Und ewig lockt der Kaffee

Vollmond gerade aufgegangen, golden und groß wie der Baum rechts und links

Vollmond gerade aufgegangen, golden und groß wie der Baum rechts und links

Di 29.9.15

Canyonlands – mehr kann ich nicht sagen, mir fehlen die Worte. Ich bin sprachlos. Anscheinend hat der liebe Gott hier große Bauklötze im Sand versteckt und nun ist der Sand durch das Raster gefallen.

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Wir fahren erst oben auf dem Hochplateau alle Wege ab, welche Aussichten. Welche riesigen Pinns, die von hier oben so klein aussehen. Wie ein Kinderspielplatz! Aber es ist echt, vor allem echt groß.

Huh ist das hoch - es geht senkrecht runter - ohne Sicherung

Huh ist das hoch – es geht senkrecht runter – ohne Sicherung

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Der Colorado

Der Colorado

Die White Rim - Es gibt einen 100 Meilen langen Weg diese Kante entlang. (ein kleines Stück sind wir auch gefahren.)

Die White Rim – Es gibt einen 100 Meilen langen Weg diese Kante entlang. (ein kleines Stück sind wir auch gefahren.)

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M. war hier vor Jahren schon mal mit dem Auto und wollte immer mal da runter. Und heute ist es so weit. Die Frage, ob ich wissen will, wie der Shafer-Trail aussieht, hätte er sich sparen sollen. Natürlich nicht! Ist immer besser, wenn ich die Abgründe NICHT vorher sehe. So unterhalte ich mich lieber mit anderen Urlaubern, die anscheinend dasselbe Problem haben. Er will runter und sie hat schon genug vom Sehen.

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Aber ich werde nicht gefragt und so ist irgendwann der A… im Shafer-Trail drin. „Zur Belohnung gibts unten in Moab einen schönen Kaffee!“ (Er weiß, womit er mich locken kann.) Aber ich habe nicht die ganzen Trainings umsonst gemacht. Ich WEIß, dass ich das kann. Ich muss nur meine Nerven in den Griff kriegen. Keine Leitplanken, der Weg breit wie ein Auto, nur für 4-wheelers zugelassen. (2 + 2 = 4! Genehmigt! 😉 In Serpentinen gehts abwärts und M. hat wieder nix anderes als Bilder im Kopf. Na gut, wie sagte Guido von „dirt4fun“? „Dann kuck doch nicht hin, wenn du Stress hast!“ Er meinte zwar den Matsch im ersten offroad Training, aber seitdem ist dies ein immer wieder gern zitierter Spruch für alle Lebenslagen. Also kuck ich halt nicht in den Abgrund runter (Es geht direkt neben der Straße sehr lange senkrecht abwärts. Wie weit, weiß ich nicht, hab nicht hingekuckt!) Ich halte erst an, als ich unten bin (800 m tiefer) und warte im Schatten auf M. 32 °C. Ich dachte, damit hätte ich jetzt das Schlimmste überstanden, aber weit gefehlt. Eh wir wieder Asphalt zu sehen bekommen, haben wir noch einige „Knusperstückchen“ (wie Guido immer sagte) zu bewältigen: steinige Treppenstufen, trailmäßig runter UND rauf, wie auf einem alpenländischen Gebirgspfad gehts zu. Auch die tiefen, sandigen Spurrillen (die von nasseren, matschigeren Zeiten herrühren) werden nicht netter, nur weil der Sand rot ist. Wie gut, dass die Aufnahme des Trails nicht die Akustik meines Helms beinhaltet. Kaum durch, kann sich M. vor Lachen kaum auf dem Mopped halten. (Vielleicht sollte ich die Kommunikation demnächst vorher ausschalten!) Haben sich die Mühen gelohnt? Natürlich! Wie immer, nassgeschwitzt, aber glücklich, schaue ich in die grandiose Landschaft! Das ist wirklich einmalig auf der Welt.

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Auf dem Shafer-Trail: Der Fliegenschiss in der Mitte bin ich

Auf dem Shafer-Trail: Der Fliegenschiss in der Mitte bin ich

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geschafft, unten! 800 Höhenmeter tiefer! 32 °C und nassgeschwitzt, aber glücklich und stolz.

geschafft, unten! 800 Höhenmeter tiefer! 32 °C und nassgeschwitzt, aber glücklich und stolz.

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Der Colorado - irgendwann fließt er durch den Grand Canyon. Bereits hier gräbt er sich mehr und mehr ein. ca 18 -23 cm jedes Jahr.

Der Colorado – irgendwann fließt er durch den Grand Canyon. Bereits hier gräbt er sich mehr und mehr ein. ca 18 -23 cm jedes Jahr beträgt die Erosion.

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Zu spät zum Kochen - hier gibts was leckeres. Den 40 km Weg über Straße im Dunkeln kennen wir schon, denn unser Zelt haben wir oben auf den Hochplateau gelassen.

Zu spät zum Kochen – hier gibts was leckeres. Den 40 km Weg über Straße im Dunkeln kennen wir schon, denn unser Zelt haben wir oben auf dem Hochplateau gelassen.

Neben uns die Mountainbiker, die mit großen Augen staunen, wie man diesen Weg denn überhaupt mit solch dicken Moppeds und Gepäck fahren kann. Und wir schauen mitleidig bei den steilen Anstiegen. Nein, hier ohne Motor hoch? Selber treten? Bei DER Hitze? Bloß nicht!

