Sight seeing

Fr, 20.11.15

Hier ein paar Eindrücke aus der Stadt. Es ist wunderschön hier und wir können gut verstehen, dass Mike hier hängen geblieben ist.

Der Nachmittag ging für die weitere Routenplanung drauf und der Abend viel zu schnell bei leckerem BBQ vorbei. Wie die Zeit doch rast…

Hasta luego y adios amigos en alemania

B.

Shrimps on the beach , ne on the rocks - auf Kohle

Shrimps on the beach , nee, on the rocks… hm… auf Kohle

Zigarrenmanufaktur

Zigarrenmanufaktur

Kuriositäten

Kuriositäten

at the beach...

at the beach…

Puerto Vallarta

Puerto Vallarta

Impressionen aus Puerto Vallarta

Unterwegs nach Puerto Vallarta

Mi 19.11.15

Wir sind in Playa Novilero angekommen (über die 15 bis Acaponeta, dann die 68), einem winzigen Ort und laut Karte soll es von hier am Strand entlang eine Straße nach Süden geben. Mal sehen – morgen! Erstmal einen Platz zum Schlafen. Ein Hotel gleich hier. Prima, wir fragen mal nach. Sieht leer aus, aber als wir auf den Parkplatz in den Hof fahren, kommt uns einer entgegen. Ja, ein Zimmer gibts und unsere Moppeds sind hier sicher. Wir wollen die aber nicht so offen stehen lassen, fragen nach einer Garage. Die gibts hier zwar nicht, aber wir können die Mädels auf den Flur vors Zimmer fahren, der Gang ist mit einem Eisentor gesichert, das er abends um 10.00 abschließe und morgens um 5 wieder aufmache. Ich sehe sofort, da passt das Mopped so nicht durch. Koffer ab, dann gehts vielleicht, wenn der Lenker eingeschlagen wird. Der enge Weg dahin ist gespickt mit mehreren Stufen und engen Kurven. Wir überlegen hin und her, bis wir einen Weg gefunden haben und probieren es. Morgens flachse ich mit den Hotelbesitzern, es wäre gar nicht nötig gewesen, das Tor abzuschließen, da die Diebe die Mädels gar nicht heraus bekommen hätten…

Processed with MOLDIV

 

Als die drin stehen, wollen wir endlich mal im Pazifik baden. Das Wasser ist unglaublich warm, fast Badewannentemperatur. Damit hatte ich nicht gerechnet. Wow! Es weht ein kräftiger Wind und die Wellen haben ordentlich Macht. Aber noch mehr Macht hat der sehr starke Sog quer zum Strand. Es zieht einem die Füße weg. Ans Schwimmen mag ich da nicht denken. Aber bei Sonnenuntergang im Meer und in den Wellen zu stehen hat schon was.

Wir duschen schnell, waschen noch ein paar Sachen aus und schon gehts in den Ort – was essen wäre nicht schlecht. Aber die Lokale haben oder machen gerade zu. Es gibt nicht mal eine frische Limonade. Die Besitzerin hat ein Baby, um das sie sich kümmern muss. Ein Bier wäre aber möglich. So trinken wir das eine Bier, kaufen am Kiosk noch ein zweites und ein Radler (heißt echt so und schmeckt sehr gut!) und essen auf dem Hotelbalkon in der lauen Sommernacht. Ich hab ja alles dabei. Na dann Prost!

