Endlich am Meer

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Mo 21.9.15

Über Astoria endlich ans Meer: Wir sind jetzt wirklich am Pazifik und mit unseren Moppeds IM Wasser. Im Wasser? Jep! Wir fahren auf den Strand – legal! – und parken die Moppeds am Wasser, dort wo der Sand feucht ist, aber das Wasser nicht hinkommt. So denken wir. Aber das ändert sich schneller als gedacht. Wir haben noch im Ohr, wie unser Schrauber sagte, dass es Spaß macht, am Strand endlang zu fahren, aber man sollte das salzige Wasser meiden. Aber wir denken nur an unser Bild, an den Moment: Wir MIT unseren Moppeds hier und hinter uns keine Bucht, kein Land mehr, sondern nur noch Wasser! Wow! Neben uns ein Japaner mit Fahrrad im selben Aktionsmodus. Und plötzlich meint M., wir sollten langsam machen, dass wir davon kommen, die Flut käme nämlich. Und zwar ziemlich schnell, denn ICH stünde schon IM Wasser neben meinem Mopped. DAS stand also AUCH im Wasser. Und ich habs nicht mal gemerkt! Danke für den Hinweis. Huh! Schnell den Helm über den Kopf, den Kinnriemen und die Handschuhe spare ich mir. Nur fort hier! Zum Glück ist der nasse Sand ziemlich fest. Aber die 50 m zur Einfahrt nicht. Das weiß die Dame natürlich noch von der Auffahrt. Hm, nur Mut! Ich LIEBE Sand! (Mist, hilft auch nicht, das Vorderrad eiert von rechts nach links, natürlich nehme ich wieder das Gas weg, anstatt mich an den Lenker zu hängen und dran zu bleiben. Na, das üben wir dann noch mal – irgendwann) M. fährt wie auf Schienen. Logisch!

Am Pazifik - bei Astoria auf dem Strand - NOCH! Wenige Minuten später steht dort schon Wasser...

Am Pazifik – bei Astoria auf dem Strand – NOCH! Wenige Minuten später steht dort schon Wasser…

Wir fahren weiter, bald soll ein Campingplatz kommen, direkt in der Nähe des Strandes im Statepark. Wir fahren die Küste entlang und genießen das Glitzern des Wassers der immer tiefer stehenden Sonne und die herrlichen Ausblicke. Dazwischen immer wieder kleine Häuser. Ahh – hier leben zu dürfen. Welch ein Vorzug! Einen Blick vom Aussichtspunkt hinunter aufs Meer gefällig? Klar immer!

Da unten hinter der Düne lag der Campingplatz

Da unten hinter der Düne lag der Campingplatz

Die zwei ersten Parkplätze fallen unserer Absprache zum Opfer, aber der 3. passt. Dort ist auch nur ein einziges Auto mit weit geöffneter Tür, aber das stört uns nicht. Ein einzelner Herr sitzt auf der Balustrade mit Fernglas und starrt übers Meer. Er spricht uns sofort an, ob wir denn auch die Wale gesehen hätten. Was? Wale??? Hä???? Die ganze Bucht ist voller Buckelwale. Völlig unüblich für diese Jahreszeit und dann auch noch so dicht am Ufer. Der Wahnsinn!!! Walewatching von der Uferstraße aus. Im Halbminutentakt pusten die Wale die Luft aus, hier einer, dort einer…

In dieser Bucht sahen wir die Wale...

In dieser Bucht sahen wir die Wale…

Vor unserer Nase Buckelwale, aber doch zu weit weg zum fotografieren. Schade.

Vor unserer Nase Buckelwale, aber doch zu weit weg zum fotografieren. Schade.

Wir können uns nicht losreißen. Aber in einer halben Std. geht die Sonne unter und wir würden gerne vorher unser Zelt aufbauen. Also fahren wir schnell runter an den Strand. Der Eingang ist schnell gefunden, aber die Technik macht uns einen Strich durch den Sonnenuntergang. Eh der Computer endlich alles geschluckt hat, ist die Sonne weg. MIST! M ist stocksauer! Die Sonne ist aber auch verdext schnell weg. Die geht ja nicht, die fällt ja runter! Es ist erst viertel nach 7! Na, es kommen wohl noch mehr – hoffentlich. Also baut M das Zelt auf – das kühlt das Gemüt, und ich mach Abendessen. In Anbetracht der heraneilenden Dunkelheit bleibt auch heute die Küche kalt. Aber ich hab eingekauft heute morgen, so fällt der Salat doch üppig aus. Im Dunkeln lesen und blog schreiben, bis die Finger frieren. Licht gibts nur von der Stirnlampe. Also ab  ins Zelt. O-ton M: Vielleicht müssen wir unsere Strategie ändern und morgens schneller los und abends früher aufhören. Aber ich kann nur morgens mit meinen Lieben skypen. Wenn ich erst abends im Dunkeln versuche zu skypen, ist in D-land morgens und keiner da, da alle arbeiten. Außerdem genieße ich, dass ich eben NICHT morgens in Hektik aufbrechen muss, sondern in aller Ruhe! Ich bin richtig in der Reise angekommen und genau DAS hab ich gesucht!  Keiner der mich drängt, keiner der mir sagt, wann ich was machen soll oder gar muss. Vielleicht lieber so?: Wenn wir früher aufhören müssen, dann fahren wir eben nicht mehr so weit. Auch gut. Mal sehen, was wird.

VGB

PS: Mitten im Wald ist die Wahrscheinlichkeit, dass Rehe oder Hirsche dir vors Rad laufen, äußerst gering, dafür aber im nächsten Vorgarten umso mehr! Also Obacht, wenn ihr euch die netten Ortschaften anschaut.

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Im Hafen von Astoria, über diese 70 m hohe Brücke sind wir kurz zuvor gefahren.

Im Hafen von Astoria, über diese 70 m hohe Brücke sind wir kurz zuvor gefahren.

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