Seattle

Do 17.9.15

Sightseeing in Seatttle – wie immer schaffen wir nur einen Bruchteil von dem, was wir uns gerne anschauen würden. Anscheinend müssen wir auch hier nochmal wiederkommen. 😉

Der Spaceneedle

Der Spaceneedle

EMP-Museum: ExperienceMusikProject

EMP-Museum: ExperienceMusikProject

IMG_9091 _MG_9025

Ein Regentag am EMP

Ein Regentag am EMP

Im EMP: DAS Mopped aus Easy-Rider

Im EMP: DAS Mopped aus Easy-Rider

Im EMP: Bladerunner

Im EMP: Bladerunner

_MG_9098

Monorail am oder besser DURCH das EMP

Monorail am oder besser DURCH das EMP

upside - down

upside – down

Ein musikalischer Spielplatz: Jede Station macht Musik

Ein musikalischer Spielplatz: Jede Station macht Musik

ohne Worte

ohne Worte

_MG_9221

Wellness (für Mädels)

Mi, 16.9.15

Geschafft! Die Mädels sind wieder flott! Wir haben den ganzen Tag geschraubt und nu haben wir neue Kettenkits drauf, Öl gewechselt, Bremsflüssigkeiten gewechselt, neue Luftfilter eingesetzt, die Lenkkopflager kontrolliert, und je ein neues, einen offeneren Ritzelschutz montiert. Nun schnurren sie wieder wie eh und je.

Unser Retter heißt Alex Guth (alyxmoto.com). Was hätten wir nur ohne ihn gemacht? Keine Ahnung. Ein echter Wahnsinnstyp. Selber Traveller und Besitzer von Werkstatt, Motorrädern, Ahnung und ganz vielen Geschichten und Ratgebern, sowie Familie mit 2 Teenagertöchtern und 6 Hunden, wovon zwischenzeitlich 4 stiften gegangen sind. Das sind Räuber! Aber lieb, nur eben ungestüm eigenwillig – manchmal! Also alles stehen und liegen lassen. Wir hören sie in der Nachbarschaft schon laut bellen. Ich habe ohnehin die Kleinste auf dem Arm und „verwahre“ sie, M und Alex machen sich auf und fangen schnell 3 der 4 Abgänger ein. Nur der letzte hat rausgefunden, wie das Spiel „Fang mich“ geht. Er lässt sich sehr oft bitten. Auch im Haus lässt er sich auf keinerlei Kommandos mehr ein. Na, dann allemann in den Garten… Grrrr.

Wir werden noch zu Grillwürstchen und Chips, langen Brötchen und einem Bier eingeladen, doch bevor wir aufbrechen ist es schon halb 8 und dunkel. Unsere Gastgeber haben zum Glück nicht auf uns gewartet, sondern sind zum Essen ins Restaurant gefahren. So sitze ich im Eingang auf der Treppenstufe und schreibe den Block, während M. das Bier holt – wir haben hier Weizen mit Grapefruit (meine Lieblingssorte) gefunden. Jetzt regnet’s – aber egal!

Welch ein erfolgreicher Tag! Wir sind total glücklich und zufrieden. Prost!

VGB

Alex Guth mit 3 seiner Schätzchen. ;-) Das

Alex Guth mit 3 seiner Schätzchen. 😉
Das „größte“ von allen: Twaila

IMG_5985

ein Selfi mit Alex, der uns zu Svens Hostel in Fairbanks gebracht hat, welch prima Zufall im Nachhinein.

ein Selfi mit Alex, der uns zu Svens Hostel in Fairbanks gebracht hat, welch prima Zufall im Nachhinein.

Thrill zwischen Whistler und Lillooet

Di 15.9.15

Wer immer in Kanada unterwegs mit dem Mopped ist, der MUSS die Straße zwischen Whistler und Lillooet fahren. Was für ein Thrill. Wir haben soviel davon gehört, dass wir uns kurzfristig von Vancouver abwenden und eine Tagestour von 620 km einschieben: Einmal Lillooet und zurück, einen Tag Arbeit für eine Std. Genuss. Aber so ist dass hier, weil alles so weit auseinander liegt, liegen eben auch die schönen Ecken weit auseinander.