Nightlife

Mi. 18.11.15

In praller Sonne bei morgendlichen 26 Grad sind wir schnell schweißgebadet, bis alles wieder am Mopped ist. Wir brauchen Fahrtwind. Aber bei über 30 Grad bleibt es beim Schwitzen. Natürlich gibt es die Straße laut Karte nicht und wir müssen bis Acaponeta zurück. Mist. Nu aber los. Irgendwo an der Küste machen wir gegen 2 Mittagspause – am liebsten am Wasser, logisch. Aber die Parkplätze sind alle von Restaurants und bewacht. Einladend wedelt der Mann mit der Karte, der nächste winkt schon. Wohin? Wir wollen eigentlich nur parken. Kein Problem, können wir gerne. Bitte sehr. Ach, bleiben wir doch hier und trinken eine frischgemachte Limonade. By the way essen wir natürlich auch eine Kleinigkeit. Hat der Typ am Parkplatz ja wieder alles richtig gemacht. Während wir hier sitzen kommen nacheinander 2 Musiker, ein Geschichten- und Bändchen- und 4 Brotverkäufer vorbei. Alle wollen natürlich ein paar Peseten. Bei 15 Peseten = 1 € ist das nicht viel, summiert sich aber schon, auch wenn es eigentlich ganz nett hier ist. Sie wollen auch nur irgendwie überleben. Die alte Frau kommt mit einer zugedeckten Schüssel an unseren Tisch und bietet nuschelnd etwas an. Hab ich richtig gehört? Pan de platano? Bananenbrot? Si, bananabread. Yeah! Unser heißgeliebtes Bananenbrot. Und ich dachte schon, das wäre das letzte in San Diego gewesen. Es ist noch warm und wir kaufen gleich 2. Hm!

Weiter gehts, wir haben noch 150 km vor uns bis Puerto Vallarta, wo wir von Mike eingeladen worden sind. Aber M. muss ganz dringend („nochmal einen Blick aufs Meer werfen“). Er hält auf einem verlassenen Parkplatz am Rande der schönen, kurvigen Straße an. Während ich also warte, höre ich wieder die Vögel, die so herzzerreißend wie Katzen miauen können. Wie mögen die wohl aussehen? Aber ich sehe keine. Stattdessen miaut es hier hinter mir, hier unten. Tatsächlich, ein kleines Kätzchen. schwarz weiß, vielleicht 6 Wochen alt und spindeldürr. Es stolpert auf mich zu. Ach du Schande! Keine Mutter weit und breit! Und ich hab wegen der Hitze keine Milch dabei. Ich geh zum Mopped, es läuft mir hinterher, so zutraulich ist es. Ein kleines Stück Käse vielleicht. Es stürzt sich darauf, aber kann es irgendwie noch nicht richtig beißen. Ich zerkleinere den und stelle etwas Wasser dorthin. Inzwischen hält ein kleiner Lastwagen an und ein Mann kontrolliert irgendwas. Ich spreche ihn an und bitte um Hilfe. Er nimmt sich des kleinen Kätzchens an, will es ins nächste Dorf bringen und ein Heim für es suchen. Es fühlt sich sichtlich wohl auf seinem Arm. Es gibt doch Menschen mit Herz!

Es sind noch fast 2 Stunden für 60 km? Hä? Was sagt denn mein Navi da? Gibt es mal wieder eine neue Zeitzone? Jep.

Schon wieder ist es spät geworden und wir müssen im Dunkeln durch die Stadt. Mist. Irgendwie schaffen wir es noch nicht immer, rechtzeitig vorher am Quartier zu sein. Das müssen wir ändern. Wir merken deutlich, wie sich der frühe Sonnenuntergang auf die Kilometerleistung am Tag auswirkt.

Na, jedenfalls sind wir jetzt in Puerto Vallarta, in einem herrlichen, luxuriösen Hotel gelandet. Toll! Wer mal nach Mexiko möchte, hier ist ein wunderbarer Ort, 5 min. von Strand entfernt: Hacienda alemana. Der deutsche Besitzer ist super nett und ein Unikat. Was geht es uns doch gut! Wir werden heute mal erkunden, was es sonst noch alles hier gibt.

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Das kommt dabei raus, wenn man die Gegend erkundet …

Außerdem wollen wir hier unsere Route weiter planen.

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Mal sehen wohin die Reise weitergeht.

