Hollywood

Sa. 7.11.15

Heute ist Hollywood dran. Auch wenn jeder in LA „oh, no“ sagt und die Augen verdreht. Es ist vermutlich so, wie in Köln am Adventssamstag auf der Hohe Straße. Jeder Kölner verdreht dann auch die Augen. Aber ich möchte gerne hin. Nicht nach Köln, natürlich nach Hollywood. Ein Teil des Hollywood Boulevards ist gesperrt und es ist Verkehrschaos drum herum. Auch einen Parkplatz ist mit Moorbädern nicht so einfach zu finden, weil die Parkhäuser für Autos und nicht für Motorräder sind. Am Straßenrand finden wir einen schönen Platz im Schatten. Aber kaum stehen wir dort, als uns ein Officer besucht. Sehr freundlich erklärt er uns, dass hier nur Anwohnerparken ist und auch, wo wir die Moppeds recht sicher für 2 Std. kostenlos hinstellen können. Nächste rechts und nächste links. Unglaublich! Mitten in LA kostenloses Parken! Um die Ecke von Madame Tussauts Figurenkabinett.

Auf dem Hollywood Boulevard hat M. schnell ein paar Bilder von mir mit 4 leibhaftigen oder regungslosen Jonny Depps geschossen.

Und welcher Depp ist jetzt der richtige?

Und welcher Depp ist jetzt der richtige?

Auch Michael Jackson durfte ich vor seinem Stern in den Arm nehmen und ein Photo machen. Natrürlcih nicht umsonst.

Berühmtheiten leben ewig

Berühmtheiten leben ewig

Aber M. hat sich dann revanchiert und zwei leicht bekleidete Mädels in den Arm genommen – der Schlimmling 😉 – die ICH dann ablichten durfte!!!

En Garde - nimm dich in Acht!!!

En Garde – nimm dich in Acht!!!

Wir stehen von den berühmten Filmtheatern, auf dem Starstrip, auf den Betonplatten mit den Hand- und Fußabdrücken. Welch ein Gefühl, dort zu stehen, auch wenn der richtige Glamour wohl erst mit dem roten Teppich, den echten Stars und den Kameras auftaucht. Aber so weit von zu Hause entfernt kann ich dennoch den Glanz nachempfinden – und ich darf hier sein! Wow!

vor dem berühmten Chinese Theater

vor dem berühmten Chinese Theater

Hollywoodimpressionen

Hollywoodimpressionen

image

Pretty Woman lässt grüßen. Das Regent Beverly Wilshire Hotel

Pretty Woman lässt grüßen. Das Regent Beverly Wilshire Hotel

Danach sind wir noch einmal zum Mullholland Drive gefahren – zur „Snake“. Ich wollte doch noch unbedingt ein Photo von uns beiden in dieser berühmt-berüchtigten Kurve haben. Zwar war Rnickeymouse nicht da – der berühmte Fotograf dieser speziellen Kurve – aber ein anderer.: Ray. Er hat netterweise diese Bilder für uns gemacht. (Sobald ich sie habe, stelle ich sie ein, also ein wenig Geduld.) Über diese Bilder bin ich so glücklich, konnte ich einige Stellen dieser Straße doch von den Videos im Internet wieder erkennen. Welch ein Gefühl – so weit von zu Hause entfernt.

Nicole (Nicki) und Ray

Nicole (Nicki) und Ray

The Snake

The Snake

Wir machen die Bekanntschaft einer deutschen Bikerin, die seit 16 Jahren hier lebt. Wir machen ein kleines Toürchen mit ihr in wunderbar relaxtem Speed. Sie im Hanging off, wir in bequemer GS-Haltung. Logo, M. fährt am liebsten immer mit 2 Damen und hier hat er Gelegenheit (so ohne TopCase) auf herrliche Ausblicke – äh – der Landschaft 😉

Bis zum Sonnenuntergang kurven wir durch die Canyons. Leider reicht die Zeit nicht für alle. Dann quälen wir uns zum dritten Mal bei Dunkelheit durch ganz LA. Aber diesmal haben wir keine Lust auf den stundenlangen Stau und hoffen auf Erleichterung nach einer halbstündigen Essenspause. Sie reicht auch, um alle Unfallschäden auf unserem Weg zu beseitigen und für eine verkehrsreiche, aber stauarme Nach-Hause-Fahrt zu sorgen. Welch eine riesige Stadt. Allein Downtown ist 4 Mal so groß wie Köln, 13 Mio. Einwohner in der Metropolregion. Im Dunkeln sehen die Verkehrsadern wie die eines pulsierenden Körpers aus. Man muss dies selbst erlebt haben. Dieses Freewaysystem mit 5 – 6 Spuren pro Richtung ist unbeschreiblich! Zum Glück durchkreuzen wir nun zum 3. Mal heil diesen Verkehr!

