Erste Gehversuche in Mexiko

Fr. der 13. (11.15):

Zum Glück hat sich dieses Datum nicht negativ ausgewirkt. Uns geht es (nach wie vor) gut.

Wir wollten den Golf entlang fahren und queren Richtung San Felipe.

San Felipe - Strandbilder

San Felipe – Strandbilder

Straßenverkauf - endlich was zu essen für mich (eingepackt und nicht scharf!!!)

Straßenverkauf – endlich was zu essen für mich (eingepackt und nicht scharf!!!)

Aber wir kommen wegen organisatorischen Dingen nicht bis dorthin. Geldabheben am Automaten muss ich erst lernen. Mein Spanisch ist noch nicht aus den Tiefen empor gekrochen. So brauche ich eine Std., bin 5 mal in die Bank rein und wieder zurück zum Automaten, bis ich alle „si“’s und „no“’s an den richtigen Stellen eingegeben habe und mit Hilfe der geduldigen Angestellten doch tatsächlich Peseten erhalten habe. Einkaufen in Ensenada – auch eineinhalb Stunden.

So ein Hundeleben in Mexiko

So ein Hundeleben in Mexiko

Impressionen aus Ensenada

Impressionen aus Ensenada

So suchen wir uns einen Platz für die Nacht, aber es gibt keine Orte, keinen Campingplatz und es wird bald dunkel. Neben der Straße, im etwas hügeligen Gelände versuchen wir uns unsichtbar zu machen. Die Moppeds stehen dicht hinter einer durchsichtigen Sträucherreihe mit der umgedrehten Regenplane abgedeckt, die von dieser Seite aus schwarz ist. Unser Zelt dicht daneben. M. kontrolliert es von der Straße aus. Wir sind tatsächlich nur schwer auszumachen – wenn man es weiß. Da es ja keiner weiß, bekommen wir auch keinen „Besuch“ und wachen nach einer kalten Nacht sehr früh morgens – gleich nach Sonnenaufgang – auf.

unsichtbar wild campen in der Mitte von Nirgendwo

unsichtbar wild campen in der Mitte von Nirgendwo

Weiter gehts die Golfküste entlang. San Felipe hat Nebensaison und rüstet sich für die Rentner aus Kanada und USA, die hier im Warmen dem kalten Winter in der Heimat entfliehen. Man gibt ein Begrüßungsfest – und wir sind herzlich eingeladen. (Mist, sehen wir schon soooo alt aus?) Eine nette weitläufige Strandpromenade mit vielen kleinen Geschäften und fliegenden Händlern lädt zum Verweilen ein. Wir essen unter den interessierten Blicken der wenigen Leute auf der Straße unsere halbe unreife Honigmelone auf und fahren weiter.

Die Straße ist gut und wir kommen trotz der 4 Militärkontrollen gut voran. Das Militär ist an uns nicht interessiert, 3 winken uns nur durch, die vierte fragt wohl nur pro forma woher, wohin, denn die leuchtenden Augen zeugen von dem Interesse für unsere Motorräder. Die aus der Nähe zu betrachten war wohl eine willkommene Abwechslung. Aber schnell ist auch das erledigt und wir dürfen weiter.

Plötzlich Baustelle – Umleitung, die Straße kriegt wohl eine neue Brücke. Aha! Gut! Dann fahren wir eben drum herum durch Geröll und Sand. Aber es gibt eine Umleitung von der Umleitung. Steil bergauf, schmal wie ein Auto, mit dicken losen Steinen. Ok, 200 m hören sich doch gut an. Aber es gibt eine zweite Umleitung der Umleitung. Wir kommen einfach nicht auf die Straße zurück. Uns kommen Moppeds entgegen. Die hätte ich gerne gefragt, wie lange die Baustelle denn noch ist, aber die Stelle ist so tiefsandig, also schlecht zum Anhalten. Langsam schwant M., dass dies nicht die Umleitung, sondern die alte Straße ist. Neben uns soll laut Navi eine andere Straße entlang gehen, aber 1. sehen wir die nur auf dem Navi und 2. gibt es keine Abzweigung dorthin. Wir ergeben uns in unser Schicksal, sind heilfroh über unsere offroad-Kenntnisse, und bemerken stillschweigend, wie die Straße immer schlechter und schlechter wird. Von sandig, steinig, bis Geröll und Steinstufen, alles vorhanden. Nur Matsch nicht. Dafür ist der Wassermangel zu groß hier. Kurven mit steil aufwärtsgehenden Bodenwellen gespickt mit losen Steinen so groß wie Pflastersteine, lassen zumeist nur den 2. Gang zu – trotz aller Konzentration und trotz allem Können.. Entgegenkommende dirtbikes haben ja auch kein Gepäck und wiegen nur die Hälfte, so dass sie über die Waschbrettpiste nur so fliegen.

Endlich, nach 40 km wieder Asphalt. Wir atmen auf. Alles gut gegangen. Aber das hat viel Zeit gekostet. Wir können noch eine Std. lang fahren, dann müssen wir nach einem Platz für die Nacht suchen. Es soll ein Campingplatz in San Rosalito – 15 km entfernt am Pazifik – geben. Wir fahren hin, die letzten Meter über hubbelige Piste – bis an den Strand. Dort stehen einige Häuser, wenig Verkehr und 2 Fußgänger. die wir nach dem Campingplatz fragen. Sie wissen von nix, raten uns aber zu einem Platz am Strand, wo schon andere „Amerikanos“ campen oder gleich hier, vor seinem  Haus. Danke, nehmen wir gerne an. Kurze Zeit später kommt der Campingplatzbesitzer vorbei. Anscheinend haben die Besitzer ihn aufgetan. Aber wir haben das Zelt schon stehen und wollen nicht noch einmal umziehen.

