmal im Jahr, wenn der Geburtstag gefeiert wird. Irgendwann geht der Lautsprecher wieder, 5 min. später auch die Musik. Nur bei uns ist noch kein Strom. Na macht nix, wir können auch ohne Licht ins Bett gehen.

Morgen werden wir dann aber sicher Oaxaca erreichen. Das soll ein wunderschönes Städtchen sein. Bin mal gespannt.

Bis dahin VGB

Auswirkungen des El Niño

Do.26.11.15

Liebe Mitreisende in Gedanken und Freunde,

ich möchte mich mit diesem Bericht an euch wenden und um Hilfe bitten – nicht für uns, denn wir finanzieren unsere Reise selber ohne jegliche Sponsoren. Aber ich möchte euch um Hilfe für ein Projekt in Peru bitten, das sich der dortigen Straßenkinder annimmt und ihnen einen Lebensraum bietet und eine Schulbildung ermöglicht, wodurch eine Resozialisierung gelingt. Unsere Spanischlehrerin Frau Krüger unterstützt diese Kinder seit vielen Jahren mit Kleider- und Geldspenden.

Nun droht El Niño mit den schlimmsten Auswirkungen, so dass so gar die Paris Dakar deswegen verlegt wurde. Aber die Kinder können nicht umziehen. Dort müssen Vorkehrungen getroffen werden, damit sich die Schäden in Grenzen halten.

So bitte ich also euch herzlichst um eine Spende für dieses Projekt.

Wir werden versuchen, trotz El Niño dorthin zu fahren und mit Bildern zu berichten, was mit der (hoffentlich) stolzen Summe gemacht wurde, wie es den Kindern dort geht und wie die Auswirkungen des El Niños Einfluss auf das tägliche Leben der Kinder nimmt. Dann kann jeder direkt sehen, wie hilfreich die Spende war und wo sie hingegangen ist und nicht in dunklen Kanälen versickert ist.

Wer weitere Informationen möchte, so möge er im letzten Jahresbericht nachlesen, den ich einstelle (ich hoffe er ist zu lesen, ansonsten schicke ich den Bericht auf Anfrage gerne noch einmal per e-mail) oder sich an uns wenden.

Mit herzlichem Dank,

B. und M.

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weitere Infos hinter diesem Link  El Niño DE

Da die Bankverbindung nicht gut zu lesen ist, hier noch einmal: Bitte an das folgende Konto überweisen, gerne mit dem Hinweis gsnomaden:

Deutsches Konto (BW Bank):

Konto Nr. 7495 5074 03
BLZ 600 501 01

SEPA:
IBAN: DE29 6005 0101 7495 5074 03 SWIFT: SOLADEST

 

 

Santa Elena bis Patzcuaro

Mi, 25.11.15

280 km – am noch aktiven Vulkan auf 2400 m Höhe vorbei (neben dem Ort Angahuan), durch indigene Ortschaften (der Ort heißt Cocucho und dort wohnen sogenannte „Purhepechas“) mit Kirchen teilweise sogar aus dem 16. Jahrhundert…

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…und durch Kupferortschaften (Santa Clara del Cobre). Charly und seine Frau begleiten uns noch 2 Tage – wie schön, so genießen wir die inzwischen entstandene Freundschaft noch ein bisschen. Susan und Reto, das Schweizer Paar mit dem Wohnmobil, nehmen uns ein paar Mitbringsel mit an den Bodensee.

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das Schweizer Paar Susan und Reto

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So „müssen“ wir nächsten Sommer die Sachen wieder einsammeln. Wir freuen uns schon auf den Besuch bei ihnen, vor allem, weil noch weitere Freunde dort unten wohnen, die wir dann gleich nebenan auch besuchen können.

Der Vulkan ist noch aktiv, was man an den Rauchfontänen an seinen Flanken sieht. imageEr ist 1943 das letzte Mal ausgebrochen und hat dabei das Dorf verschüttet. Die Lava lässt nur den Kirchturm rausschauen, alles andere ist im schwarzen Lavagestein verschwunden. Statt dessen haben sie hier oben 2 km entfernt den neuen Ort aufgebaut und vor 2 Jahren das 70 jährige Bestehen gefeiert.

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noch einer, der gerne mit zwei Frauen Mopped fährt 😉

Hier in Cocucho arbeiten meist nur die Frauen, die Männer trinken oft zuviel. Buntes Treiben in bunten Kleidern, typisch für diese indigenen Völker, welch anderes Flair. Eine Frau hat einen Lautsprecher und preist lautstark sogar „amerikanische“ Kleider an.

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In den Kupfergeschäften in Santa Clara del Cobre gibt es 100 mal dieselben Gegenstände aus Kupfer – in jedem Geschäft wieder dieselben Figuren, Engel, Blumen und Töpfe bzw. Schüsseln. Ich hätte gerne einen Engel auf dem Motorrad, den schulde ich noch jemandem, aber hier gibt es keinen. Schade! Ich würde ja sogar drauf warten, aber auf die Idee, einen zu machen, kommt keiner. Anscheinend ist die Warenpalette schon vollständig und man verdient genug. Schade!