Jedem das seine! Und mir zum Abschluss einen Kaffee! Hmmmmm….

VGB

Olympia die 3. – Park City

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So 27.9.15

Wir haben schon wieder olympischen Boden betreten: Winterspiele von 2002 von Salt Lake City – Park City. Morgens im Café sitzen wir einer olympischen Medaillenhoffnung gegenüber: Nik Seemann.

In unserer Mitte eine zukünftige Berühmtheit: Nick Seemann, Freestylist und Medaillenanwärter der nächsten olympischen Spiele - und wir haben uns mit ihm unterhalten. Er war von unserem

In unserer Mitte eine zukünftige Berühmtheit: Nik Seemann, Freestylist und Medaillenanwärter der nächsten olympischen Spiele – und wir haben uns mit ihm unterhalten. Er war von unserem „Projekt“ genauso angetan, wir wir von seinem!

Welch netter Kerl. Später besuchen wir seine Trainingsstätte und sind beeindruckt ob solcher Bedingungen. Kein Wunder, dass die US-Jungs und Mädels so gut sind.

Ski - Freestyle : Wahre Könner und wohl Olympiaanwärter. Wir haben mehrfache Schrauben und Salti in einem einzigen Sprung gesehen!

Ski – Freestyle : Wahre Könner und wohl Olympiaanwärter. Wir haben mehrfache Schrauben und Salti in einem einzigen Sprung gesehen!

Ski - Freestyle im Sommer: Verschiedene Rampen zur Auswahl, ab ins Bassin, welches mittels Sprudelautomat auch weiß

Ski – Freestyle im Sommer: Verschiedene Rampen zur Auswahl, ab ins Bassin, welches mittels Sprudelautomat auch weiß „angemalt“ werden kann.

Wir reißen uns los und fahren die Strecke, die uns ein weiterer Moppedfahrer empfohlen hat. Landschaftlich wie Motorradtechnisch sehr schön. Die Berge (zwischen 1500 und 3000 m hoch) wechseln baumbewachsen und kahl ab. Aber eins haben sie alle gemeinsam: Sie sehen aus, wie vom Steinmetz behauen, als ob Burgen und Schlösser im Sand verschüttet wären. Wir könnten hinter jeder Kurve unzählige Bilder machen.

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Wir müssen los, bis später…

VGB

Auf unserem „Camping´platz“ am Green river mit Kaltwassergeysir (für umsonst) treffen wir auf andere Offroader. Die Bagagefahrerin spendiert zwei kalte Biere und eine halbe Melone. Außerdem informieren sie uns über die heutige totale Mondfinsternis, schon um halb 9, also kaum ist die Sonne untergegangen gehts auch schon los. Wow! DAS hab ich noch nie gesehen und kommt hier wohl alle 22 Jahre vor. Und wir sind genau jetzt hier! Die umliegenden Camper schlafen lange, aber ich höre seit gestern Abend immer so ein Plätschern. Irgendwie hat der Wecker heute morgen geklingelt und wir sind schon um halb 8 draußen. Mal schauen, was der Geysir so macht. Ja, hier ist ein Wasserbecken und hier läuft das Wasser runter in den River. Merkwürdig, dass ich das gestern Abend übersehen habe. Alles ist schön orange oder gelb, manchmal weiß. Es riecht nur wenig nach Schwefel, aber es blubbert und schäumt schön. Wir bauen unser Zelt ab und hören wie es kräftig faucht. Huuuu, da spuckt er aber Wasser, glatt 2 m hoch. Mehrfach. wir packen weiter und als ich fertig bin, stelle ich merkwürdige Ruhe fest. Ich höre gar kein Plätschern und Fauchen mehr. Ich schaue nach und der Geysir ist trocken gelaufen. Kein Wasserbecken, kein Fauchen, nur ein Wasserplätschern in der Tiefe. Und wir haben es gesehen. Der frühe Vogel fängt den Wurm! Die anderen Camper haben das verpasst. Dieser Geysir spuckt nämlich nur alle 2 Tage! Das nenn ich Timing!_MG_0116_MG_0082

Green River ist berühmt für Melonen... hm lecker

Green River ist berühmt für Melonen… hm lecker

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Salt Lake City

Sa.26.9.15

Wir packen uns auf, kaum dass die Sonne aufgegangen ist, und fahren zum Tanken. Dort entdeckt M. in derTageszeitung einen Bericht über die heute stattfindende Flugshow – in Erinnerung an den Krieg, der vor 70 Jahren zu Ende gegangen ist – mit alten Flugzeugen und ebensolchen Gerätschaften. Wir entschließen uns spontan, die 20 Buks Eintritt auszugeben. Es gibt alte Panzerfäuste, Pistolen, Gewehre, Maschinenpistolen und was weiß ich alles für Mörderwerkzeug. Keine andere Spezies geht derart gegen die eigene Art vor, nur wir Menschen. (Wir sollten uns mal ein Beispiel an den Tieren nehmen.) Ich bekomme Beklemmungen angesichts dieser Dinge. Die Amerikaner sehen das lockerer, nehmen fröhlich all die „toys“ in die Hand und posieren für Photos. Und ich dachte, die hätten vielleicht Ressentiments uns gegenüber, weil wir aus D-land sind. Aber viele haben deutsche Vorfahren und sehen die Vergangenheit als vergangen an. Auf dass uns diese Fehler nicht noch mal passieren.

zwei Mustangs am Himmel: P-51

zwei Mustangs am Himmel:
P-51

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Diese Maschine haben wir in Aktion gesehen.