Im Dunkeln ist schnell gekocht. Es gibt Kartoffeln mit Gemüse in Tomatensoße. Währenddessen kommen die Sterne heraus und der Mond – gerade mal eine schmale Sichel – geht langsam unter. Kein Wunder, dass wir ihn gestern nicht gesehen haben. Da war wohl Neumond. Wie schön, wenn die Sichel kurz über dem Horizont orange leuchtet und den Rest des Mondes sichtbar werden lässt. Aber noch etwas anderes wird sichtbar: Blitze über dem Meer. Huch??? Hier sternenklare Nacht und dort hinter dem Schiff Blitze? Na, hoffentlich bleiben die auch dort über dem Meer. Die brauchen gar nicht näher kommen!!!

Der Hausbesitzer kommt noch einmal heraus, um mit uns zu plaudern. Er hat gemerkt, wie schlecht unser Spanisch ist und gibt sich redlich Mühe, langsam in Einwortsätzen und mit Händen, Füßen, Zeichnungen und gar Gerätschaften mit uns zu sprechen. Es klappt erstaunlich gut. Mehr und mehr Wörter grabe ich aus den Tiefen – sehr zur Freude unser aller. Unsere erste richtige Unterhaltung. Wir erfahren, dass er nach 20 – 30 cm langen Muscheln, im Meeresboden vergraben, taucht. Welch harter Job, 8 Monate im Jahr, weit entfernt von seiner Familie, die in der Stadt Construction wohnt. Er erklärt uns auch, was die Lichter dort auf dem Meer bedeuten: Das sind Langustenkörbe, die mit Licht gekennzeichnet werden und so die Schiffe warnt. Das hätte ich nicht gewusst.

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Luiz, der Muschelfischer

Luiz, der Muschelfischer

Früh verkrümeln wir uns wieder in unser Zelt. Wir starten lieber früh, damit wir das Tageslicht ausnutzen können und möglichst weit kommen. Um 16.45 geht die Sonne unter und dann ist’s auch eine halbe Std. später dunkel.

In diesem Sinne gute N8

B.

PS: Ein spezieller Gruß an Frau Krüger, unsere Spanischspezialistin. Danke für die vielen Eselsbrücken. tief vergraben kommen die Wörter mehr und mehr in den Sinn. Es wird flüssiger die Sätze vollständiger!

PPS: Früh morgens – vor Sonnenaufgang bin ich ausgeschlafen und ich setze mich ans Meer, beobachte die Blitze übers Meer, die schon wieder (oder immer noch?) minütlich auftauchen, die Pelikane in freier Wildbahn (und nicht im Zoo!), die dicht über der Wasseroberfläche fliegen und plötzlich die Flügel einklappen und – buff – kopfüber ins Wasser stürzen und wie sich das Meer orange färbt, weil die Sonne langsam herauf klettert. Wie herrlich ruhig es hier ist.

Sonnenaufgang in San Rosalito am Pazifik

Sonnenaufgang in San Rosalito am Pazifik

Ein Pelikan in freier Wildbahn - am Strand von San Rosalito

Ein Pelikan in freier Wildbahn – am Strand von San Rosalito

Landschaft und Straßenbelag wechseln ständig

Landschaft und Straßenbelag wechseln ständig

Ehe wir eingepackt haben, hat es sich bewölkt, es blitzt nun fast überall, lass uns sehen, dass wir in besser Wetter kommen. Regen über der Baha – unglaublich!!!

Zusammenfassung Teil 1, USA und Kanada

Verbrachte Zeit: 134 Tage

Gefahrene Kilometer 35681km

Besuchte Bundesstaaten USA: 18. New York, Pennsylvania, Michigan, Indiana, Illinois, Wisconsin, Minnesota, South Dakota, Wyoming, Idaho, Montana, Alsaka, Washington, Oregon, Nevada, Utah, Arizona, Kalifornien

Besuchte Provinzen Kanada: 4, Ontario, Alberta, British Columbia, Yukon Territory

Fahrstrecke:

Fahrstrecke USA Lower48

Fahrstrecke USA Lower 48

Fahrstrecke Kanada

Fahrstrecke Kanada

Fahrstrecke Alaska

Fahrstrecke Alaska

Fahrstrecke USA Süswesten

Viele Grüße in die Heimat

M.

Bye US-Amerika, Buenos Dias Mexico

Mi. 11.11.15

Geschafft, wir sind in Mexiko. wir haben die kleinere Grenze in Tecate gewählt. Auf Anraten verschiedener Insider sei der Grenzübertritt nicht so überlaufen wie der in Tijuana und die Straßen bis Ensenada in besserem Zustand mit weniger Baustellen.

Mit Bedauern verabschiedeten wir uns von den USA. Es war wunderschön hier und wir haben die Zeit hier sehr genossen, vor allem mit unseren neu gewonnenen Freunden.