Ich hoffe, bei euch ist auch alles heil zu Hause.

VGB

The Snake

The Snake

unser neues Auto???

unser neues Auto???

„The Snake“

Do 5.11.15

Wir wollen unbedingt den Mulholland Drive fahren – „the snake“ – eine berühmt/berüchtigte Straße, kurvig und schmal, die schon unzählige Male wegen einer speziellen Kurve zu Unfällen führte, was in unzähligen Filmen auf youtube und Bildern von Rnickeymouse dokumentiert wurde. Selbst deutsche Motorradzeitschriften berichteten darüber. 

Unser baldiger Gastgeber in LA rät uns davon ab, wir würden enttäuscht sein, soviel Verkehr, nicht schön zu fahren etc. Aber wir wollen es wenigstens mal gefahren sein, selbst wenn wir nicht schön fahren können.

Also machen wir uns auf den Weg und finden schnell den Mulholland Highway. Herrlich! Kein Mensch auf der Straße, kurvig, schmal, kaum Geraden. So cruisen wir im Toruistenmodus daher, nicht zu schnell, aber zügig. Es macht viel Spaß, auch wenn der Adrenalinspiegel tief unten liegt. Wir reizen lieber nicht den Grip bis ins letzte aus, wollen wir ja noch weiter als bis zur nächsten Werkstatt reisen. Plötzlich sehe ich sie, rufe: Da ist the Snake, kuck mal! Sieht genauso aus wie in den Youtube-Filmen M: Nein, kann ja nicht sein, ist nicht der Drive, der kommt ja erst noch. Na gut.Aber diese Straße macht auch viel Spaß….

Nach vielen Meilen kommt endlich der Mulhulland Drive. Es wird auch langsam Zeit, denn es ist schon Nachmittag und die Sonne geht bald unter. Aber was ist das???

Der Asphalt endet hier? Das kann nicht sein. Da stimmt was nicht. Merkwürdig. 

Lass uns mal zurück in den Ort nach Internet schauen und recherchieren, wo genau The Snake ist. Dort treffen wir einen Security -Biker, der uns genau zeigen kann, wo the Snake liegt: Wir haben sie schon gefahren! Es war tatsächlich die Stelle, die mir bekannt vorkam. Aber da keine Besucher, Photografen oder ähnliches dort standen, haben wir sie nicht also solches erkannt. The Snake under cover!

Aufregung in Jalama

Mi. 4.11.15

Wir fahren die Küste entlang. Meist geht die Straße  etwas im Landesinneren vorbei und wir überlegen fieberhaft, wo wir denn in Los Angeles übernachten könnten. In Lompoc haben wir Internet und dort wird fleißig recherchiert. Es gibt für 80 Dollar pro Nacht Motels mit extra Motorradparkplätzen – da weiß man aber auch nicht, wo die Parkplätze liegen. Da nehme ich lieber den Campingplatz für die Hälfte. Oder wir suchen erstmal wild und haben den Campingplatz im Hinterkopf, falls wir nix finden. Bei der Recherche empfiehlt uns ein Radler mit 2 netten Jungs einen Platz echo mal für diese Nacht: Jalama – ein wunderschön gelegener Campingplatz direkt am Strand für „nur“ 25 $.

Gleich am Eingang fängt uns ein Radfahrer ab, Dan, aber M. hat nur Sonnenuntergang gehört und wieder nur Bilder im Kopf. Ich möchte aber nicht unhöflich sein und beantworte gerne die Fragen, soweit mir möglich. Denn auf die Frage, wo wir denn in LA übernachten, kann ich nur Schulter zucken. Er lacht erstaunt, denn damit hat er nicht gerechnet, aber meine Begründung sieht er ein. Er heißt uns dann herzlich willkommen, in seinem Haus am Rande von LA zu übernachten. WOW! Schon wieder Glück gehabt. Trailmagic!

Abendstimmung am Jalama Beach

Abendstimmung am Jalama Beach

Unser Zelt ist gerade noch aufzubauen, dann ist es schon wieder stock dunkel. Hier fährt die Ambulanz, die Feuerwehr und der Hubschrauber nacheinander auf. Aufregung auf dem nur noch wenig besuchten Campingplatz. Hoffentlich konnte demjenigen geholfen werden.

