480 km Kurven nach Santa Elena

… und das Grinsen hört nicht auf.

Sa. 21.11.15

Mike fährt mit uns noch nach La Estanzia. Die Brücke überspannt selbsttragend eine weite Schlucht. Huah, ist das tief. Unten zwischen alldem Grün ein plätschernder Bach. Dann verabschieden wir uns auch von ihm und seiner Herzlichkeit. Was hatten wir doch für einen Rundumservice die letzten Tage. 🙂

Abschied von Mike

Verdammt hoch hier

Auf der anderen Seite überrascht uns ein Mexikaner in fließendem Englisch mit archäologischen Ausgrabungen aus der Steinzeit, 9 Mio. Jahre alte menschliche Spuren im Vulkangestein. Wie interessant. Was er alles herausgefunden hat! Entgegen vieler Vorurteile sind die Mexikaner nicht dumm, sondern haben nur schlechte Bildungschancen. Er fragt uns nach dem Bild von Mexiko in Europa. Was denken die Leute dort über Mexiko? Was wissen die Leute dort von Mexiko? Meist nicht viel, dass es unterhalb von USA liegt, aber mehr? Vielleicht noch die Maya-ruinen auf der Yucatan-Halbinsel. Aber sonst? Der Mexikaner umgekehrt dagegen ist erstaunlich weitsichtig und gut informiert. Ich kann nur jedem empfehlen, Mexiko zu besuchen und sich selbst ein Bild zu machen. Es ist längst nicht so gefährlich, wie die Angst in den USA geschürt wird und die Menschen geben sich redlich Mühe, die Familien mit ehrlicher Arbeit zu ernähren. Was die Waffen anbelangt, so habe ich – außer beim Militär – bisher keine gesehen. Dagegen hat mich die ständige Schießerei um mich herum in den USA nervös gemacht. Dort fühlte ich mich oft unwohl und unsicher. Hier dagegen nicht.

Die Fahrt ist anstrengend, aber schön. Start 8.00, kurze Verabschiedungs- und Photopause auf der Brücke, eine halbe Std. Mittagspause in Atenguillo, ansonsten haben wir ziemlich Gas gegeben, denn wir wollten unbedingt heute bei Charly in den Bergen sein. Vor allem möglichst VOR dem Sonnenuntergang. Gegen Ende zieht es sich sehr. Die Kurven hören auf und der Verkehr wird dicht. Viel konzentriertes Überholen ist notwendig, viel Bremsen vor Hubbeln und Gasgeben beim Überholen. Na, jedenfalls sind wir um 17.00 Uhr da! Jubel!

Charly, ein Schweizer, seit 25 Jahren hier, lebt mit Familie in einer tollen Anlange in der Mitte von nichts. Hier vermutet man sowas ganz sicher nicht.

Charlys Restaurant

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Hier haben wir morgen ein Frühstücksbuffet in den Bergen – bin mal gespannt – und eine Kirmes im Ort. Außerdem wollen wir am Dienstag hier eine Tequila Führung mit machen. Der kommt nämlich von hier! Bis Mittwoch bleiben wir also erstmal.

VGB

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