Diese Maschine haben wir in Aktion gesehen.

Gegen Mittag wollen wir dann doch los, auch wenn einige alte Flugzeuge in die Luft gegangen sind. M. will wiedermal den Interstate vermeiden, nimmt die kleine Straße daneben. Sie wird schlecht und schlechter. Erst dicke Flatschen an Schlaglöchern, dann mehr und mehr Bodenwellen, bis die ganze Straße nur noch aus solchen besteht. Schotter kommt hinzu, irgendwann auch noch Sandverwehungen. Mir reichts. Mittlerweile im 2. Gang angekommen entscheiden wir uns zum ersten Mal, die 13 km zurück zu fahren, anstatt es weiter zu probieren, denn die nächste Möglichkeit auf den Interstate zu gelangen, gibt es erst in 50 km.

Fahren wir oder fahren wir nicht?

Fahren wir oder fahren wir nicht?

Auf diesen Kampf lassen wir uns nicht ein. Also langweilige 2 Std. über den Interstate. 100 km nur geradeaus, so dass die erste Kurve dick mit Schildern angekündigt wird. Rechts und links nur platte Salzebene, die ringsum von Bergen eingesäumt wird. Es gibt kräftigen Seiten- und Gegenwind. Morgen gibts bestimmt Muskelkater im Nacken vom Dagegenhalten. Trotzdem werde ich müde, eine Kaffeepause wäre nicht schlecht, aber die gibts erst kurz vor Salt Lake City.

Dort in Salt Lake City angekommen gibt es zwei große Events: 1. eine Komicconvention – eine Art Messe, fast so wie Karneval bei uns

Arven und Aragorn (hat der in HdR auch ne Sonnenbrille getragen?)

Arven und Aragorn (hat der in HdR auch ne Sonnenbrille getragen?)

und 2. haben die Mormonen einen Kongress und waren schick herausgeputzt. So wimmelte die Stadt von unterschiedlichsten Leuten. Dem Verkehrschaos können wir aber entgehen, weil wir einen Motorradparkplatz gefunden haben! Wenns nicht für ein Auto reicht, dann für Moppeds doch alle mal und ein Schild kündigt das freie Parken bis 6 PM an. Na klasse! _MG_9804

Gegenüber ist das Mormonenareal. Ein riesiges Gelände mit ca 10 Gebäuden  und  einer Kirche in der Mitte. Die heißt hier aber Tempel und darf nicht besichtigt werden. Mist. Aber wir erfragen uns im Visitorcenter alle Infos, die uns interessieren, vor allem, wie es innen drin aussieht: 177 kleine Räume beherbergt der Tempel. Also nicht wie unsere Kathedralen. Da uns die junge Frau mehr und mehr bekehren möchte, breche ich das Gespräch kurzerhand ab. Die Stadt macht einen äußerst sauberen Eindruck, wohl auch ein Einfluss der Mormonen, die hier 70 % der Bevölkerung ausmachen.

Der

Der „Tempel“ der Mormonen in Salt Lake City

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schön hier, aber kein Camping erlaubt :-(

schön hier, aber kein Camping erlaubt 😦

Noch ein Plätzchen zum Schlafen außerhalb der Stadt in Richtung unserer morgigen Route – Ziel: Moab (= die Outdoorhauptstadt Utahs) dort soll es sich schön Mopped fahren lassen…

VGB

Beautyful desert

Fr. 25.9.15

Beautyful? Schöne Wüste? Was ist an Wüste schön? Wie können Menschen hier leben? Wovon? Woher kommt das Wasser? Was fressen denn die Kühe, die hier gehalten werden? Da muss doch jede Wiese bewässert werden, oder?!

Wir haben heute einen Mann getroffen, der hatte auf all diese Fragen Antworten. Aber von vorne.

Wir packen unsere Sachen zusammen und geraten in Streit, denn ich habe schon den ganzen Morgen Stress und bin nicht so gnädig und cool wie sonst. Stress wegen des 200 m Sandweges, aus den Dünen heraus. Und M. nervt, dass ich an meinem Mopped keine Zusatzsteckdose habe, weshalb er seines im Sand hin und herschieben muss, damit auch meine Reifen mit dem schönen elektrischen Gerät überprüft werden können.