Bis bald

VGB

Baja California bis La Paz + Fähre

So. 15.11.15

Wir fahren von San Lucas über Constitucion die Küste am Golf entlang. Die „Fingerlinge“ begleiten uns schon eine ganze Weile. Ich glaube, die Betitelung stammt von „moped-susi.net“, die vor 2 Jahren hier war und damit die Kakteen beschrieb, die durchaus 10 Meter senkrecht nach oben wachsen, irgendwann abbrechen und seitlich neue Triebe bekommen, die dann eben wie die Finger einer Hand aussehen, Dazwischen mannshohe Sträucher, mal in weiten Ebenen, mal in hügelig, bergigen Gegenden. Je nachdem fahren wir herrliche Kurven oder kilometerlange Geraden. Es gibt kaum Ortschaften, manchmal nur einzelne Häuser hier und es ist sehr einsam, aber die Straße (Mex 1) ist sehr gut. Wir können es laufen lassen, auch wenn die Schilder bisweilen nur 60 oder 80 erlauben. Warum? Keine Ahnung, will mir beim besten Willen nicht einleuchten. Wir fahren 100 oder 120. Manchmal steht vor „gefährlichen“ Kurven „Maxima“ unter dem Schild. Ich schließe daraus, dass sonst wohl keine maximale Beschränkung gilt. Ich bin wohl nicht die einzige – die Autos auch.

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Bis La Paz sind es nur noch 180 km. Hoffen wir, dass wir morgen recht früh dort ankommen, damit wir vielleicht noch die Fähre für Dienstag buchen können und die Papiere für M’s Mopped nachholen können. Dank Susis Erfahrungen sind wir vorgewarnt und haben wenigstens die Einreisebestätigung für M., wenn auch nicht für sein Mopped, weil der blöde PC an der Grenze streikte.

Unter Geiern

Di. 17.11.15

Wir sind schon in Mazatlan. Wie das? Wir sind gestern früh los, um halb 10 in La Paz gewesen und nur eben die Küste entlang durch die Stadt gefahren. Zuerst den Papierkram, dann Sightseeing. Aber dazu ist es nicht mehr gekommen. Die Papiere für Markus’ Mopped sind kein Problem. Nun die Tickets für morgen kaufen. Die Dame am Schalter verlangt ein Papier vom Zoll. Wir also mit unseren Maschinen ungläubig zum Zoll, der winkt uns nach eine oberflächlichen Kontrolle zur Waage. Die dortigen schicken uns halbe Weg zurück zum Ticketschalter? Hä? Der war doch außerhalb. Aber da kommen wir nicht mehr hin. Also zum Ticketschalter IM Zollgelände. Dort erfahren wir per Zufall, dass die Cargo-Fähre schon am selben Tag Nachmittags geht, nur eben keine Kabinen hat. Macht aber nix, sparen wir Geld, denn brauchen keine Kabine. Nun haben wir 3 Std. Zeit und können nicht mehr vom Gelände fürs Sightseeing. Mist. Na egal. Erstmal einen Kaffee und was Mittagessen, welches wir auf dem Bordstein am Rande des Geländes unter den ungläubigen Augen der Arbeiter zubereiten und essen. Wer weiß, wann es das nächste gibt.

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Und wann können wir an Bord???

Aber auf der Fähre gibts für die LKW-Fahrer 2 Mahlzeiten inklusive, so auch für uns – wir sind also rundum versorgt. Nur die Moppeds nicht. Es gibt nicht genug Zurrgurte für unsere beiden Mädels. Die anderen Moppedfahrer haben zum Glück eigene Gurte. Abenteuerlich verzurrt mit schlechtem Gewissen machen wir uns an Deck. Die Sonne geht schnell unter und die anderen Gäste haben sich schnell unter Deck verdrückt. Aber der Wind bläst warm und wir bleiben oben, nicken auch auf dem Tisch und der Bank ein. Irgendwann wird es doch zu ungemütlich und ich möchte runter in den „Salon“. Dort haben es sich aber schon die anderen gemütlich gemacht, es ist kein Platz mehr. Plan B: Wir holen unsere Matratzen und Schlafsäcke und hauen uns aufs Deck unter den Sternenhimmel. Welch ein Abenteuer. Das hab ich noch nie gemacht und es ist der helle Wahnsinn. Zum Glück ist das Meer recht ruhig – der Wind soll erst morgen kommen – und meine Tablette wirkt ganz gut. Ich komme zurecht.