An der Grenze angekommen! Und nu? Keine Ahnung! Keiner von uns. Wir schauen uns ratlos an. Einer bei den Moppeds und der andere geht auf die Suche. Aber wer? Markus hat mehr Ahnung, aber ich habe mehr Spanisch parat. M. darf wählen und er wählt …. MICH! (grrrr). Ich bewaffne mich also mit Pass, Fahrzeugpapieren, Geld und seinem Handy, auf dem die mexikan. Versicherungspolice für das Mopped drauf zu sehen ist. Die umstehenden Mexikaner lächle ich freundlich an, sie lächeln zurück und zeigen mir gerne, wo es lang geht. Mit halb englisch, halb spanisch radebrechend (ratet mal, wer was radebricht?) finde ich auch endlich  das richtige Büro, bekomme nach ein paar Wörtern Smalltalk auch einen Flyer zum Ausfüllen, den ich irgendwo draußen abgeben muss. Dass ich den auch bezahlen soll für 21 $ erfahre ich erst, als ich an diversen Stellen gewesen bin und am ersten Büro rückgefragt habe. Der junge Beamte im Kassenhäuschen kann recht gut englisch und erklärt geduldig, was ich nun wo tun soll: Kopien von Ausweis, Fahrzeugpapieren und Touristenvisum dort draußen in der Apotheke machen lassen und wieder in ersteres Büro gehen. Dort bekomme ich wiederum einen Zettel, den ich mit den Kopien beim Bezahlhäuschen abgeben – und natürlich bezahlen soll. Gleichzeitig muss man 400 US-Dollar Kaution hinterlegen und 60 $ Gebühr zahlen. Dann lange warten und wenn die Papiere fertig sind alles kontrollieren. Ist alles richtig, ist man fertig. Der nächste bitte. (17.11.15: EDIT: Die 400 Dollar Kaution pro Mopped haben wir per Kreditkarte hinterlegt. Die werden/wurden bei der Ausreise nicht in bar ausgezahlt, sondern auf genau das Konto zurückgebucht!!! Allerdings erst einen Tag später. Man muss also den Beamten vertrauen, dass sie dies auch wirklich tun. Bei unseren beiden haben sie es getan. Diesen Tipp verdanken wir dem Blog der Kradvagabunden und diese Vorgehensweise hat den Vorteil, dass man erstens nicht so viel Geld an der Grenze in Pesos tauschen muss und zweitens nicht bei Ausreise plötzlich soviel Pesos bekommt, die man dann nicht mehr braucht!)

Ich erkläre also M, wie es funktioniert, aber er kommt nicht weit. Das Toruistenvisum erhält er noch, dann ist Schicht: Der PC ist abgestürzt, keine Ahnung, wann er wieder funktioniert. Die Dame vertröstet M. auf La Paz. Grrrrr! Genau das hatten wir vermeiden wollen, habe ich doch noch Susannes Erfahrungen gut in Erinnerung: Viel Lauferei, viele Gebühren mit Botschaft und so weiter beim Übersetzen von der Baha California aufs Festland. Na, uns bleibt nichts anderes übrig, als erstmal weiter zu fahren.

Wir fahren die ersten 100 km ohne Anhalten durch (auch auf Anraten von vielen Insidern). Dann sei es wieder „save“. Kurz vor der Innenstadt in Ensenada suchen wir ein Hotel, aber die Sonne ist schon unter gegangen und wir finden nur Hostels mit offenem Parkplatz an der Hauptstraße. Aber ein Campingplatz direkt am Meer (und der Hauptstraße) sieht ganz vertrauenserweckend aus. Wir haben die Moppeds lieber direkt neben unseren Köpfen.

Für Schrauberinteressierte: Die Mädels haben die 40-tausender Inspektion gut überstanden. Mein Anlasser ist zum zweiten Mal auf Garantie getauscht worden, er hakte seit dem letzten dicken Regen – schon wieder, aber sonst alles ok. M. brauchte neue hintere Bremsbeläge (meine sind beim letzten Reifenwechsel getauscht worden), seine Zylinder mussten eingestellt werden (was laut BMW sehr selten ist und laut Insidern eine 50 zu 50 Chance besteht, dass sie doch eingestellt werden müssen!) und er brauchte einen neuen Switch für das Bremslicht der Hinterradbremse (auf Garantie). Dieser Fehler machte mich fast wahnsinnig, weil dauernd das Bremslicht flackerte und man nie so genau wusste, ob jetzt gebremst wurde oder nicht. In San Jose wurde der Fehler lokalisiert und notdürftig behoben, weil das Ersatzteil erst bestellt werden muss. Dieses haben wir dann in San Diego vorausschauend vorbestellt und nun reparieren lassen. Somit müssten wir erst mal wieder gut gerüstet sein.

Bis bald

eure B.

Freunde in San Franzisko - Markus und Katie

Freunde in San Franzisko – Markus und Katie

Susan, Dan und Danny jr.

Susan, Dan und Danny jr.

Unsere neue Sommerresidenz in LA - Chino Hills bei Dan und Susan.

Unsere neue Sommerresidenz in LA – Chino Hills bei Dan und Susan.

