Süden, Sonne und…

So 30.8.15

… 560 km bis nach Faro – ein Fahrtag der allerersten Güte. So lässt sich leicht Strecke machen und vor allem gerne! Morgens schon ganze 1 Grad (es hat gefroren in der Nacht und die Moppeds sind weiß!) und die Sonne scheint. Schnell schieben wir die Mädels in die Sonne, denn so packt es sich leichter im „Warmen“ und der Sitz wird abgetaut und aufgewärmt. Wir fahren noch schnell über eine kleine kurvige Straße auf die Aussitzsplattform über Dawson und sehen den Zulauf vom Klondike in den Yukon und wie sich das Wasser 100-te Meter getrennt hält. Man sieht dies an den unterschiedlichen Farben, der Klondike dunkel und klar, der Yukon ob seines höheren Fließtempos aufgewühlt und trübe hell. Welch ein Ausblick. M. fragt nach Frühstück , Kaffee oder Tee hier oben. Aber auf die Idee sind schon andere gekommen – wir sind mal nicht die ersten – der Tisch ist besetzt und ich hab keine Lust, alles auszupacken. Wir genießen einen Augenblick die Sonne und Aussicht und verkrümeln uns wieder, gerade rechtzeitig, bevor die anderen Massen einfallen. Noch ein herrlicher Kaffee aus einer echten Tasse in der Sonne im Ort, tanken und ab die Post. Auf nach Faro. Die Sonne begleitet uns heute viele Stunden, mit Heizweste bei konstanten 5 – 7 Grad sind sogar Finger und Füße warm. Es geht über den Pellyriver nach Carmacks zur Tanke, aber die haben nur Wasserkakao, Fuschcappuccino oder den allseits beliebten abgestandenen Kaffee. Nein danke, da setz ich mich lieber auf die Treppe und knabbere mein „Cookiebrot“ (Bananenbrot mit Schokostücken alla Cookiemanier). 

Weiter geht es zig km den Little Salmonlake entlang. Wunderschön, immer auf der einen Seite am Wasser entlang, das die lichter werdenden Bäume stets preisgeben, auf der anderen Seite die „Berge“, immer in der Sonne, immer kurvig ohne Verkehr. So liebe ich das. Die Berggipfel in einigen Hundertmetern Höhe haben allesamt frische Schneegipfel. Man kann die Linie der Schneegrenze gut verfolgen.

In Faro angekommen macht uns das Hotelrestaurant vor der Nase zu, weil sie heute um 20.00 einen „großen Tisch haben“. Na gut, dann eben nicht, draußen vor der Tür gibt es einen Tisch unter Bäumen und kalte Küche gibts immer – vor allem wenn der Wind derart pfeift. Aber wir haben gerade eben die Ketten eingesprüht, da wollen wir lieber erst was essen und dann das Zelt aufbauen fahren. Fast satt erwischt uns die Managerin des Hotels von gerade eben und bietet uns netterweise Chickenfingers mit Frenchchips an. Wir können einer so netten Geste nicht widerstehen, aber wir hätten es tun sollen. Der Tee und der Kakao waren gut, aber der Rest…. Wie sagte ein Arbeitskollege von M.? Ich habe schon besseres Essen stehen lassen. Dafür sehen wir 3 Stachelschweine, das tröstet uns darüber hinweg, auch wenn sie sich nicht fotografieren lassen. Jedesmal sind sie schon weg, eh wir gedreht haben,

Hoffen wir, dass die Bären genauso pappesatt sind und uns in Ruhe lassen. Vielleicht wollte die Managerin auch nur noch schnell ein Zimmer an uns vermieten. Aber ich schließe mal von der Qualität des Essens auf die des Zimmers und für 160 Dollar riskieren wir die 2 Dollar für den Basic-Campground mit Selfregistration und Plumpsklo ohne Dusche. Ist eh zu kalt dafür. Das schrubbe ich alles wieder runter, wenn es wärmer ist. Ready ist auch wieder voll eingesaut, da muss ich nicht glänzen und unter all den Lagen Stoff kommt auch nicht viel nach außen. Zum Glück gibt es ja noch kein Geruchsinternet.

Ein Gruß an alle F-Fahrer, die hoffentlich alle wieder heil vom Treffen nach Hause gekommen sind, und an alle anderen

Eure B.

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