Wir kämpfen uns am Sonntag also zunächst durch den Stadtverkehr bis hinter Vancouver. Dort geht es in einer kurvigen, aber zweispurigen Straße die Strait of Georgia entlang mit wundervollen Ausblicken auf den Pazifik oder auf die Berge bis nach Whistler, auch den Abstecher zum Olympiapark. Interessant, hier läuft Biathlon im Sommer mit Rollen unter einem halben Meter Brett. Vor 5 Jahren fanden hier die Skisprünge statt. Irgendwie kommt mir der Auslauf sehr knapp vor. Das sieht in Wirklichkeit für mich viel kleiner aus, als im Fernsehen. Vermutlich sieht das dann auch in Realität viel höher aus, wenn ich da oben stehen würde… 😉

Biathlonstadion in Whistler (Olympia 2010)

Biathlonstadion in Whistler (Olympia 2010)

Schießstand in Whistler

Schießstand in Whistler

olympische Skisprungschanzen von 2010

olympische Skisprungschanzen von 2010

Das Maskottchen der Olympischen Spiele von Vancouver 2010

Das Maskottchen der Olympischen Spiele von Vancouver 2010

Der Ort ist sehr neu, aber wirklich schön gestaltet, mit Fußgängerzone, Geschäften und Restaurants. Ein schneller Kaffee und weiter zur schönsten Straße bisher:

Hügelig und kurvig. Du fährst also die Straße hoch auf eine Kuppe zu. Die Straße fällt dahinter ab, so dass man nicht sieht, wohin die Straße geht. Erst wenn man oben ist, sieht man, wo die Straße weitergeht. Man muss also blind auf den Höhepunkt zufahren und blitzschnell reagieren, wohin man fährt. Echter Thrill. Man kann das natürlich auch sehr viel langsamer fahren. Aber im 5. Gang bei 90 – 100 km/h sind die Mädels spritzig und feurig genug, um wendig zu reagieren. Der pure Spaß. Leider natürlich viel zu kurz. Hinter Lillooet hätten wir eigentlich dieselbe Straße zurückfahren sollen. Aber das ist auch doof und so fahren wir den Fraser-river-Canyon zurück. Eine schmale Straße mit tiefen Einblicken in den Canyon unten, aber soviel Verkehr, der einen immer wieder aufhält. Dann natürlich die Autobahn von Hope nach Surrey zurück, die erstaunlicherweise kurviger ist, als der parallel und schnurgerade verlaufende Highway, den wir auf dem Hinweg schon mal gefahren sind. Die letzten 70 km müssen wir im Dunkeln fahren. Es ist erst halb 8, aber es wird immer früher dunkel. Egal, wir brauchen ja kein Zelt aufbauen.

bei Lillooet: Setonlake

bei Lillooet: Setonlake

Den Tag danach (Mo) müssen wir allerdings unseren Kram einpacken und uns nach Seattle aufmachen. Unser Paket soll dort heute ankommen. Der Hund Asi ist ganz traurig, er weiß genau, dass wir verschwinden und uns fällt es auch nicht leicht, Kanada zu verlassen. Ein tolles Land und tolle Menschen, tolle Erfahrungen! So lange drauf gewartet und nun ist Kanada Geschichte.

Bye Kanada

Bye Kanada

Welcome again, Amerika

Welcome again, Amerika

Zum Trost suchen wir eine kleine Straße den Pazifik entlang. (Der Grenzübergang ist schnell erledigt – anscheinend haben wir schon sooft dieselben Fragen gleich beantwortet, dass der Zöllner sie alle schon kennt.) Wir könnten hier so schön im Wald mit Blick auf den Ozean fahren, wenn wir nicht immer auf die Autos aufpassen müssten. Die Häuser hier kosten bestimmt zwei Vermögen. Eins reicht da schon nicht mehr. Welch eine Gegend zum Leben!

Irgendwann nimmt der Verkehr derart zu, die Ampeln häufen sich (wir müssen an JEDER warten) und der Ozean ist in weiter Ferne. Das lohnt nicht mehr, wir fahren auf die Autobahn. Da kann man dann wenigstens fahren. Denkste! Nur kurz, denn es ist Feierabendzeit, da sind die verstopft – Stau wie Zuhause! Aber es gibt hier eine Spur, die mit Kameras überwacht bei Strafe nur für Busse und Autos mit mindestens 2 Insassen freigegeben ist. Man will dem Verkehr Einhalt gebieten und Fahrgemeinschaften erzwingen. Wie zählen da die Motorräder? 4 Räder, zwei Leute = erlaubt oder 2 Motoren, 2 Leute = nicht erlaubt??? Erst am nächsten Morgen lesen wir im Internet, dass diese Spur für Motorräder erlaubt ist. Ok – beim nächsten Mal!