Sollen wir heute den Schotterweg fahren? Damit der langweilige Interstate nicht so lange gefahren werden muss? Nein, nicht wenn wir Strecke machen wollen. Lieber ohne. So die Vereinbarung von morgens. Es dauert nicht lange, da verlässt M. den Interstate – mein Navi sagt, weiterfahren. Aber wie immer wird das gefahren, was der vorne will. Da M. aber immer wieder Dinge verliert, die ich aufsammle (weil ich hinter ihm fahre und das mitbekomme), fährt er meist vorne. Also runter. Ein kleines, schönes geteertes Sträßchen, welches aber nach 30 km in die falsche Richtung weiter geht. Navi sagt abbiegen, auf die Schotterstraße. M. wundert sich, die Karte und NAvi hätten ohne Schotter angezeigt. Jep, das würde ich jetzt auch behaupten. Ich füge mich in mein Schicksal, arrangiere mich halt. Kategorie eins, da kann man auch 100 im 6. Gang drüber brettern – meistens. Aber irgendwann geht der Weg nur zur Miene und der richtige Weg ist schon Kategorie 2, was sich allein schon darin äußert, dass das Wohlfühltempo meist im 4. oder 5. Gang gefahren wird, also schon deutlich langsamer, was sich für das „Strecke machen“ eher nachteilig auswirkt. Aber nun müssen wir durch, keiner hat Lust 60 km zurück zu fahren und einen Umweg von 120 km in Kauf zu nehmen. Also weiter. Sehr kurvig mit viel Waschbrett. Hier ist kein A… wirklich niemand. Wir überholen keinen, uns kommt keiner entgegen. 100 km Piste und wir sind komplett allein. Welcher Hornochse fährt schon hier lang? Nur wir sind anscheinend so bescheuert. Was wenn wir hier eine Panne haben? Da kann uns dann wirklich niemand helfen. M. bietet mir an, vorne zu fahren, damit ich nicht immer seinen Staub schlucken muss. Nett gedacht, aber wer sammelt bei dieser Ruckelei denn deine Klamotten auf? Also schnell wieder getauscht. Wir kommen an sehr erstaunlichen Spots vorbei. Auf einmal ist alles grün hier. Ob der nahegelegene Stau“see“ ein Leck hat? Auch sind plötzlich außer uns beiden weitere Rindviecher auf der Straße. Was fressen die denn hier?

Irgendwann ein Ort: Tuscadora. Hier fahren tatsächlich Autos. Eins davon überholen wir und kommen an der Post mit dem Fahrer ins Gespräch. Mittlerweile in Rente lebt er hier. Seine Eltern sind von Kalifornien hierher gezogen. Hierher? In die Wüste? Ich schaue ungläubig. Ja, so habe er damals auch geschaut, sagt er und beschreibt, wie schön es hier ist. Auch wenn es hier knochentrocken aussähe, so gäbe er hier doch überall Wasserquellen, meist unterirdisch fließend, aber doch immer wieder hervorkommend.  Man sähe das an den grünen Stellen. Stimmt, an einem sind wir eben vorbeigekommen. Die ganzen Creeks zeugen davon und außer im Sommer führen die auch Wasser. Die Tiere wissen, wo das Wasser an die Oberfläche kommt. Die wissen auch, welche Pflanzen die Feuchtigkeit halten und fressen die dann. Hier wäre gar keine Wüste, die wäre erst an den Salzseen, DAS wäre die richtige Wüste. Im Winter liegen hier 2 Meter hoch Schnee, alles ist weiß bedeckt und wunderschön. Dann blüht die Wüste im Frühjahr, wenn der Schnee schmilzt. Nur jetzt sieht alles so braun aus. Ich frage nach dem Bittermandelduft. Ja, das sind die Sträucher, die so ölhaltig sind, dass sie wie Zunder brennen, fast explodieren. (Also doch!) Außerdem würden mancherorts die Wasserquellen nach  Zwiebeln riechen, weil dort wilde Zwiebeln wachsen. Und Sorge vor einer Panne bräuchte man auch keine zu haben, die Leute hier wären sehr hilfsbereit. Man hilft sich untereinander immer sofort. Jaaaaa, wenn denn mal einer vorbei käme. Er winkt ab. Er hätte uns schon vor 30 km gesehen, wir wären die ganze Zeit hinter ihm hergefahren. Ich habe ihn nicht gesehen, aber zu meiner Entschuldigung auch auf die Straße geachtet und nicht auf irgendwelche Staubfahnen. Es wäre ihm aufgefallen, wenn wir nicht weitergekommen wären und er hätte nachgeschaut. Dies beruhigt mich doch ungemein. Dieser (triste) Ort hier war mal eine blühende Stadt von 10.000 Einwohnern. Die lebten von den Mienen hier in der Umgebung. Er selbst war Straßenbauer und nur kurz in der Miene beschäftigt. Hier wird immer noch nach Gold gesucht. Wir danken für das ausführliche Gespräch und fahren weiter nach Bonneville zu den Saltflats.

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M. in Aktion

M. in Aktion

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Hier wird jeden Sommer die 10 Meilen lange Strecke für Geschwindigkeitsrekorde bereitet. Aber irgendwann regnet es und das Wasser sammelt sich auf dem Salz. Dann ist Ende im Gelände. So auch als wir kommen. Nix is mit Rennstrecke, nix mit Mopped drüber fahren. Hier ist ein riesiger, knöchel- knietiefer See. Bis zum nächsten Sommer, wenn das Wasser verdunstet ist, die Strecke neu hergerichtet wird und wieder Fahrzeuge versuchen, den Rekord zu brechen.