Auf der Fähre nach Mazatlan

Ankunft in Mazatlan

Die Fähre ist erst seit Juni im Besitz der Fährgesellschaft und fuhr vorher zwischen Niederlande, England und Norwegen hin und her. Witzig. Zu Hause in Europa! Sie ist die schnellste und schon um 8 in Mazatlan, anstatt um 11 Uhr, wie wir gedacht haben. Nun Kaffee, Klo, Post und Internet. Danach auf nach Puerto Vallarta.

Ein Hinweis für diejenigen, die auch damit liebäugeln, von USA nach Mexiko zu reisen: Ohne Einreisepapier- und stempel hätten wir komplett alles zurück bis zur Grenze fahren müssen. Diese Regelung ist neu seit September. Einreiseformulare gibt es nur noch dort. Es weisen aber keinerlei Hinweise darauf hin. Man wird ohne Passkontrolle durchgewunken und 20 Meilen lang ist alles gut. Aber danach braucht man diesen Einreisestempel, den es eben nicht mehr in La Paz, Ensenada oder sonstwo gibt. Wir wussten davon und sind auf die Suche danach gegangen, sonst wäre es uns so ergangen wie dem kanadischen Pärchen im VW-Bus. Die mussten alles zurück. Papiere für Fahrzüge gibt es noch in La Paz, aber nicht für die Personen.

VG an Daheim B.

Erste Gehversuche in Mexiko

Fr. der 13. (11.15):

Zum Glück hat sich dieses Datum nicht negativ ausgewirkt. Uns geht es (nach wie vor) gut.

Wir wollten den Golf entlang fahren und queren Richtung San Felipe.

San Felipe - Strandbilder

San Felipe – Strandbilder

Straßenverkauf - endlich was zu essen für mich (eingepackt und nicht scharf!!!)

Straßenverkauf – endlich was zu essen für mich (eingepackt und nicht scharf!!!)

Aber wir kommen wegen organisatorischen Dingen nicht bis dorthin. Geldabheben am Automaten muss ich erst lernen. Mein Spanisch ist noch nicht aus den Tiefen empor gekrochen. So brauche ich eine Std., bin 5 mal in die Bank rein und wieder zurück zum Automaten, bis ich alle „si“’s und „no“’s an den richtigen Stellen eingegeben habe und mit Hilfe der geduldigen Angestellten doch tatsächlich Peseten erhalten habe. Einkaufen in Ensenada – auch eineinhalb Stunden.

So ein Hundeleben in Mexiko

So ein Hundeleben in Mexiko

Impressionen aus Ensenada

Impressionen aus Ensenada

So suchen wir uns einen Platz für die Nacht, aber es gibt keine Orte, keinen Campingplatz und es wird bald dunkel. Neben der Straße, im etwas hügeligen Gelände versuchen wir uns unsichtbar zu machen. Die Moppeds stehen dicht hinter einer durchsichtigen Sträucherreihe mit der umgedrehten Regenplane abgedeckt, die von dieser Seite aus schwarz ist. Unser Zelt dicht daneben. M. kontrolliert es von der Straße aus. Wir sind tatsächlich nur schwer auszumachen – wenn man es weiß. Da es ja keiner weiß, bekommen wir auch keinen „Besuch“ und wachen nach einer kalten Nacht sehr früh morgens – gleich nach Sonnenaufgang – auf.

unsichtbar wild campen in der Mitte von Nirgendwo

unsichtbar wild campen in der Mitte von Nirgendwo

Weiter gehts die Golfküste entlang. San Felipe hat Nebensaison und rüstet sich für die Rentner aus Kanada und USA, die hier im Warmen dem kalten Winter in der Heimat entfliehen. Man gibt ein Begrüßungsfest – und wir sind herzlich eingeladen. (Mist, sehen wir schon soooo alt aus?) Eine nette weitläufige Strandpromenade mit vielen kleinen Geschäften und fliegenden Händlern lädt zum Verweilen ein. Wir essen unter den interessierten Blicken der wenigen Leute auf der Straße unsere halbe unreife Honigmelone auf und fahren weiter.