The biest - Wehe hier missversteht einer was!!! ;-)

The biest – Wehe hier missversteht einer was!!! 😉

Dan und Steve auf ihren Biests

Dan und Steve auf ihren Biests

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San Diego - Gastfreundschaft pur: Jilian mit Bella, Kim, B. mit Oskar, Jenna, M. und Dave

San Diego – Gastfreundschaft pur: Jilian mit Bella, Kim, B. mit Oskar, Jenna, M. und Dave

the queen "Bella" - jeden morgen schaute sie die Treppe runter, ihr Gesicht sprach Bände: "Oh nee, sind die immer noch da..."

the queen „Bella“ – jeden morgen schaute sie die Treppe runter, ihr Gesicht sprach Bände: „Oh nee, sind die immer noch da…“

Midway – San Diego (USA)

Mo. 9.11.15

Unser Inspektionstermin ist erst morgen, so machen wir uns zur Midway auf, einem Flugzeugträger von 1945, der mittlerweile außer Dienst als Museum umgebaut ist.

Dort gibt es soviel zu sehen, da könnte man den ganzen Tag verbringen. Für 3600 Männer Besatzung ausgelegt waren 4500 auf dem Schiff untergebracht. Wie eine ganze Stadt. Alte Flugzeuge aus dem 2. Weltkrieg, moderne Maschinen, ja sogar die unterschiedlichsten Hubschrauber gibt es zu sehen. Beeindruckend.

Nebenan ist Miramar – einer der aktuellen Stützpunkte (dort wurde der Film „Top Gun“ mit Tom Cruise gedreht). So bekommen wir die aktuellsten Maschinen zumindest von Ferne zu Gesicht.

Den so dringend benötigten Regen verpassen wir, weil wir noch im Museum sind. Es ist nebelig trüb. Aber mein Helm nimmt den Regen natürlich gerne auf. Mist. Ich hatte ihn ob des schönen Sonnenscheins bei Ankunft senkrecht an die Seite gehängt. Aber im neuerlichen Sonnenschein ist auch das Polster schnell wieder trocken. Wie schnell sich hier das Wetter ändert.

VGB

The midway

The midway

Je nach Dienstgrad war es unterschiedlich bequem

Je nach Dienstgrad war es unterschiedlich bequem

Auf der Midway gibt es

Auf der Midway gibt es „modernste“ Technik zu bestaunen

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Kommandobrücke

Kommandobrücke

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Auf der Kommandobrücke sind Joysticks noch unbekannt.

Auf der Kommandobrücke sind Joysticks noch unbekannt.

Hollywood

Sa. 7.11.15

Heute ist Hollywood dran. Auch wenn jeder in LA „oh, no“ sagt und die Augen verdreht. Es ist vermutlich so, wie in Köln am Adventssamstag auf der Hohe Straße. Jeder Kölner verdreht dann auch die Augen. Aber ich möchte gerne hin. Nicht nach Köln, natürlich nach Hollywood. Ein Teil des Hollywood Boulevards ist gesperrt und es ist Verkehrschaos drum herum. Auch einen Parkplatz ist mit Moorbädern nicht so einfach zu finden, weil die Parkhäuser für Autos und nicht für Motorräder sind. Am Straßenrand finden wir einen schönen Platz im Schatten. Aber kaum stehen wir dort, als uns ein Officer besucht. Sehr freundlich erklärt er uns, dass hier nur Anwohnerparken ist und auch, wo wir die Moppeds recht sicher für 2 Std. kostenlos hinstellen können. Nächste rechts und nächste links. Unglaublich! Mitten in LA kostenloses Parken! Um die Ecke von Madame Tussauts Figurenkabinett.

Auf dem Hollywood Boulevard hat M. schnell ein paar Bilder von mir mit 4 leibhaftigen oder regungslosen Jonny Depps geschossen.

Und welcher Depp ist jetzt der richtige?

Und welcher Depp ist jetzt der richtige?

Auch Michael Jackson durfte ich vor seinem Stern in den Arm nehmen und ein Photo machen. Natrürlcih nicht umsonst.

Berühmtheiten leben ewig

Berühmtheiten leben ewig

Aber M. hat sich dann revanchiert und zwei leicht bekleidete Mädels in den Arm genommen – der Schlimmling 😉 – die ICH dann ablichten durfte!!!

En Garde - nimm dich in Acht!!!

En Garde – nimm dich in Acht!!!

Wir stehen von den berühmten Filmtheatern, auf dem Starstrip, auf den Betonplatten mit den Hand- und Fußabdrücken. Welch ein Gefühl, dort zu stehen, auch wenn der richtige Glamour wohl erst mit dem roten Teppich, den echten Stars und den Kameras auftaucht. Aber so weit von zu Hause entfernt kann ich dennoch den Glanz nachempfinden – und ich darf hier sein! Wow!

vor dem berühmten Chinese Theater

vor dem berühmten Chinese Theater

Hollywoodimpressionen

Hollywoodimpressionen

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Pretty Woman lässt grüßen. Das Regent Beverly Wilshire Hotel

Pretty Woman lässt grüßen. Das Regent Beverly Wilshire Hotel

Danach sind wir noch einmal zum Mullholland Drive gefahren – zur „Snake“. Ich wollte doch noch unbedingt ein Photo von uns beiden in dieser berühmt-berüchtigten Kurve haben. Zwar war Rnickeymouse nicht da – der berühmte Fotograf dieser speziellen Kurve – aber ein anderer.: Ray. Er hat netterweise diese Bilder für uns gemacht. (Sobald ich sie habe, stelle ich sie ein, also ein wenig Geduld.) Über diese Bilder bin ich so glücklich, konnte ich einige Stellen dieser Straße doch von den Videos im Internet wieder erkennen. Welch ein Gefühl – so weit von zu Hause entfernt.