Statt dessen parken wir zu Beginn des „Sees“ im Salz-Sand-Gemisch und bauen – wie ein anderer Moppedfahrer zuvor – unser Zelt hier an diesem geschichtsträchtigen Ort auf. _MG_9665 _MG_9671_MG_9672

geschichtsträchtiger Zeltplatz im Mondschein

geschichtsträchtiger Zeltplatz im Mondschein

M. - auch in Aktion

M. – auch in Aktion

Mopped bei Sonnenaufgang am Rande des Salzsees

Mopped bei Sonnenaufgang am Rande des Salzsees

Nebenbei bemerkt: Wir sind über eine State-Grenze (mit einer Stunde Zeitsprung) gefahren, die mitten durch den Ort verläuft. Direkt hinter der Grenze stehen prächtige Bauten: Kasinos. In Nevada ist das Glücksspiel erlaubt, aber in Utah nicht. Deshalb werden die Kasinos so dicht hinter die Grenze gebaut, fast, als ob sie den anderen hinter der Grenze eine lange Nase zeigen. Ätschibätsch.

Die Sonne ist hinter den Bergen verschwunden und es ist noch früher dunkel, trotz Zeitsprung. Aber der fast vollständige Vollmond wirft Schatten und wir sitzen bei 27 Grad neben den Moppeds. Welch ein Ort zum Übernachten!

VGB

Landesinnere/Wüste

Mi + Do 23/24.9.15

Wir biegen von der herrlichen Küste Oregons ins Landesinnere ab. Noch ein kleiner Abstecher ans Meer, wo wir bei den hereinbrechenden Wellen frühstücken. Ich könnte stundenlang zusehen. Gestern Abend haben wir Seelöwen in der Brandung beobachten können, direkt vom Aussichtspunkt.

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Aber wir waren zu unruhig, um noch den Sonnenuntergang mitzunehmen. Wiedermal hat uns die Suche nach dem Campingplatz den Sunset verdorben. Mist. Das müssen wir also verschieben, denn wir wollen zum Crater Lake. Die Straße gehört wieder uns. Null Verkehr. Wieder fällt uns die umgebende Trockenheit auf, staubtrockene Straßenränder, braune Wiesen und Rinnsale in mächtigen Flusstälern. In Rapidvillage (Rapid=Stromschnelle) hats wohl schon lange keine Rapids mehr gegeben, denn die Steine und Felsen liegen trocken, dazwischen nur stehende Gewässer.

Kurvig erreichen wir über den Highway 38 den Crater-Lake im Nationalpark. Normalerweise kostet jeder Nationalpark extra Eintritt, aber wir haben ja unseren Jahrespass. (Den zu kaufen war eine gute Entscheidung.) Der erste Wow-Ausguck und wir sind hin und weg. Sonne, blauer Kratersee und mittendrin ein Vulkan im Vulkan.

Der Vulkan im Vulkan

Der Vulkan im Vulkan

Der Vulkan im Vulkan (Whizard Island)

Der Vulkan im Vulkan (Whizard Island)

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Das "Geistereschiff"

Das „Geistereschiff“

das "Schloss" am Crater Lake - übrig gebliebene Lavaschicht von früherem Ausbruch

das „Schloss“ am Crater Lake – übrig gebliebene Lavaschicht von früherem Ausbruch

Man kann um den See herumfahren, was wir auch tun. Im Nationalpark darf man nicht wild campen, also auf zum Campingplatz. Hier im Park sollen 30 – 70 Schwarzbären leben, also wieder alles in die bereitgestellten Footlocker stellen. Wir haben aber schon seit Ewigkeiten keinen Bären mehr gesehen. So auch diese Nacht nicht. 🙂

Es wird schnell dunkel und noch schneller kalt. Ich verzieh mich ins Zelt, während M. noch eine neue Liste anfängt.

Es sind nur noch 7 Grad – auf 1800 m Höhe. Ein Einheimischer hat uns Schnee angedroht, aber anscheinend hat er nur geunkt. Denn auch am nächsten Morgen sind es noch 5 Grad. Da haben wir gestern Abend aber mehr gefroren. Wie kommt das denn? Anscheinend liegt es an der Feuchtigkeit – bzw. Trockenheit. Unser Zelt ist knochentrocken, innen wie außen, obwohl ich es normalerweise immer zumindest von innen trocken wischen muss. Die Luft ist hier so trocken, dass dies nicht nötig ist.

Ehe wir Kaffee getrunken und eingepackt haben, haben sich die Temperaturen schon verdoppelt. Yeah! 10 Grad. Wir wollen los, aber unsere Mädels nicht. Sie zieren sich, stellen sich an, nehmen nur schwer das Gas an. Was ist denn jetzt los? Wir haben doch schon Frost ohne Probleme gehabt und soooo hoch fand ich das jetzt nicht, als dass „dünne Luft“ ein Thema sein dürfte. Ich versuche 3 Mal loszufahren, jedesmal bis kurz vorm Abwürgen, bis ich im Leerlauf ein paar mal Gas gebe. Dann gehts. M. stellt dieselbe Problematik fest. Hm. Keine Ahnung, müssen wir beobachten!

Da die Sonne lacht, der See so schön blau leuchtet und die Straße so herrlich kurvig vor uns liegt, entschließen wir uns, die Extrarunde 60 km um den See herum zu fahren. Ein letzter kurviger Gruß und ab in die Wüste.

