Iguazu, 2. Teil

Sa. 30.4.16

Keine Sorge, uns geht es gut, auch wenn wir uns einige Tage nicht gemeldet haben. Sorry. Wir haben sehr kaltes Wetter (11° oder 14°) gehabt, auch wenn es zumeist trocken war, so dass wir einfach abgewartet haben. Unser Besuch, meine Schwester und ihr Mann, sind endlich da. Seit Monaten freuen wir uns schon drauf – auch wenn jetzt wirklich das Ende unserer Reise immer näher und näher rückt. Gemeinsam machen wir uns heute bei herrlich blauem Himmel, 20 Grad, auf zu den Iguazu Wasserfällen auf argentinischer Seite. Mir gefallen sie hier noch besser, als auf brasilianischer Seite Auch wenn nur von dort der herrliche Panoramablick zu sehen ist, so bin ich doch hier den Wasserfällen wesentlich näher, sozusagen mittendrin. Mitten in der Natur, mitten in der Gicht, mitten im Wind, im Rauschen im Dröhnen und im Geschehen. Sie haben viele Stege direkt über die vielen Fällen gebaut, so dass wir hautnah drüber stehen. WAHNSINN!!!! Welch ein wunderschöner Tag. Kilometer um Kilometer laufen wir über die Stege ab. Natürlich zu viele für meine Gelenke und Füße, die sich abends wieder heftig beschweren. Aber manchmal müssen sie dadurch, denn wir können uns nicht sattsehen an all dem Wasser. Die Sonne scheint von hinten und über den Fällen erscheint im wunderbaren Halbkreis der Regenbogen und wenn man genau schaut auch noch der zweite durchscheinend dahinter. Wow!

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Nasenbären! Achtung, so süß wie die aussehen, sie sind gefährlich und aggressiv. Sie haben scharfe Krallen und sind so dreist, dass sie das Essen aus den Händen klauen. Dafür springen sie sogar auf den Schoß oder klettern an dir hoch und nutzen schamlos die Schrecksekunde aus. 

Ein Highlight haben wir uns für 25 Euro pro Nase nicht entgehen lassen: Das Befahren des Rios unten über die Stromschnellen an und sogar IN (sprich UNTER!) die Wasserfälle. Aber wir haben die Tipps im Internet wohlweißlich ernst genommen. (s. u.) Das Boot fährt erstmal recht gesittet zu den Fällen, so dass wir alle unsere Bilder machen können. Anschließend werden die Kameras wasserdicht verstaut und es geht los: Das Schnellboot hat irre Power und schießt in die Stromschnellen. Mir steht das Herz still, dafür aber nicht der Mund, denn ich kreische fast ununterbrochen, so aufregend ist das. Es hat was von Kirmes-Kotzmühlchen an sich. Aber für den Magen und die Übelkeit ist das Boot einfach zu schnell. Die beiden kommen einfach nicht mit, sind vielleicht schon über Bord gegangen. Hammerhart! Die Wellen schwappen über den Bootsrand, aber ich sitze ja in der Mitte – wohlweißlich! Ich klammere mich am Vordersitz fest und starre nur auf die Fälle. Schon kippt das Boot über die vordere Seite und dreht um. Welch ein Abenteuer. Vor Aufregung kann ich nicht klar denken. Es geht alles so blitzschnell, schon sind wir wieder draußen im ruhigeren Wasser.  Mehrere Male spielt der Kapitän das Spielchen. Welch ein Spaß. Mal rechts, mal links zu den Wasserfällen. Zum Schluss noch „bereit zur Dusche?“ Ja, haben wir heute noch nicht. Und schon schießt das Boot IN den Wasserfall. Es ist soooo klasse. Natürlich läuft 10 cm hoch das Wasser von vorne bis hinten. Egal wo man sitzt, man wird klitsch nass – wenn man nicht gescheit vorgesorgt hat. Nur wir nicht! (cheese!)

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Natürlich haben wir nicht gesehen, dass man VOR Ausfahrt vom Parkplatz ein Parkticket kaufen soll. Ich will bei der Ausfahrt am Schrankenhäuschen bezahlen, aber das geht nicht. Ich soll noch mal absteigen, das Mopped parken, und dort an der Seite extra einen Parkschein kaufen. Anstatt die mein Geld nehmen und selber dafür sorgen, machen die solch eine Welle, rufen die (Motorrädchen)Polizei und stehen mit 3 Mann dumm rum, anstatt die paar Meter selber darüber zu gehen und das Ticket zu besorgen. DAS nennen die dann Service! Viele Leute stehen dumm rum und tun nix. Dafür lassen sie dann die armen unwissenden Touris umsonst laufen. Mit denen kann man es ja machen.

Zum Abschluss des wunderschönen Tages lassen wir es uns im selben Restaurant wie gestern gut schmecken. Das haben wir uns heute verdient/erlaufen. Um 21.00 sind wir „schon“ zurück und der Jetlag haut rein. Aber meine Schwester hat Power und so kriege ich noch eine „Frisur“. Die Haare sind nun kürzer, liebe Elli, und schauen nicht mehr unter dem Helm hervor. Endlich! Regenwetter und den Straßendreck in den Haaren – eklig! Geht gar nicht! DAS ist jetzt vorbei! Dankeschön.

Bis bald B.

Tipps für die Bootsfahrt, wenn man möglichst trocken bleiben will!: Plastiktüte über den Kopf und Hut mit breiter Krempe drüber und festschnallen, sonst fliegt der Hut weg. Moppedregenjacke und Regenhose an und dicht zumachen. Schuhe ohne Socken anziehen, vor allem die Füße hochheben, wenn vorne das Boot in den Wasserfall reinfährt und die dicke Welle von vorne nach hinten läuft. Am besten auch nicht am Rand sitzen, sondern in der hinteren Mitte! So sind wir recht trocken wieder raus gekommen, während alle anderen zitternd frieren.

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