Nicole (Nicki) und Ray

Nicole (Nicki) und Ray

The Snake

The Snake

Wir machen die Bekanntschaft einer deutschen Bikerin, die seit 16 Jahren hier lebt. Wir machen ein kleines Toürchen mit ihr in wunderbar relaxtem Speed. Sie im Hanging off, wir in bequemer GS-Haltung. Logo, M. fährt am liebsten immer mit 2 Damen und hier hat er Gelegenheit (so ohne TopCase) auf herrliche Ausblicke – äh – der Landschaft 😉

Bis zum Sonnenuntergang kurven wir durch die Canyons. Leider reicht die Zeit nicht für alle. Dann quälen wir uns zum dritten Mal bei Dunkelheit durch ganz LA. Aber diesmal haben wir keine Lust auf den stundenlangen Stau und hoffen auf Erleichterung nach einer halbstündigen Essenspause. Sie reicht auch, um alle Unfallschäden auf unserem Weg zu beseitigen und für eine verkehrsreiche, aber stauarme Nach-Hause-Fahrt zu sorgen. Welch eine riesige Stadt. Allein Downtown ist 4 Mal so groß wie Köln, 13 Mio. Einwohner in der Metropolregion. Im Dunkeln sehen die Verkehrsadern wie die eines pulsierenden Körpers aus. Man muss dies selbst erlebt haben. Dieses Freewaysystem mit 5 – 6 Spuren pro Richtung ist unbeschreiblich! Zum Glück durchkreuzen wir nun zum 3. Mal heil diesen Verkehr!

Ich hoffe, bei euch ist auch alles heil zu Hause.

VGB

The Snake

The Snake

unser neues Auto???

unser neues Auto???

„The Snake“

Do 5.11.15

Wir wollen unbedingt den Mulholland Drive fahren – „the snake“ – eine berühmt/berüchtigte Straße, kurvig und schmal, die schon unzählige Male wegen einer speziellen Kurve zu Unfällen führte, was in unzähligen Filmen auf youtube und Bildern von Rnickeymouse dokumentiert wurde. Selbst deutsche Motorradzeitschriften berichteten darüber. 

Unser baldiger Gastgeber in LA rät uns davon ab, wir würden enttäuscht sein, soviel Verkehr, nicht schön zu fahren etc. Aber wir wollen es wenigstens mal gefahren sein, selbst wenn wir nicht schön fahren können.

Also machen wir uns auf den Weg und finden schnell den Mulholland Highway. Herrlich! Kein Mensch auf der Straße, kurvig, schmal, kaum Geraden. So cruisen wir im Toruistenmodus daher, nicht zu schnell, aber zügig. Es macht viel Spaß, auch wenn der Adrenalinspiegel tief unten liegt. Wir reizen lieber nicht den Grip bis ins letzte aus, wollen wir ja noch weiter als bis zur nächsten Werkstatt reisen. Plötzlich sehe ich sie, rufe: Da ist the Snake, kuck mal! Sieht genauso aus wie in den Youtube-Filmen M: Nein, kann ja nicht sein, ist nicht der Drive, der kommt ja erst noch. Na gut.Aber diese Straße macht auch viel Spaß….

Nach vielen Meilen kommt endlich der Mulhulland Drive. Es wird auch langsam Zeit, denn es ist schon Nachmittag und die Sonne geht bald unter. Aber was ist das???

Der Asphalt endet hier? Das kann nicht sein. Da stimmt was nicht. Merkwürdig. 

Lass uns mal zurück in den Ort nach Internet schauen und recherchieren, wo genau The Snake ist. Dort treffen wir einen Security -Biker, der uns genau zeigen kann, wo the Snake liegt: Wir haben sie schon gefahren! Es war tatsächlich die Stelle, die mir bekannt vorkam. Aber da keine Besucher, Photografen oder ähnliches dort standen, haben wir sie nicht also solches erkannt. The Snake under cover!

Aufregung in Jalama

Mi. 4.11.15

Wir fahren die Küste entlang. Meist geht die Straße  etwas im Landesinneren vorbei und wir überlegen fieberhaft, wo wir denn in Los Angeles übernachten könnten. In Lompoc haben wir Internet und dort wird fleißig recherchiert. Es gibt für 80 Dollar pro Nacht Motels mit extra Motorradparkplätzen – da weiß man aber auch nicht, wo die Parkplätze liegen. Da nehme ich lieber den Campingplatz für die Hälfte. Oder wir suchen erstmal wild und haben den Campingplatz im Hinterkopf, falls wir nix finden. Bei der Recherche empfiehlt uns ein Radler mit 2 netten Jungs einen Platz echo mal für diese Nacht: Jalama – ein wunderschön gelegener Campingplatz direkt am Strand für „nur“ 25 $.

Gleich am Eingang fängt uns ein Radfahrer ab, Dan, aber M. hat nur Sonnenuntergang gehört und wieder nur Bilder im Kopf. Ich möchte aber nicht unhöflich sein und beantworte gerne die Fragen, soweit mir möglich. Denn auf die Frage, wo wir denn in LA übernachten, kann ich nur Schulter zucken. Er lacht erstaunt, denn damit hat er nicht gerechnet, aber meine Begründung sieht er ein. Er heißt uns dann herzlich willkommen, in seinem Haus am Rande von LA zu übernachten. WOW! Schon wieder Glück gehabt. Trailmagic!