Zunächst gibt es keine Laubbäume mehr, nur noch Zedern (glaub ich zumindest), Dann vereinzelte, verstreute Gehöfte mit armen Kühen auf der „Weide“ (die so braun ist, dass man das schon nicht mehr so nennen kann. Was sollen die denn da noch grünes Gras finden?) Manche Weide ist etwas grün, die wurde dann aber auch bewässert. Woher nehmen die das Wasser dafür? Aus einem Brunnen? Grundwasser? Regen hats hier schon lange keinen mehr gegeben. Irgendwann hören die Ranches auf, dann auch die Bäume. Es gibt nur noch kniehohes Gestrüpp. Alles ist braun.

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Es duftet etwas nach Bittermandelöl. Ob das die Sträucher sind? M. riecht nix. Aber  ich rieche lange Zeit den süßlichen Duft. Das kann ich mir doch nicht eingebildet haben, oder?! Die Bergrücken geht es kurvig entlang und drüber, aber danach wieder zig km lang schnurgeradeaus. Verkehr=Null, Straßenzustand glatt, Landschaft wie zuvor: Kahle Bergrücken, struppige Ebenen. Nach 20 km wieder ein Bergrücken, wieder die Ebene. Zuletzt 60 km Ebene. Mir wird echt schummrig. Die wildesten Gedanken schießen mir durch den Kopf. Was, wenn wir hier eine Panne haben? Haben wir genug Wasser dabei? Hier kommt doch kein Mensch vorbei…. M. findet die Landschaft einfach nur klasse. Mir macht sie Angst. Ich heize einfach weiter. 120 km/h im Gasometer eingestellt, damit ich Gymnastik auf dem Mopped machen kann: Nacheinander die schmerzenden Schultern, Füße, Beine und Hände bewegen. Übrigens die Sonne heizt uns auch kräftig ein: schon mit 25 Grad suchen selbst die Kühe Schatten, aber heute werden es wieder 31 °C ohne irgendein wehendes Lüftchen – außer dem Fahrtwind natürlich. Logisch, dass ich zusehe, dass wir zum nächsten Ort kommen: Winnemucca.

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Merkwürdig ruhig ist die Stadt, nachdem die Sonne runtergefallen ist. Wir hören nur ein paar Hunde bellen, keine Autos, keinen Motor, nur Stille und leuchtende Lichter. Dafür haben wir DIESEN Sonnenuntergang umso mehr genossen. Wir haben uns auch nicht mit der Suche nach einem Campingplatz aufgehalten, sondern unser Zelt neben dem Sandspielplatz für „große (und halbgroße) Jungs“ aufgebaut. Der letzte Fetz auf dem Dirtbike flitzt gerade noch vor Sonnenuntergang an uns vorbei, wohlwissend, dass es in 10 min. stockdüster ist – ohne Licht in den Dünen? Keine gute Idee. Ab nach Hause!

Es ist halb 10 Uhr abends, schnuckelige 21 Grad und windig, sandig – gute N8

B.

Endlich am Meer

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Mo 21.9.15

Über Astoria endlich ans Meer: Wir sind jetzt wirklich am Pazifik und mit unseren Moppeds IM Wasser. Im Wasser? Jep! Wir fahren auf den Strand – legal! – und parken die Moppeds am Wasser, dort wo der Sand feucht ist, aber das Wasser nicht hinkommt. So denken wir. Aber das ändert sich schneller als gedacht. Wir haben noch im Ohr, wie unser Schrauber sagte, dass es Spaß macht, am Strand endlang zu fahren, aber man sollte das salzige Wasser meiden. Aber wir denken nur an unser Bild, an den Moment: Wir MIT unseren Moppeds hier und hinter uns keine Bucht, kein Land mehr, sondern nur noch Wasser! Wow! Neben uns ein Japaner mit Fahrrad im selben Aktionsmodus. Und plötzlich meint M., wir sollten langsam machen, dass wir davon kommen, die Flut käme nämlich. Und zwar ziemlich schnell, denn ICH stünde schon IM Wasser neben meinem Mopped. DAS stand also AUCH im Wasser. Und ich habs nicht mal gemerkt! Danke für den Hinweis. Huh! Schnell den Helm über den Kopf, den Kinnriemen und die Handschuhe spare ich mir. Nur fort hier! Zum Glück ist der nasse Sand ziemlich fest. Aber die 50 m zur Einfahrt nicht. Das weiß die Dame natürlich noch von der Auffahrt. Hm, nur Mut! Ich LIEBE Sand! (Mist, hilft auch nicht, das Vorderrad eiert von rechts nach links, natürlich nehme ich wieder das Gas weg, anstatt mich an den Lenker zu hängen und dran zu bleiben. Na, das üben wir dann noch mal – irgendwann) M. fährt wie auf Schienen. Logisch!

Am Pazifik - bei Astoria auf dem Strand - NOCH! Wenige Minuten später steht dort schon Wasser...

Am Pazifik – bei Astoria auf dem Strand – NOCH! Wenige Minuten später steht dort schon Wasser…

Wir fahren weiter, bald soll ein Campingplatz kommen, direkt in der Nähe des Strandes im Statepark. Wir fahren die Küste entlang und genießen das Glitzern des Wassers der immer tiefer stehenden Sonne und die herrlichen Ausblicke. Dazwischen immer wieder kleine Häuser. Ahh – hier leben zu dürfen. Welch ein Vorzug! Einen Blick vom Aussichtspunkt hinunter aufs Meer gefällig? Klar immer!