Wir kommen bei Jeffs Schwester Miranda in Seattle/Tacoma unter. Die Giants helfen auch aus der Ferne. Welch eine Truppe! Wir tragen deren grünes Band noch immer. Jetzt haben wir zwar neue Ketten, dank des Supports unseres Lieblingsschraubers daheim. Aber dran sind sie noch nicht. Wie in D-land wollen die Werkstätten gerne 3 Wochen vorher wissen, dass wir kommen. Aber genau das können wir nicht absehen. Schwierig, schwierig. Wir grübeln, suchen, überlegen, fragen, tun, machen…Irgendwie sind die letzten 10.000 km seit der letzten Inspektion viel zu schnell verflogen. Nun sind es schon 26 TKM und keine Inspektion in Sicht. Da können wir ja bald die 30-er in Angriff nehmen (grrrr)

Bis auf weiteres sind wir also ziemlich eingeschränkt in unserer Bewegung.

So long, that’s live. See you soon on this blog

B.

Ah, wohl die schönste Stadt der Welt?!

Sa.12.9.15

Bitte verzeiht, wir haben uns lange nicht gemeldet. Aber wir hatten einfach keine Zeit. Wir sind in Vancouver und da vergeht die Zeit anscheinend noch schneller.

Wir sind im Haus von Lyne und Roy eingeladen zu übernachten und das allein ist schon großartig. Aber sie überraschten uns heute mit einer Bootsfahrt raus auf den Pazifik. Die Schwester Lisa und ihr Mann Paul waren so nett und so bin ich wirklich sprachlos. Wir haben in Steveston etwas gegessen und so wurde es doch schneller dunkel als uns lieb war. So musste Roy mit GPS Paul am Steuer lotsen und der vor allem den Hölzern, Ästen und Planken im Wasser ausweichen. Aber mit solch einem Wasserskiboot mit soviel PS ist das plötzliche Abdrehen kein Problem. Irgendwie kann das Boot um die Ecke fahren, nicht wie sonst erwartet in einer Kreiskurve. Beeindruckend. Die Männer haben dies sehr sicher gemeistert und ich konnte den Sternenhimmel genießen. Welch ein Abenteuer: Ich fahre AUF dem Pazifik, während die Sterne leuchten. Das hab ich noch nie gemacht.

Unsere Gastgeber in Vancouver/Surrey und auf dem Boot: Roy und Lynn, Paul

Unsere Gastgeber in Vancouver/Surrey und auf dem Boot: Roy und Lynn, Paul

die Gastgeberin auf dem Boot: Lisa

die Gastgeberin auf dem Boot: Lisa

Abendessen im Fischerort Steveston

Abendessen im Fischerort Steveston

Abendstimmung - im Dunkeln zurück

Abendstimmung – im Dunkeln zurück

Wir haben heute morgen Fahrräder ausgeliehen und sind zum Stanleypark immer am Wasser entlang rund herum gefahren. Heute war viel Verkehr – sowohl auf dem Wasser als auch auf dem Radweg. Die Sonne glitzerte im aufgewühlten Pazifik. Sicher hätten wir auch gerne noch Granville Island mit genommen. Aber die Zeit reichte nicht.

mit dem Bike am Pazifik

mit dem Bike am Pazifik

Parkbesucher - relaxen!

Parkbesucher – relaxen!

Gestern sind wir nicht einmal aus dem Hafen rausgekommen. Ich musste einfach alle naselang stehenbleiben und staunen. Die riesigen Schiffe – die Millenium haben wir in Skagway bereits kennengelernt! Witzig, sie hier wieder zu sehen.

Da ist sie wieder. Von Skagway zurück!

Da ist sie wieder. Von Skagway zurück!

Die Wasserflugzeuge, die hier wieder starten und landen, die kleineren Boote, die zu Hauf vertäut liegen. Einige Boote dazwischen sind auffällig bunt: Hausboote. Es ist wohl billiger im Hafen, als Miete sonstwo zu zahlen.

Miete zu teuer? Auf dem Hausboot ist die Steuer gleich null.

Miete zu teuer? Auf dem Hausboot ist die Steuer gleich null.

M.'s Berg: Mount Baker, schon in den USA nur 90 km entfernt.

M.’s Berg: Mount Baker, schon in den USA nur 90 km entfernt.