Wir haben endlich die Kohle, die wir seit Lake City mitschleppen, angezündet und ein schönes Steak gegrillt. Wie schön die orangefarbene Kohle im Dunkeln leuchtet. Aber im Wind wird es schnell zu kalt. Wir verkrümeln uns Karo einfach, denn Bären gibts hier nicht. Aber mitten in der Nacht werde ich von einem kämpfenden Knurren 1 m neben meinem Kopf wach. Geträumt? Ich höre Schritte ums Kopfende tappen. Nein, das war echt. Ich stupse M. 4 mal an, bis er endlich aufwacht. Aber mein „da ist ein Hund oder Kojote um das Zelt gelaufen“ bleibt wirkungslos. Vielleicht hätte ich sagen sollen: „Geh mal raus, bewaffne dich mit einem Baseballschläger und rette mich vor der bösen Bestie“. Aber so??? Muss ich wohl selbst ran. Meine Brille und Lampe suche ich mit ordentlich viel Krach, vielleicht vertreibt das ja schon das Vieh. Was aber, wenn ich in ein zähnefletschendes Maul in Augenhöhe blicke, wenn ich das Zelt aufmache? Also lieber noch die Motorradjacke anziehen, die ist mit Protektoren an den Armen gut ausgestattet – nur für den Notfall.

Ich mache das Zelt auf und leuchte raus. M. leuchtet, plötzlich ganz schnell, auch am anderen Eingang raus. Er entdeckt in 10 m Entfernung zwei leuchtende Augen. Huah! Die kamen plötzlich schnell näher, ob der sich auftuenden Nahrungsquelle frohlockend. Die Mondsichel bietet nicht viel Licht, und die Lampe reicht nicht weit, aber soviel konnte man sehen: Es war ein Bär – ein WASCHbär. Mit einem einfachen „kschsch“ ließ er sich vertreiben. Ab durch die Hecke! Ich mache mir Sorgen wegen der Milch und dem Kaffee neben dem Mopped – nicht sicher verpackt. Aber am nächsten Morgen ist nichts angerührt. Puh! Nur den Müll von gestern Abend können wir partout nicht mehr finden.

Westküste

Di. 3.11.15

Es hat in San Francisco tatsächlich die ganze Nacht geregnet. Ich gönne es der Region, die das Wasser dringend nötig hat. Morgens warten wir einfach geduldig, bis es gegen 10 aufhört. Schnell sind die Sachen gepackt und es fällt wieder mal nicht leicht, sich zu verabschieden. Aber Katie ist schon arbeiten und Markus muss auch was tun. Also noch einen Blick zur GoldenGateBrigde und auf Richtung Los Angeles. Es gibt verschiedene Möglichkeiten dorthin.  Wir wählen (natürlich) die langsamste, aber schönste Strecke: über den Hwy 1 – die Westküste entlang über Big Sur. Viele haben uns danach gefragt, so dass ich dachte, der Ort müsse sehr schön sein, aber der ist klein, verwittert, langweilig und hässlich. Den dortigen Strand dürfen wir nur für 10 $ (=Tageskarte Auto!) besichtigen. Dafür würden sie ja auch unsere Sachen bewachen. Is klar, und wenn was fehlt, dann ist das unsere eigene Schuld, weil wir die Sachen nicht eingeschlossen haben… Was also ist an Big Sur so besonders?

Es geht um die Landschaft drum herum. Wenn man diese Straße fährt, kommt man unweigerlich an Big Sur vorbei und genau darum geht es. Man beschreibt mit einem einzigen Wort die unbeschreiblich schöne Steilküste nördlich und südlich dieses Ortes, die herrlichen Ausblicke immer wieder während der Fahrt, auf das schäumende Wasser, auf die vorgelagerten Felsen, die aus dem Wasser stehen, auf die diesig scheinende Sonne, die von der ins Land gedrückten Gicht vernebelt wird… Ich träume und kurve so vor mich hin, trödele hinter den Autos hinterher, bin sehr wortkarg, weil ich diesen Tag so genieße und so gerne am Wasser entlang fahre.

Impressionen am Pebble Beach vor Big Sur

Impressionen am Pebble Beach vor Big Sur

Die Cannery Row in Monterey, John Steinbeck hat ihr mit seinem gleichnamigen Roman ein Denkmal gesetzt

Die Cannery Row in Monterey, John Steinbeck hat ihr mit seinem gleichnamigen Roman ein Denkmal gesetzt

Pazifikküste bei Big Sur

Pazifikküste bei Big Sur

Leider hört diese schöne Landschaft irgendwann wieder auf. Es wird flach. Dort an dem Strand liegen hunderte von Seeelefanten. Die Besucher stehen 10 m daneben, ohne dass sie sich in ihren Zankereien und Raufereien stören ließen. Ich könnte noch lange hier stehen und zuschauen, wie ein Zankapfel einen anderen, friedlich schlafenden Seeelefanten zweimal anstuppst, bis der endlich reagiert und sich auf einen Machtkampf mit ihm einlässt. In das Revier eines dritten eingedrungen, beschwert der sich und geht dazwischen, was den zweiten zurückweichen und sich schlafen legen lässt. Na gut, dann nimmt Monsieur sich eben den Störenfried zum Zanken. Auch gut! Es kommt mir vor wie in der Schule. Wer hat wem was getan…