Abendstimmung am Jalama Beach

Abendstimmung am Jalama Beach

Unser Zelt ist gerade noch aufzubauen, dann ist es schon wieder stock dunkel. Hier fährt die Ambulanz, die Feuerwehr und der Hubschrauber nacheinander auf. Aufregung auf dem nur noch wenig besuchten Campingplatz. Hoffentlich konnte demjenigen geholfen werden.

Wir haben endlich die Kohle, die wir seit Lake City mitschleppen, angezündet und ein schönes Steak gegrillt. Wie schön die orangefarbene Kohle im Dunkeln leuchtet. Aber im Wind wird es schnell zu kalt. Wir verkrümeln uns Karo einfach, denn Bären gibts hier nicht. Aber mitten in der Nacht werde ich von einem kämpfenden Knurren 1 m neben meinem Kopf wach. Geträumt? Ich höre Schritte ums Kopfende tappen. Nein, das war echt. Ich stupse M. 4 mal an, bis er endlich aufwacht. Aber mein „da ist ein Hund oder Kojote um das Zelt gelaufen“ bleibt wirkungslos. Vielleicht hätte ich sagen sollen: „Geh mal raus, bewaffne dich mit einem Baseballschläger und rette mich vor der bösen Bestie“. Aber so??? Muss ich wohl selbst ran. Meine Brille und Lampe suche ich mit ordentlich viel Krach, vielleicht vertreibt das ja schon das Vieh. Was aber, wenn ich in ein zähnefletschendes Maul in Augenhöhe blicke, wenn ich das Zelt aufmache? Also lieber noch die Motorradjacke anziehen, die ist mit Protektoren an den Armen gut ausgestattet – nur für den Notfall.

Ich mache das Zelt auf und leuchte raus. M. leuchtet, plötzlich ganz schnell, auch am anderen Eingang raus. Er entdeckt in 10 m Entfernung zwei leuchtende Augen. Huah! Die kamen plötzlich schnell näher, ob der sich auftuenden Nahrungsquelle frohlockend. Die Mondsichel bietet nicht viel Licht, und die Lampe reicht nicht weit, aber soviel konnte man sehen: Es war ein Bär – ein WASCHbär. Mit einem einfachen „kschsch“ ließ er sich vertreiben. Ab durch die Hecke! Ich mache mir Sorgen wegen der Milch und dem Kaffee neben dem Mopped – nicht sicher verpackt. Aber am nächsten Morgen ist nichts angerührt. Puh! Nur den Müll von gestern Abend können wir partout nicht mehr finden.

Westküste

Di. 3.11.15

Es hat in San Francisco tatsächlich die ganze Nacht geregnet. Ich gönne es der Region, die das Wasser dringend nötig hat. Morgens warten wir einfach geduldig, bis es gegen 10 aufhört. Schnell sind die Sachen gepackt und es fällt wieder mal nicht leicht, sich zu verabschieden. Aber Katie ist schon arbeiten und Markus muss auch was tun. Also noch einen Blick zur GoldenGateBrigde und auf Richtung Los Angeles. Es gibt verschiedene Möglichkeiten dorthin.  Wir wählen (natürlich) die langsamste, aber schönste Strecke: über den Hwy 1 – die Westküste entlang über Big Sur. Viele haben uns danach gefragt, so dass ich dachte, der Ort müsse sehr schön sein, aber der ist klein, verwittert, langweilig und hässlich. Den dortigen Strand dürfen wir nur für 10 $ (=Tageskarte Auto!) besichtigen. Dafür würden sie ja auch unsere Sachen bewachen. Is klar, und wenn was fehlt, dann ist das unsere eigene Schuld, weil wir die Sachen nicht eingeschlossen haben… Was also ist an Big Sur so besonders?

Es geht um die Landschaft drum herum. Wenn man diese Straße fährt, kommt man unweigerlich an Big Sur vorbei und genau darum geht es. Man beschreibt mit einem einzigen Wort die unbeschreiblich schöne Steilküste nördlich und südlich dieses Ortes, die herrlichen Ausblicke immer wieder während der Fahrt, auf das schäumende Wasser, auf die vorgelagerten Felsen, die aus dem Wasser stehen, auf die diesig scheinende Sonne, die von der ins Land gedrückten Gicht vernebelt wird… Ich träume und kurve so vor mich hin, trödele hinter den Autos hinterher, bin sehr wortkarg, weil ich diesen Tag so genieße und so gerne am Wasser entlang fahre.