Da unten hinter der Düne lag der Campingplatz

Da unten hinter der Düne lag der Campingplatz

Die zwei ersten Parkplätze fallen unserer Absprache zum Opfer, aber der 3. passt. Dort ist auch nur ein einziges Auto mit weit geöffneter Tür, aber das stört uns nicht. Ein einzelner Herr sitzt auf der Balustrade mit Fernglas und starrt übers Meer. Er spricht uns sofort an, ob wir denn auch die Wale gesehen hätten. Was? Wale??? Hä???? Die ganze Bucht ist voller Buckelwale. Völlig unüblich für diese Jahreszeit und dann auch noch so dicht am Ufer. Der Wahnsinn!!! Walewatching von der Uferstraße aus. Im Halbminutentakt pusten die Wale die Luft aus, hier einer, dort einer…

In dieser Bucht sahen wir die Wale...

In dieser Bucht sahen wir die Wale…

Vor unserer Nase Buckelwale, aber doch zu weit weg zum fotografieren. Schade.

Vor unserer Nase Buckelwale, aber doch zu weit weg zum fotografieren. Schade.

Wir können uns nicht losreißen. Aber in einer halben Std. geht die Sonne unter und wir würden gerne vorher unser Zelt aufbauen. Also fahren wir schnell runter an den Strand. Der Eingang ist schnell gefunden, aber die Technik macht uns einen Strich durch den Sonnenuntergang. Eh der Computer endlich alles geschluckt hat, ist die Sonne weg. MIST! M ist stocksauer! Die Sonne ist aber auch verdext schnell weg. Die geht ja nicht, die fällt ja runter! Es ist erst viertel nach 7! Na, es kommen wohl noch mehr – hoffentlich. Also baut M das Zelt auf – das kühlt das Gemüt, und ich mach Abendessen. In Anbetracht der heraneilenden Dunkelheit bleibt auch heute die Küche kalt. Aber ich hab eingekauft heute morgen, so fällt der Salat doch üppig aus. Im Dunkeln lesen und blog schreiben, bis die Finger frieren. Licht gibts nur von der Stirnlampe. Also ab  ins Zelt. O-ton M: Vielleicht müssen wir unsere Strategie ändern und morgens schneller los und abends früher aufhören. Aber ich kann nur morgens mit meinen Lieben skypen. Wenn ich erst abends im Dunkeln versuche zu skypen, ist in D-land morgens und keiner da, da alle arbeiten. Außerdem genieße ich, dass ich eben NICHT morgens in Hektik aufbrechen muss, sondern in aller Ruhe! Ich bin richtig in der Reise angekommen und genau DAS hab ich gesucht!  Keiner der mich drängt, keiner der mir sagt, wann ich was machen soll oder gar muss. Vielleicht lieber so?: Wenn wir früher aufhören müssen, dann fahren wir eben nicht mehr so weit. Auch gut. Mal sehen, was wird.

VGB

PS: Mitten im Wald ist die Wahrscheinlichkeit, dass Rehe oder Hirsche dir vors Rad laufen, äußerst gering, dafür aber im nächsten Vorgarten umso mehr! Also Obacht, wenn ihr euch die netten Ortschaften anschaut.

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Im Hafen von Astoria, über diese 70 m hohe Brücke sind wir kurz zuvor gefahren.

Im Hafen von Astoria, über diese 70 m hohe Brücke sind wir kurz zuvor gefahren.

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Freunde

So 20.9.15

Schon wieder müssen wir uns von neugewonnenen Freunden verabschieden. Wir haben uns bei Miranda und Paul in Tacoma sehr wohl gefühlt, aber nun müssen wir den nachrückenden Gästen und Freunden Platz machen. So ist das Haus nicht ganz so leer und es fällt Miranda nicht so schwer. Wir machen uns auf nach Bonney Lake, weil wir dort bei Alyxmoto am späten Vormittag den Matschprotektor (hört sich gut an, ne?!) für unsere hintere Federung einbauen wollen. Sie soll angeblich auch für die Adventure passen. Das hatten wir in D-land schon vorgehabt, aber den gabs nur für die normale GS. Diese von Meier passt aber. Die anderen beiden Alex’s schrauben wie immer fleißig und haben noch nix gegessen. Kenn ich noch einen. 😉 Wir also schnell einkaufen und zurück. Gemeinsam vertilgen wir zur Freude von Alex’s Frau Jenny Unmengen an Herrlichkeiten. IMG_5985

By the way lädt uns Alex auf das hiesige GS-Treffen an diesem Wochenende ein. Ist aber nur 150 km entfernt. Natürlich fahren wir dahin und natürlich brauchen wir bei den herrlichen S-Kurven auch 320km. Wir fahren eben gerne und genießen auch gerne mal kleine Straßen durch den Wald ohne Verkehr mit vielen Kurven, auch wenn wir dann nicht „voran kommen“. Hier kommen wir am Adams Creek Campground mit dicken Tannen an, die so dick sind, dass sie nicht zu zweit umarmt werden können. Hammer. Direkt am Adams Creek gelegen. Die Truppe hat einen Hobbybrauer, der für frisch gebrautes, wild schäumendes Bier sorgt und einen Pilzkenner, der vorher mit 12 Leuten std.lang die seltsamsten Pilze sammelt. Die meisten sind essbar, werden zu „Suppe“ (besser Ragout) oder Grillgut verarbeitet (da kann sich die „Haut Volet“ aber die Finger nach ablecken!!!!) Steinpilze und Pfifferlinge so groß wie meine Faust hab ich ja noch erkannt, aber die anderen??? Ein Pilzgeflecht, so groß wie ein zusammengerollter Dackel hing in 2 Metern Höhe am Baum und sah aus wie rötlich weiße Korallen. Essbar!!! Kein Wunder, wenn bei 7 kg Pilzen im Topf die Suppe derart gut schmeckt. Als Nachtisch noch das Wiskeybier – fast wie Likör mit viel Fummm – und zusammen mit Loras Infos über Grenzübertritt nach Mexiko (sie war auch schon überall, China, Istanbul, Südamerika…. ) sind wir nun rundum versorgt.