_MG_8888

Im Rosengarten des Stanleyparks

Im Rosengarten des Stanleyparks

Besucher des Stanleyparks

Bewohner des Stanleyparks

Die Olympiafackel von 2010

Die Olympiafackel von 2010

_MG_8808

ich lausche...

ich lausche…

...seiner Musik

…seiner Musik

_MG_8778

_MG_8778

so viel Verkehr

so viel Verkehr

_MG_8780

endlich eine Tankstelle! da brauchen wir aber viel Anlauf, um unsere Tiefflieger mit dem RICHTIGEN Sprit voll zu tanken

endlich eine Tankstelle! da brauchen wir aber viel Anlauf, um unsere Tiefflieger mit dem RICHTIGEN Sprit voll zu tanken

Sommerland im Herbst

Mi, 9.9.15

Wir genießen die Sonne am Okanagan-Lake auf dem Campground in Summerland, bei Kelowna. Gestern Abend haben wir doch tatsächlich ein paar Nordlichter wabern sehen. Zwar nur schwach, aber doch eindeutig nicht der Mond, der war noch nicht da, aber doch sehr grün. Toll! Yeah!!! Wir hatten es schon aufgegeben.

Kürbisvielfalt am Okanagan

Kürbisvielfalt am Okanagan

Die Suche in Kelowna den Abend vorher verlief nicht ganz so erfolgreich. Beim ersten  am See war man so eingepfercht, dass man beim Nachbarn fast auf dem Schoß saß. Beim zweiten der Untergrund so schräg, dass man ständig aufeinander rollt. Beides für viel Geld. Andere sind noch teurer. Ehrlich, schräg schlafen kann woanders auch umsonst. Wir suchen uns ein Eckchen am Waldrand. Aber es ist schwierig. Anscheinend fahren hier die Männer für ihre Jagdübungen hin. Wir nehmen eine schräge Ausbuchtung am Ende der geteerten Straße. Hier kommt wohl kaum mehr einer her, denn es wird schon dunkel und alle fahren raus aus dem Wald. Ich koche leckeres in Honig eingelegtes Schweinefilet an Spargelkäsesoße über Kartoffelscheiben. (Das muss mir auch erst mal einer nachmachen, immerhin auf einer einzigen, nicht regulierbaren Flamme und alles gleichzeitig fertig und heiß!) Hm!

Es wird aber nicht lange so schön bleiben, denn mitten in der Nacht fängt es an zu regnen. Und wie! Der Regen läuft überall hin und drückt sich sogar ins Zeltinnere. Auch die Matratzen und Schlafsäcke sind nass. Natürlich auch mein Helm und mein Nierengurt. Aber so schlimm ist das ganze nicht, denn es ist ja immerhin „warm“, nette 12 Grad. Also was macht man in so einem Fall? Erstmal Kaffee! Also Tarp aufbauen, Kaffee kochen, frühstücken. Und weil man irgendwann satt ist, auch noch ein Sudoku lösen und ein Buch lesen. Denn so eilig haben wir es ja nicht, es hört bestimmt gleich auf. Immerhin sind wir mitten in einer Halbwüste. Sooooo viel Regen gibt es da ja nicht. Doch gibt es! Es hört einfach nicht auf. Die Autos, die genervt an uns vorbeifahren, blicken überrascht, haben aber sicher wichtiges zu tun. Irgendwann kommt einer zurück und fragt, was wir hier denn tun würden. Darauf warten, bis der Regen aufhört – eine blödere Antwort hätten wir ihm nicht geben können. Wer setzt sich schon in den Regen und wartet darauf, dass er aufhört? Wir! Wo hätten wir denn hinsollen? Er hat sehr perplex geschaut ob der Antwort. Wir kamen dann ins Gespräch, woher, wohin, wie lange…. Er teilte uns auch mit, dass solch ein Regen für diese Region sehr ungewöhnlich wäre, wünscht uns alles gute und fährt wieder. Hilft uns dann auch wenig, Also packen wir im Regen ein, der pünktlich aufhört, als wir uns auf die Moppeds setzen. Na egal, wir werden die Sachen am Abend alle wieder trocknen, den die Sonne kommt raus. Es soll am Wochenende wieder über 30 Grad werden. Was für ein Wetter! 3 Wochen lang frieren wir morgens bei 0-5 Grad Celsius und plötzlich „buff“ – wieder so heiß innerhalb weniger Tage.

Wer soll hier über den Fluss, eine Brücke für wen? Wenn man genau hinschaut, sieht man das Rohr, in dem irgendeine Flüssigkeit rübergerettet wird.

Wer soll hier über den Fluss, eine Brücke für wen?
Wenn man genau hinschaut, sieht man das Rohr, in dem irgendeine Flüssigkeit rübergerettet wird.