Die Straße ist gut und wir kommen trotz der 4 Militärkontrollen gut voran. Das Militär ist an uns nicht interessiert, 3 winken uns nur durch, die vierte fragt wohl nur pro forma woher, wohin, denn die leuchtenden Augen zeugen von dem Interesse für unsere Motorräder. Die aus der Nähe zu betrachten war wohl eine willkommene Abwechslung. Aber schnell ist auch das erledigt und wir dürfen weiter.

Plötzlich Baustelle – Umleitung, die Straße kriegt wohl eine neue Brücke. Aha! Gut! Dann fahren wir eben drum herum durch Geröll und Sand. Aber es gibt eine Umleitung von der Umleitung. Steil bergauf, schmal wie ein Auto, mit dicken losen Steinen. Ok, 200 m hören sich doch gut an. Aber es gibt eine zweite Umleitung der Umleitung. Wir kommen einfach nicht auf die Straße zurück. Uns kommen Moppeds entgegen. Die hätte ich gerne gefragt, wie lange die Baustelle denn noch ist, aber die Stelle ist so tiefsandig, also schlecht zum Anhalten. Langsam schwant M., dass dies nicht die Umleitung, sondern die alte Straße ist. Neben uns soll laut Navi eine andere Straße entlang gehen, aber 1. sehen wir die nur auf dem Navi und 2. gibt es keine Abzweigung dorthin. Wir ergeben uns in unser Schicksal, sind heilfroh über unsere offroad-Kenntnisse, und bemerken stillschweigend, wie die Straße immer schlechter und schlechter wird. Von sandig, steinig, bis Geröll und Steinstufen, alles vorhanden. Nur Matsch nicht. Dafür ist der Wassermangel zu groß hier. Kurven mit steil aufwärtsgehenden Bodenwellen gespickt mit losen Steinen so groß wie Pflastersteine, lassen zumeist nur den 2. Gang zu – trotz aller Konzentration und trotz allem Können.. Entgegenkommende dirtbikes haben ja auch kein Gepäck und wiegen nur die Hälfte, so dass sie über die Waschbrettpiste nur so fliegen.

Endlich, nach 40 km wieder Asphalt. Wir atmen auf. Alles gut gegangen. Aber das hat viel Zeit gekostet. Wir können noch eine Std. lang fahren, dann müssen wir nach einem Platz für die Nacht suchen. Es soll ein Campingplatz in San Rosalito – 15 km entfernt am Pazifik – geben. Wir fahren hin, die letzten Meter über hubbelige Piste – bis an den Strand. Dort stehen einige Häuser, wenig Verkehr und 2 Fußgänger. die wir nach dem Campingplatz fragen. Sie wissen von nix, raten uns aber zu einem Platz am Strand, wo schon andere „Amerikanos“ campen oder gleich hier, vor seinem  Haus. Danke, nehmen wir gerne an. Kurze Zeit später kommt der Campingplatzbesitzer vorbei. Anscheinend haben die Besitzer ihn aufgetan. Aber wir haben das Zelt schon stehen und wollen nicht noch einmal umziehen.

Im Dunkeln ist schnell gekocht. Es gibt Kartoffeln mit Gemüse in Tomatensoße. Währenddessen kommen die Sterne heraus und der Mond – gerade mal eine schmale Sichel – geht langsam unter. Kein Wunder, dass wir ihn gestern nicht gesehen haben. Da war wohl Neumond. Wie schön, wenn die Sichel kurz über dem Horizont orange leuchtet und den Rest des Mondes sichtbar werden lässt. Aber noch etwas anderes wird sichtbar: Blitze über dem Meer. Huch??? Hier sternenklare Nacht und dort hinter dem Schiff Blitze? Na, hoffentlich bleiben die auch dort über dem Meer. Die brauchen gar nicht näher kommen!!!