 

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hm, lecker, diese Spezialität gibt es nur hier! Die Hunde (oben) hätten gerne auch was ab…

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Ein herrlicher Fahrtag geht in Patzcuaro bei Espresso und Tequila zu Ende. Man montiert gerade die Weihnachtsbeleuchtung an der gegenüberliegenden Hauswand. Schön bunt!

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Charlys Freund wohnt hier und wir treffen uns zum Essen. Er ist Straßenbaumeister und baut die Straße zwischen Moreilla und Patzcuaro. Von ihm erfahren wir, dass heute die Straße wegen Demonstrationen gesperrt war, evtl. morgen wieder. Das bedeutet, dass wir früh los müssen und um 10.00 da gewesen sein müssen. Na macht nix, dann gibts eben ein Spätstück woanders. guten Hunger! …

VGB

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guten Appetit!

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Ob das Wetter noch mal besser wird? (Sicher! wir sind ja in Mexiko!)

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Unser Hotel – eine ehemalige Klosteranlage (übrigens der gesamt Platz rings herum! Was hatten die damals für eine Kohle…)

 

Tequila

Di. 24.11.15

Darauf haben wir gewartet: Die Tequilafabrik. Wir müssen um 11.00 Uhr da sein und wir fahren mit dem Schweizer Paar zusammen im Auto mit.

Dort werden wir bereits erwartet und wir erfahren, wie der Tequila nach vor 100 Jahren gemacht wurde. Nach dieser alten Tradition wird er noch heute gemacht, auch wenn in einer zweiten Fabrik Maschinen zum Einsatz kommen, die die viele Handarbeit reduzieren und erleichtern.

Schaut selbst…

Algarvenfeld bei Atontonilco

Erste Prozessschritte bei der Tequila-Herstellung – Die Algarve wird vorbereitet

Hier ist noch alles Hand- und Hufarbeit

Der Distillationsprozess und der Vorkoster

Lecker Tropfen und einer der Stolzen Arbeiter

Was hat Pancho Villa mit Tequila zu tun? Sie hat sich es uns verraten.

Nach der Besichtigung schauen wir noch beim besten Käsemeister Mexikos vorbei und decken uns mit Reiseproviant ein.

Das ist doch alles Käse!!!

Das fertige Produkt und sein Käsemeister

Zusammen mit dem besten Brot, das natürlich mit Mehl vom besten Müller (auch einem Schweizer) gebacken wird…. Hm!!!

VGB

Urlaub in den Bergen

Mo. 23.11.15

Morgens um 8.00 auf dem Mopped abfahrbereit – das schaffen wir sonst nie, aber gestern wollten wir mit Charly und ein paar weiteren mit dem Mopped 2 Std. durch die Berge zum Frühstücken fahren. Auf dem Weg dorthin verliert M. wiedermal seinen rechten Koffer. Mist, nach dem Hotel am Pazifik vergessen, die wieder mit Kabelbindern zu sichern. Außer verkratzter Aufkleber ist aber nicht viel passiert. Ärgerlich!

Das Frühstück ist mexikanisch – reichlich Obst, Smoothies, Säfte, Fruchtcocktails und Joghurt, dazu diverse (süße) Teilchen, im Dampf gegartes, süßliches Maisbrot oder solches mit scharfem Kerninhalt. Dann gibt es Paprikagemüse und Hühnchengulasch, beides angeblich nicht scharf (das Huhn aber doch!), Schweinegulasch, eine Art Pastabeilage, diverse Soßen und natürlich frisch gebackene ungesüßte Waffeln, die dann dick mit Honig, Ahornsirup oder Marmelade beträufelt werden. Danach bin ich schon für das Mittagessen fertig. Pappesatt!

Es geht durch die Landschaft zurück. Wunderschön! Uns hat vor allem Donacio beeindruckt. Er heißt eigentlich Don Ignacio von und zu irgendwas, abgekürzt Donacio, der mit 80 noch wie der Teufel Mopped fährt. Er hat einen seiner Söhne und einen seiner 19 Enkel dabei, jeder auf einer eigenen Maschine. Wow! Wenn ich mal in 30 Jahren noch so fahren kann, bin ich glücklich! Normalerweise fährt er eine 990-er KTM, nun kam er mit einer 650-er KLR, weil seine Maschine in der Werkstatt wegen irgendeinem Problem war. Selber Pferdeflüsterer hilft er Charlys Tochter bei der Ausbildung des Fohlens. Beeindruckend!