Es fällt schwer, Alex zu verabschieden. Er selbst ein Traveller im Herzen, seine Frau Jenny so herzensgut und gastfreundlich, fahren beide GS-en und nehmen uns beide als Beispiel. Es ist real, nicht nur ein Traum, zu zweit durch die Welt zu reisen. Sie wollen in 2 Jahren über Island nach Norwegen und 3 Monate reisen, aber vorher werden wir uns – das ist fest vereinbart – im nächsten Jahr auf der Intermot in Köln wiedersehen! Wir freuen uns drauf.IMG_5990

Nun geht es erstmal zu den Vulkanbergen. Diese herrliche Straßen werden wir mitnehmen, kostet 170 km extra und bietet Kurven an Kurven. Yeah!!!

Aber der Mt Rainier ist verschnupft, er verkrümelt sich hinter Wattebergen, auch der Mt Adams, nur Mt St Hellen ist rudimentär zu sehen. Mist! Na, immerhin ist es heute trocken geblieben, so dass wir richtig ausgiebig Kurven satt hatten. Die Landschaft um Mt St Helen sieht mystisch aus, wie von einer anderen Welt. Man sieht von weitem immer noch die von der Druckwelle der Explosion umgeworfenen Bäume – alle merkwürdig in eine Richtung zeigend. Und das immerhin 35 Jahre NACH dem Vulkanausbruch. Näherkommend gibt es keine großen Bäume, allenfalls noch 4 Meter hohe schnellwachsende Tannen, sonst nur niedriges Gebüsch. Alles sehr weitläufig und offen, so dass der Wind richtig durch pfeifen kann. Noch näher am Vulkan gibt es dann gar nichts mehr, nur Gestein. Wohlgemerkt, VOR 1980 gab es Reihum große Wälder. Die liegen aber seit 35 Jahren im Spirit Lake, vom Wind in eine Ecke gedrückt, kahl und wie Streichhölzer zusammengeschoben. Echt mystisch, wie auf einem anderen Stern. Aber die Straße dahin ist ein echter Leckerbissen. Nur die Bodenwellen sind haarig knackig. Erst spät zu sehen kreuz und quer über die ganze Breite muss man höllisch aufpassen. Auch plötzlich auftretende tiefe Schlaglöcher machen selbst unseren Federbeinen schwer zu schaffen. Dear Susan, thats another road for your list. But don’t take the Rocket, the GS is better of course there is so many uneven pavement. The waves maybe shoot you out of the seat…

Für alle, die googlen wollen, wovon ich spreche: ab Randel Forestroad 26, dann die windi ridge road 99, und zuletzt 25

Morgen endlich zum Pazifik – irgendwann muss ich doch mal meine Fuße reinstecken….

In diesem Sinne VGB

PS: Die Gegend seit Vancouver leidet sehr unter dem letzten, sehr trockenen Jahr. Man sieht überall die leeren Flüsse und Seen.

Der Pilzmeister mit seiner Suppe: Wayne

Der Pilzmeister mit seiner Suppe: Wayne

Hm, eine Delikatesse!!!

Hm, eine Delikatesse!!!

Der Meister der Pilze und der Kochkünste im neuen Gewand - die Meisterin des Hemdes nebenan - die aufgenähten Taschen sind tatsächlich nicht zu sehen!!!

Der Meister der Pilze und der Kochkünste im neuen Gewand – die Meisterin des Hemdes nebenan – die aufgenähten Taschen sind tatsächlich nicht zu sehen!!!

Morgens früh beim Burritofrühstück! Wir werden hier verwöhnt...

Morgens früh beim Burritofrühstück! Wir werden hier verwöhnt…

Der Whiskeyaltar - jedes Jahr neu ein Highlight ... wie man sieht

Der Whiskeyaltar – jedes Jahr neu ein Highlight … wie man sieht

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Wir huldigen dem Whiskeyaltar ... in unterschiedlicher Weise ;-)

Wir huldigen dem Whiskeyaltar … in unterschiedlicher Weise 😉

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Wir schlüpfen auf Loras Platz mit unter

Wir schlüpfen auf Loras Platz mit unter

Auch hier ist jetzt der Herbst angekommen

Auch hier ist jetzt der Herbst angekommen

Der Spirit-Lake mit Baumlaichen der Eruption von 1980

Der Spirit-Lake mit Baumlaichen der Eruption von 1980

Wie eine Mondlandschaft

Wie eine Mondlandschaft

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Der Mt St Helens umringt von Wolken

Der Mt St Helens umringt von Wolken