Impressionen am Pebble Beach vor Big Sur

Impressionen am Pebble Beach vor Big Sur

Die Cannery Row in Monterey, John Steinbeck hat ihr mit seinem gleichnamigen Roman ein Denkmal gesetzt

Die Cannery Row in Monterey, John Steinbeck hat ihr mit seinem gleichnamigen Roman ein Denkmal gesetzt

Pazifikküste bei Big Sur

Pazifikküste bei Big Sur

Leider hört diese schöne Landschaft irgendwann wieder auf. Es wird flach. Dort an dem Strand liegen hunderte von Seeelefanten. Die Besucher stehen 10 m daneben, ohne dass sie sich in ihren Zankereien und Raufereien stören ließen. Ich könnte noch lange hier stehen und zuschauen, wie ein Zankapfel einen anderen, friedlich schlafenden Seeelefanten zweimal anstuppst, bis der endlich reagiert und sich auf einen Machtkampf mit ihm einlässt. In das Revier eines dritten eingedrungen, beschwert der sich und geht dazwischen, was den zweiten zurückweichen und sich schlafen legen lässt. Na gut, dann nimmt Monsieur sich eben den Störenfried zum Zanken. Auch gut! Es kommt mir vor wie in der Schule. Wer hat wem was getan…

Seelefanten am Highway No. 1

Seelefanten am Highway No. 1

Da der Sonnenuntergang schon wieder naht, machen wir uns doch auf, einen Platz für die Nacht zu suchen. Der heutige ist wohl nicht so gesellig – es sei denn die neugierigen Kühe statten uns Besuche ab 😉

Gestern Abend hatten wir nämlich in der Nähe von Santa Cruz einen Platz am Straßenrand, der von Hundebesitzern und Autofahrern gleichermaßen oft benutzt wurde. Ein Auto hielt an und rief laut: He, Guys, seid ihr schon am schlafen? Nein, nur im Zelt, weil kalt draußen. Aber schon ausgezogen, aber das macht ja nichts. Auf einen Drink und ein Dinner eingeladen kann man ja noch mal aufstehen. Ein junges Taucherehepaar aus Russland und Slowakei mit einer süßen, aufgeweckten 2-monatsratte, selber Traveller, wussten genau, was sie uns gutes anbieten konnten: Eine Dusche, etwas zu essen und ein Dach über dem Kopf. Wir nehmen das Essen und den Wein gerne an, aber die Dusche hatten wir morgens schon und das Dach… Tja, ich  möchte lieber neben meinem Mopped schlafen, sorry! Aber danke sehr! Echt nett die beiden.

Hoffe, bei euch ist es auch so nett.

VGB

Abenteuer

So.1.11.15

Die Hausbesitzer kommen erst heute Abend, also haben wir noch einmal einen ganzen Tag Zeit zum Sightseeing – heute mal ohne Moppeds, sondern mit dem Bus in die Stadt. Natürlich hält er an (fast) jedem Block und braucht entsprechend lange, macht aber nix, denn wir haben ja Zeit. Wir wollen zur Endstation der Cablecars und von vorne bis hinten fahren. (Es fahren nur mehr 2 Linien und 44 Wagen.)

Die Schlange ist lang, weshalb selbst M., der hier in S F. schon mal war, auch noch nie gefahren ist. Ich möchte aber so gerne mit dieser Bahn fahren. Also warten. Es geht doch erstaunlich schnell, da alle naselang die nächste fährt. Die Fahrer haben Stress, die dummen Touris von allem Möglichen abzuhalten – hier darf man nicht stehen, dort auch nicht, hinten nur 2 Personen, den Rucksack nur vorne auf dem Schoß etc. etc. etc. Er kann nicht Augen genug haben. Zwischendrin natürlich das handwerkliche Cablecarfahren. Er hat richtig viel zu tun, ist ständig in Bewegung, vor, zurück, nach oben, nach unten, wieder bremsen, wieder vorwärts… Es geht ja auch alle 100 m rauf und wieder runter. Wir tuckern mit einem Grinsen im Gesicht langsam durch die Stadt, er hält ja auch alle Naselang an – wie zuvor der Bus. An einer Straßenecke, kurz vor der rot angestrichenen Steilauffahrt – springt der Fahrer raus und holt sich mal eben was zu trinken an der Ecke. Alles wartet geduldig, auch der Verkehr hinter ihm. Als er wieder losfahren will, klappt das nicht. Irgendwas stimmt nicht. Er versucht es nochmal, aber hier wird der Fahrer hektisch und brüllt in sein Walkie-Talkie Code 900, Code 900 – keine Antwort – Code 900 stop the cable… Jetzt hören wir, dass unter uns der Krach aufhört und alles hält den Atem an.

Impressionen und das kaputte Kabel

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Unterwegs mit dem Cable Car

Unterwegs mit dem Cable Car

Puh! Jetzt lächelt der Fahrer tatsächlich. Geschafft. Nun bittet er uns alle auszusteigen, weil heute auf dieser Linie keine Bahn mehr fahren wird: Das Kabel ist gerissen! Schade. Aber die nächste (volle) Bahn der anderen Linie wird uns bestimmt mitnehmen. Keiner schimpft, sondern alle Leute lachen. Wir hatten mit den 7 Dollar ja auch kein Premiumticket, sondern ein Abenteuer gebucht, oder?! Tataaa: Das nächste Cablecar – natürlich vollbesetzt – kommt auch wenige Minuten später und es gibt ein paar Stehplätze auf der Britz. Die Reling ist ganz schön knapp bemessen und ich muss mich anstrengen, nicht nach unten zu sehen und mich bei dem Gewackel immer schön festzuhalten.

Es gibt noch etwas Sightseeing für den Rest des Tages: Die Fishermans Warf, die Robben auf dem Pier und das U-Boot im Hafen vom 2. Weltkrieg. Alles sehr interessant, logisch. Morgen gehts weiter Richtung Süden.

VG + Gute N8

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Klavierspielen ganz einfach!

Klavierspielen ganz einfach!