Die Gang von Donacio

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Manitou, der Häuptling: Donacio

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Heute wollen wir mal einen gemütlichen machen. Das Restaurant hat heute Ruhetag und wir stehen erst spät auf. In der Sonne am Pool mit Kaffee lässt es sich aushalten.  Chillen im Pool vielleicht? Aber Charly hält eine „Überraschung“ für M. bereit: Er braucht seine Hilfe beim Elektromotor für das Mischen des Bräts. Aber der erste Reparaturversuch bleibt erfolglos. Erstmal frühstücken, das wird sonst kalt. Dann weiter überlegen. Aber es hilft nichts, die Maschine ist nicht zum Laufen zu überreden. So muss die Wurst von Hand gemischt werden. Gemeinsam mit dem Schweizer Paar packen wir zu 5 an. Bald ist die Wurst im Räucherofen.

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Das beste Brot der Welt – neben Mikes… 😉

Charlys Katzenmama und ihr Nachwuchs

Auch die Katzenwäsche will gelernt sein.

Auch die Katzenwäsche will gelernt sein.

Wir können zur Kirmes. in den nahe gelegenen Ort. Dort werden wir mit allerlei typisch mexikanischen Leckereien verwöhnt. Manches habe ich noch nie gehört, so z. B. die Lima – eine Kreuzung zwischen Grapefruit, Limone und Mandarine. Eine wenig süße Frucht ohne Säure. Herrlich! Oder die Guaya – eine etwas süße Frucht mit harten Kernen, die gut für die Verdauung sind. Diverse Tequilas, deren Herstellung wir morgen besichtigen werden…

Morgen werden wir die Tequila-Herstellung live erleben

Liköre, Backwaren, heiße Säfte, Kaffee… Sehr interessant, was diese Region alles zu bieten hat.

VGB

Mexikanische Kirmes I

Mexikanische Kirmes II

Autos auf der Kirmes

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(vlnr) M., B, die Tochter Naxhiely, Maria Elena, Charly (Carlos Andreas ist in der Schule)

480 km Kurven nach Santa Elena

… und das Grinsen hört nicht auf.

Sa. 21.11.15

Mike fährt mit uns noch nach La Estanzia. Die Brücke überspannt selbsttragend eine weite Schlucht. Huah, ist das tief. Unten zwischen alldem Grün ein plätschernder Bach. Dann verabschieden wir uns auch von ihm und seiner Herzlichkeit. Was hatten wir doch für einen Rundumservice die letzten Tage. 🙂

Abschied von Mike

Verdammt hoch hier

Auf der anderen Seite überrascht uns ein Mexikaner in fließendem Englisch mit archäologischen Ausgrabungen aus der Steinzeit, 9 Mio. Jahre alte menschliche Spuren im Vulkangestein. Wie interessant. Was er alles herausgefunden hat! Entgegen vieler Vorurteile sind die Mexikaner nicht dumm, sondern haben nur schlechte Bildungschancen. Er fragt uns nach dem Bild von Mexiko in Europa. Was denken die Leute dort über Mexiko? Was wissen die Leute dort von Mexiko? Meist nicht viel, dass es unterhalb von USA liegt, aber mehr? Vielleicht noch die Maya-ruinen auf der Yucatan-Halbinsel. Aber sonst? Der Mexikaner umgekehrt dagegen ist erstaunlich weitsichtig und gut informiert. Ich kann nur jedem empfehlen, Mexiko zu besuchen und sich selbst ein Bild zu machen. Es ist längst nicht so gefährlich, wie die Angst in den USA geschürt wird und die Menschen geben sich redlich Mühe, die Familien mit ehrlicher Arbeit zu ernähren. Was die Waffen anbelangt, so habe ich – außer beim Militär – bisher keine gesehen. Dagegen hat mich die ständige Schießerei um mich herum in den USA nervös gemacht. Dort fühlte ich mich oft unwohl und unsicher. Hier dagegen nicht.

Die Fahrt ist anstrengend, aber schön. Start 8.00, kurze Verabschiedungs- und Photopause auf der Brücke, eine halbe Std. Mittagspause in Atenguillo, ansonsten haben wir ziemlich Gas gegeben, denn wir wollten unbedingt heute bei Charly in den Bergen sein. Vor allem möglichst VOR dem Sonnenuntergang. Gegen Ende zieht es sich sehr. Die Kurven hören auf und der Verkehr wird dicht. Viel konzentriertes Überholen ist notwendig, viel Bremsen vor Hubbeln und Gasgeben beim Überholen. Na, jedenfalls sind wir um 17.00 Uhr da! Jubel!

Charly, ein Schweizer, seit 25 Jahren hier, lebt mit Familie in einer tollen Anlange in der Mitte von nichts. Hier vermutet man sowas ganz sicher nicht.

Charlys Restaurant

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Hier haben wir morgen ein Frühstücksbuffet in den Bergen – bin mal gespannt – und eine Kirmes im Ort. Außerdem wollen wir am Dienstag hier eine Tequila Führung mit machen. Der kommt nämlich von hier! Bis Mittwoch bleiben wir also erstmal.

VGB