Der Hausbesitzer kommt noch einmal heraus, um mit uns zu plaudern. Er hat gemerkt, wie schlecht unser Spanisch ist und gibt sich redlich Mühe, langsam in Einwortsätzen und mit Händen, Füßen, Zeichnungen und gar Gerätschaften mit uns zu sprechen. Es klappt erstaunlich gut. Mehr und mehr Wörter grabe ich aus den Tiefen – sehr zur Freude unser aller. Unsere erste richtige Unterhaltung. Wir erfahren, dass er nach 20 – 30 cm langen Muscheln, im Meeresboden vergraben, taucht. Welch harter Job, 8 Monate im Jahr, weit entfernt von seiner Familie, die in der Stadt Construction wohnt. Er erklärt uns auch, was die Lichter dort auf dem Meer bedeuten: Das sind Langustenkörbe, die mit Licht gekennzeichnet werden und so die Schiffe warnt. Das hätte ich nicht gewusst.

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Luiz, der Muschelfischer

Luiz, der Muschelfischer

Früh verkrümeln wir uns wieder in unser Zelt. Wir starten lieber früh, damit wir das Tageslicht ausnutzen können und möglichst weit kommen. Um 16.45 geht die Sonne unter und dann ist’s auch eine halbe Std. später dunkel.

In diesem Sinne gute N8

B.

PS: Ein spezieller Gruß an Frau Krüger, unsere Spanischspezialistin. Danke für die vielen Eselsbrücken. tief vergraben kommen die Wörter mehr und mehr in den Sinn. Es wird flüssiger die Sätze vollständiger!

PPS: Früh morgens – vor Sonnenaufgang bin ich ausgeschlafen und ich setze mich ans Meer, beobachte die Blitze übers Meer, die schon wieder (oder immer noch?) minütlich auftauchen, die Pelikane in freier Wildbahn (und nicht im Zoo!), die dicht über der Wasseroberfläche fliegen und plötzlich die Flügel einklappen und – buff – kopfüber ins Wasser stürzen und wie sich das Meer orange färbt, weil die Sonne langsam herauf klettert. Wie herrlich ruhig es hier ist.

Sonnenaufgang in San Rosalito am Pazifik

Sonnenaufgang in San Rosalito am Pazifik

Ein Pelikan in freier Wildbahn - am Strand von San Rosalito

Ein Pelikan in freier Wildbahn – am Strand von San Rosalito

Landschaft und Straßenbelag wechseln ständig

Landschaft und Straßenbelag wechseln ständig

Ehe wir eingepackt haben, hat es sich bewölkt, es blitzt nun fast überall, lass uns sehen, dass wir in besser Wetter kommen. Regen über der Baha – unglaublich!!!

Zusammenfassung Teil 1, USA und Kanada

Verbrachte Zeit: 134 Tage

Gefahrene Kilometer 35681km

Besuchte Bundesstaaten USA: 18. New York, Pennsylvania, Michigan, Indiana, Illinois, Wisconsin, Minnesota, South Dakota, Wyoming, Idaho, Montana, Alsaka, Washington, Oregon, Nevada, Utah, Arizona, Kalifornien

Besuchte Provinzen Kanada: 4, Ontario, Alberta, British Columbia, Yukon Territory

Fahrstrecke:

Fahrstrecke USA Lower48

Fahrstrecke USA Lower 48

Fahrstrecke Kanada

Fahrstrecke Kanada

Fahrstrecke Alaska

Fahrstrecke Alaska

Fahrstrecke USA Süswesten

Viele Grüße in die Heimat

M.

Bye US-Amerika, Buenos Dias Mexico

Mi. 11.11.15

Geschafft, wir sind in Mexiko. wir haben die kleinere Grenze in Tecate gewählt. Auf Anraten verschiedener Insider sei der Grenzübertritt nicht so überlaufen wie der in Tijuana und die Straßen bis Ensenada in besserem Zustand mit weniger Baustellen.