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alte - mechanische - Spielgeräte

alte – mechanische – Spielgeräte

Einer der vielen Straßenmusiker

Einer der vielen guten Straßenmusiker

Pier 39

Pier 39

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Halloween

Sa 31.10.15

Uns begrüßen die beiden Katzen als erstes. Sie vermissen ihre sonstigen „Dosenöffner“. Luna verschmähte das, was ich ihr hinstellte komplett und rührte bisher nichts an, nicht einmal die Leckerlies. Erst heute Abend lässt sie sich herab, eine Kleinigkeit zu fressen. Dafür streikt jetzt Max. Hm!

Das sonnige Wetter von gestern schlägt langsam um, es wird trübe und nebelig: Halloweenwetter – pünktlich! Wir gehen noch mal los und wollen uns ins Treiben stürzen. Es ist echt der Wahnsinn, wie manche sich hier viel Mühe machen und den eigenen Garten und Eingang außergewöhnlich phantasievoll und abwechslungsreich dekorieren, um dann einen Abend lang kostümiert auf den Treppenstufen zu sitzen und Süßigkeiten zu verteilen. Viele haben da richtig viel Geld reingesteckt! Wir sind in einem „berüchtigten“ Viertel, berüchtigt für die aufwendig dekorierten „Gräber“ und viele Leute kommen mit ihren Kindern kostümiert wie bei uns Karneval, selbst die Erwachsenen, von außerhalb hierher. Hochinteressant und aufregend!

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Halloween-Impressionen

Halloween-Impressionen

Zuvor haben wir noch ein klein wenig Sightseeing gemacht: Die Straßen von San Franzisko. Man muss sie selbst mal gefahren sein, um zu wissen, wie steil sie wirklich sind. Erinnerungen an meine ersten Steilabfahrten kommen hoch, wo ich über die Kante nicht sehen konnte und mich blind runter stürzen musste. So ähnlich ergeht es einem hier auch bisweilen. Vor allem den berühmten Teil der Lombardstraße haben wir „erklommen“ – halt, das ist falsch – Einbahnstraße, es geht nur den Berg runter und man muss sich in der Schlange hinten anstellen, die dann entsprechend langsam in weniger als Schritttempo runter“steht“. Unten regeln 2 Polizisten den Verkehr, sonst ginge hier gar nichts mehr. Sehr aufregend!!!

GGB - so wie sie sich auch gerne mal zeigt: bei ansonsten herrlichem Sonnenschein hier verschnupft im Nebel (und wir hatten die Ehre, sie gestern im vollen

GGB – so wie sie sich auch gerne mal zeigt: bei ansonsten herrlichem Sonnenschein hier verschnupft im Nebel (und wir hatten die Ehre, sie gestern im vollen „Ornat“ zu sehen)

Die Transamerikapyramide

Die Transamerikapyramide

kurz VOR der Touristenmeile Pier 1 und 2 von der Seeseite

kurz VOR der Touristenmeile Pier 1 und 2 von der Seeseite

Pier 1 und 2 von vorne

Pier 1 und 2 von vorne

Wir sehen einige Cablecars entgegen kommen und werden sie morgen dann mal „entern“.

Mitten während der Fahrt werden wir von einem vollbesetzten Mietwagen mit heruntergelassenen Scheiben nach unserem Ziel befragt. Luis – selber Motorradreisender und Hotelbesitzer aus Costa Rica – bietet uns seine Erfahrungen und Hilfe beim Übersetzen nach Südamerika an. Gerne! Vielleicht treffen wir uns in seiner Heimat wieder.

Nachdem wir morgens einige unserer Probleme in San Jose beim dortigen BMW Händler lösen konnten, fehlt jetzt nicht mehr viel zu unserem Glück. Ich habe entgegen meiner Befürchtungen doch das Paket mit meiner alten Motorradhose aus D-land bekommen, die deutlich besser passt; das neue Windshield ist da und montiert, so dass jetzt M. ein größeres und ich sein vollständiges (altes) habe; eine passende Abdeckung gegen nächtliches Reinregnen in unsere nicht mehr wasserdichten Koffer ist gefunden und die Ursache für das ständige Flackern von M.’s Bremslicht (ohne zu Bremsen) eruiert und notdürftig beseitigt; zudem haben wir bereits den nächsten Inspektionstermin in San Diego vereinbaren können. Es fehlen also nur noch die wasserdichten Innentaschen, die dann wohl bis Lerma/Mexiko warten müssen, weil sie dort deutlich billiger sind als in den USA und weil das Paket aus D-land Flugmeilen sammelt und immer noch nicht zurück ist, so dass für einen dritten Versand die Zeit nicht mehr reicht.

Zuhause angekommen steht nur eine Katze am Eingang, die andere ist verschwunden und bleibt auch verschwunden. Wir gehen sofort auf die Suche und entdecken 2 offene Fenster. Mist, das habe ich hinter der Gardine gar nicht wahrgenommen. Uns geht der A… auf Grundeis. Wir haben die Fürsorge der beiden übernommen und nun fehlt eine. Mist, Mist, Mist! Wir suchen überall und nochmal und nochmal. Endlich finden wir sie – mitten in unserem schlecht gemachten Bett unter der Decke und schaut uns ob der Störung empört an. Na, Gott sei Dank! Räuber! So eine Aufregung!

Zum Glück ist unsere Aufregung an diesem Tag immer positiv ausgegangen. Was geht es uns doch gut!

Wir hoffen euch daheim auch.

Happy Halloween – B.