Wilder Campingplatz ;-)

Wilder Campingplatz 😉

_MG_8737 _MG_8736

Wir schauen beim hiesigen BMW-Händler nach gescheitem Kettenspray. Es kommt einem vor, wie zu Hause: Wunderlich-Ersatzteile, Motul-Kettenspray… Wo sind wir denn hier gelandet? Er hat eben unheimlich viele GS-Fahrer als Kunden. Wir quatschen lange, und fahren diesmal sage und schreibe 74 km bis hierher zum See. O-ton M.: Manno, das macht unseren ganzen Schnitt kaputt!!! 😉

Nix besonderes!

So, den 6.9.15

Heute haben wir nix besonderes erlebt, außer dass M. an den Moppeds geschraubt hat (Ketten gesäubert, damit sie uns hoffentlich noch bis Seattle halten), wir 2 Grad plus und Nebel heute morgen hatten, dann die Sonne raus kam und wir – bis alles getrocknet und verstaut war – schon 1 Uhr hatten. Aber bei 16 – 20 Grad sitzt man doch gerne in der Sonne! Wir sind bis Lillooet gekommen. Hier soll es eine german bakery geben. Genau da wollen wir hin. Morgen früh!!! 

Die Landschaft hier runter war echt der Hammer. Wir fahren zwischen zwei Bergrücken auf halber Höhe entlang. Oben auf dem Gipfel liegt Schnee, unter uns fließt der Fluss und wir auf halber Höhe eine kleine kurvige Straße im Sonnenschein. Auf dieser Höhe öffnet sich die Landschaft und neben uns gibt es Felder. Aber nur diejenigen sind grün, die bewässert werden. Alles andere ist dorniges trockenes Gestrüpp. In Kanada Halbwüste? Jep, ich war auch verwundert. Anscheinend kommt hier nicht viel Regen an. Und das, wo in 1 ½ Std. Entfernung das Skiparadies Wistler liegt. Sollte man nicht glauben. 

Apropos: hier geht die Sonne schon um viertel vor 8 unter. Und schnell ist es stockdüster! Das ist der Nachteil daran, dass wir nach Süden fahren. 

Mo. 7.9.15 

Schon wieder Feiertag, alles zu, auch die German Bakery, die vor 2 Jahren bankrott gegangen ist. Na, das fängt ja gut an. Ohne Kaffee los! Mist. Den sollte es dort geben. Dafür sind wir heute morgen das erste Mal seit 3 Wochen ohne Frieren aufgestanden. Satte 12 Grad! 

Wir fahren nach Kelowna durch Indianergebiet: Ab und zu mal ein Grundstück/Haus oder eine kleine Ansammlung von Häusern. Jedes hat einen eigenen Namen. Aber irgendwie ist mir das unheimlich. Leben die Indianer hier freiwillig oder gezwungenermaßen? Ich weiß es nicht. Es ist schmuddelig, unordentlich, überall liegt Schrott um die Häuser. Uns erzählte eine Deutsche, die jahrelang bei den Indianern gelebt hatte, dass die jungen Indianer die alten Traditionen vernachlässigen und mehr und mehr nach westlichen Standards Ausschau halten. Wenn ich das Leben hier betrachte, so kann ich mir das gut vorstellen. Hier ist tote Hose und sicher sehr schwer, für das zum Leben nötige zu sorgen.

Die Straße ist gut, es lässt sich wunderbar cruisen, eine Kurve nach der anderen, rauf und runter, immer mit Blick auf den tief unten liegenden Fluss. Aber auch der führt nicht viel Wasser. Statt dessen erwischt uns der Regenschauer 10 min. vor der Kaffeepause in Merritt. Es schüttet, aber kaum schauen wir aus dem Fenster, lugt die Sonne schon wieder hervor. Nicht lange und die Straße ist schon wieder trocken. 

Bilder – Nachtrag

Sa, 5,9,15

Wir sind in Prince George und versuchen wieder mal unsere überfälligen Inspektionen und die altersschwachen Ketten zu organisieren. Deshalb also nur so wenige Kilometer, damit wir das Internet bei Starbucks gebührend „blockieren“ können. 😉

Die Zeit haben wir genutzt und in die letzten Berichte die Bilder eingestellt.

hier zwei schöne Bilder vom Francois-lake, wo wir übernachtet haben._MG_8719

Fraser-Lake

Fraser-Lake

bis demnächst

VGB