Mit Bedauern verabschiedeten wir uns von den USA. Es war wunderschön hier und wir haben die Zeit hier sehr genossen, vor allem mit unseren neu gewonnenen Freunden.

An der Grenze angekommen! Und nu? Keine Ahnung! Keiner von uns. Wir schauen uns ratlos an. Einer bei den Moppeds und der andere geht auf die Suche. Aber wer? Markus hat mehr Ahnung, aber ich habe mehr Spanisch parat. M. darf wählen und er wählt …. MICH! (grrrr). Ich bewaffne mich also mit Pass, Fahrzeugpapieren, Geld und seinem Handy, auf dem die mexikan. Versicherungspolice für das Mopped drauf zu sehen ist. Die umstehenden Mexikaner lächle ich freundlich an, sie lächeln zurück und zeigen mir gerne, wo es lang geht. Mit halb englisch, halb spanisch radebrechend (ratet mal, wer was radebricht?) finde ich auch endlich  das richtige Büro, bekomme nach ein paar Wörtern Smalltalk auch einen Flyer zum Ausfüllen, den ich irgendwo draußen abgeben muss. Dass ich den auch bezahlen soll für 21 $ erfahre ich erst, als ich an diversen Stellen gewesen bin und am ersten Büro rückgefragt habe. Der junge Beamte im Kassenhäuschen kann recht gut englisch und erklärt geduldig, was ich nun wo tun soll: Kopien von Ausweis, Fahrzeugpapieren und Touristenvisum dort draußen in der Apotheke machen lassen und wieder in ersteres Büro gehen. Dort bekomme ich wiederum einen Zettel, den ich mit den Kopien beim Bezahlhäuschen abgeben – und natürlich bezahlen soll. Gleichzeitig muss man 400 US-Dollar Kaution hinterlegen und 60 $ Gebühr zahlen. Dann lange warten und wenn die Papiere fertig sind alles kontrollieren. Ist alles richtig, ist man fertig. Der nächste bitte. (17.11.15: EDIT: Die 400 Dollar Kaution pro Mopped haben wir per Kreditkarte hinterlegt. Die werden/wurden bei der Ausreise nicht in bar ausgezahlt, sondern auf genau das Konto zurückgebucht!!! Allerdings erst einen Tag später. Man muss also den Beamten vertrauen, dass sie dies auch wirklich tun. Bei unseren beiden haben sie es getan. Diesen Tipp verdanken wir dem Blog der Kradvagabunden und diese Vorgehensweise hat den Vorteil, dass man erstens nicht so viel Geld an der Grenze in Pesos tauschen muss und zweitens nicht bei Ausreise plötzlich soviel Pesos bekommt, die man dann nicht mehr braucht!)

Ich erkläre also M, wie es funktioniert, aber er kommt nicht weit. Das Toruistenvisum erhält er noch, dann ist Schicht: Der PC ist abgestürzt, keine Ahnung, wann er wieder funktioniert. Die Dame vertröstet M. auf La Paz. Grrrrr! Genau das hatten wir vermeiden wollen, habe ich doch noch Susannes Erfahrungen gut in Erinnerung: Viel Lauferei, viele Gebühren mit Botschaft und so weiter beim Übersetzen von der Baha California aufs Festland. Na, uns bleibt nichts anderes übrig, als erstmal weiter zu fahren.

Wir fahren die ersten 100 km ohne Anhalten durch (auch auf Anraten von vielen Insidern). Dann sei es wieder „save“. Kurz vor der Innenstadt in Ensenada suchen wir ein Hotel, aber die Sonne ist schon unter gegangen und wir finden nur Hostels mit offenem Parkplatz an der Hauptstraße. Aber ein Campingplatz direkt am Meer (und der Hauptstraße) sieht ganz vertrauenserweckend aus. Wir haben die Moppeds lieber direkt neben unseren Köpfen.

Für Schrauberinteressierte: Die Mädels haben die 40-tausender Inspektion gut überstanden. Mein Anlasser ist zum zweiten Mal auf Garantie getauscht worden, er hakte seit dem letzten dicken Regen – schon wieder, aber sonst alles ok. M. brauchte neue hintere Bremsbeläge (meine sind beim letzten Reifenwechsel getauscht worden), seine Zylinder mussten eingestellt werden (was laut BMW sehr selten ist und laut Insidern eine 50 zu 50 Chance besteht, dass sie doch eingestellt werden müssen!) und er brauchte einen neuen Switch für das Bremslicht der Hinterradbremse (auf Garantie). Dieser Fehler machte mich fast wahnsinnig, weil dauernd das Bremslicht flackerte und man nie so genau wusste, ob jetzt gebremst wurde oder nicht. In San Jose wurde der Fehler lokalisiert und notdürftig behoben, weil das Ersatzteil erst bestellt werden muss. Dieses haben wir dann in San Diego vorausschauend vorbestellt und nun reparieren lassen. Somit müssten wir erst mal wieder gut gerüstet sein.

Bis bald

eure B.

Freunde in San Franzisko - Markus und Katie

Freunde in San Franzisko – Markus und Katie

Susan, Dan und Danny jr.

Susan, Dan und Danny jr.

Unsere neue Sommerresidenz in LA - Chino Hills bei Dan und Susan.

Unsere neue Sommerresidenz in LA – Chino Hills bei Dan und Susan.

The biest - Wehe hier missversteht einer was!!! ;-)

The biest – Wehe hier missversteht einer was!!! 😉

Dan und Steve auf ihren Biests

Dan und Steve auf ihren Biests

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San Diego - Gastfreundschaft pur: Jilian mit Bella, Kim, B. mit Oskar, Jenna, M. und Dave

San Diego – Gastfreundschaft pur: Jilian mit Bella, Kim, B. mit Oskar, Jenna, M. und Dave

the queen "Bella" - jeden morgen schaute sie die Treppe runter, ihr Gesicht sprach Bände: "Oh nee, sind die immer noch da..."

the queen „Bella“ – jeden morgen schaute sie die Treppe runter, ihr Gesicht sprach Bände: „Oh nee, sind die immer noch da…“

Midway – San Diego (USA)

Mo. 9.11.15

Unser Inspektionstermin ist erst morgen, so machen wir uns zur Midway auf, einem Flugzeugträger von 1945, der mittlerweile außer Dienst als Museum umgebaut ist.

Dort gibt es soviel zu sehen, da könnte man den ganzen Tag verbringen. Für 3600 Männer Besatzung ausgelegt waren 4500 auf dem Schiff untergebracht. Wie eine ganze Stadt. Alte Flugzeuge aus dem 2. Weltkrieg, moderne Maschinen, ja sogar die unterschiedlichsten Hubschrauber gibt es zu sehen. Beeindruckend.

Nebenan ist Miramar – einer der aktuellen Stützpunkte (dort wurde der Film „Top Gun“ mit Tom Cruise gedreht). So bekommen wir die aktuellsten Maschinen zumindest von Ferne zu Gesicht.

Den so dringend benötigten Regen verpassen wir, weil wir noch im Museum sind. Es ist nebelig trüb. Aber mein Helm nimmt den Regen natürlich gerne auf. Mist. Ich hatte ihn ob des schönen Sonnenscheins bei Ankunft senkrecht an die Seite gehängt. Aber im neuerlichen Sonnenschein ist auch das Polster schnell wieder trocken. Wie schnell sich hier das Wetter ändert.

VGB

The midway

The midway

Je nach Dienstgrad war es unterschiedlich bequem

Je nach Dienstgrad war es unterschiedlich bequem

Auf der Midway gibt es

Auf der Midway gibt es „modernste“ Technik zu bestaunen

Processed with Moldiv

Kommandobrücke

Kommandobrücke

Processed with Moldiv

Auf der Kommandobrücke sind Joysticks noch unbekannt.

Auf der Kommandobrücke sind Joysticks noch unbekannt.