Seelefanten am Highway No. 1

Seelefanten am Highway No. 1

Da der Sonnenuntergang schon wieder naht, machen wir uns doch auf, einen Platz für die Nacht zu suchen. Der heutige ist wohl nicht so gesellig – es sei denn die neugierigen Kühe statten uns Besuche ab 😉

Gestern Abend hatten wir nämlich in der Nähe von Santa Cruz einen Platz am Straßenrand, der von Hundebesitzern und Autofahrern gleichermaßen oft benutzt wurde. Ein Auto hielt an und rief laut: He, Guys, seid ihr schon am schlafen? Nein, nur im Zelt, weil kalt draußen. Aber schon ausgezogen, aber das macht ja nichts. Auf einen Drink und ein Dinner eingeladen kann man ja noch mal aufstehen. Ein junges Taucherehepaar aus Russland und Slowakei mit einer süßen, aufgeweckten 2-monatsratte, selber Traveller, wussten genau, was sie uns gutes anbieten konnten: Eine Dusche, etwas zu essen und ein Dach über dem Kopf. Wir nehmen das Essen und den Wein gerne an, aber die Dusche hatten wir morgens schon und das Dach… Tja, ich  möchte lieber neben meinem Mopped schlafen, sorry! Aber danke sehr! Echt nett die beiden.

Hoffe, bei euch ist es auch so nett.

VGB

Abenteuer

So.1.11.15

Die Hausbesitzer kommen erst heute Abend, also haben wir noch einmal einen ganzen Tag Zeit zum Sightseeing – heute mal ohne Moppeds, sondern mit dem Bus in die Stadt. Natürlich hält er an (fast) jedem Block und braucht entsprechend lange, macht aber nix, denn wir haben ja Zeit. Wir wollen zur Endstation der Cablecars und von vorne bis hinten fahren. (Es fahren nur mehr 2 Linien und 44 Wagen.)

Die Schlange ist lang, weshalb selbst M., der hier in S F. schon mal war, auch noch nie gefahren ist. Ich möchte aber so gerne mit dieser Bahn fahren. Also warten. Es geht doch erstaunlich schnell, da alle naselang die nächste fährt. Die Fahrer haben Stress, die dummen Touris von allem Möglichen abzuhalten – hier darf man nicht stehen, dort auch nicht, hinten nur 2 Personen, den Rucksack nur vorne auf dem Schoß etc. etc. etc. Er kann nicht Augen genug haben. Zwischendrin natürlich das handwerkliche Cablecarfahren. Er hat richtig viel zu tun, ist ständig in Bewegung, vor, zurück, nach oben, nach unten, wieder bremsen, wieder vorwärts… Es geht ja auch alle 100 m rauf und wieder runter. Wir tuckern mit einem Grinsen im Gesicht langsam durch die Stadt, er hält ja auch alle Naselang an – wie zuvor der Bus. An einer Straßenecke, kurz vor der rot angestrichenen Steilauffahrt – springt der Fahrer raus und holt sich mal eben was zu trinken an der Ecke. Alles wartet geduldig, auch der Verkehr hinter ihm. Als er wieder losfahren will, klappt das nicht. Irgendwas stimmt nicht. Er versucht es nochmal, aber hier wird der Fahrer hektisch und brüllt in sein Walkie-Talkie Code 900, Code 900 – keine Antwort – Code 900 stop the cable… Jetzt hören wir, dass unter uns der Krach aufhört und alles hält den Atem an.

Impressionen und das kaputte Kabel

image image

Processed with Moldiv

Unterwegs mit dem Cable Car

Unterwegs mit dem Cable Car

Puh! Jetzt lächelt der Fahrer tatsächlich. Geschafft. Nun bittet er uns alle auszusteigen, weil heute auf dieser Linie keine Bahn mehr fahren wird: Das Kabel ist gerissen! Schade. Aber die nächste (volle) Bahn der anderen Linie wird uns bestimmt mitnehmen. Keiner schimpft, sondern alle Leute lachen. Wir hatten mit den 7 Dollar ja auch kein Premiumticket, sondern ein Abenteuer gebucht, oder?! Tataaa: Das nächste Cablecar – natürlich vollbesetzt – kommt auch wenige Minuten später und es gibt ein paar Stehplätze auf der Britz. Die Reling ist ganz schön knapp bemessen und ich muss mich anstrengen, nicht nach unten zu sehen und mich bei dem Gewackel immer schön festzuhalten.

Es gibt noch etwas Sightseeing für den Rest des Tages: Die Fishermans Warf, die Robben auf dem Pier und das U-Boot im Hafen vom 2. Weltkrieg. Alles sehr interessant, logisch. Morgen gehts weiter Richtung Süden.

VG + Gute N8

B

Klavierspielen ganz einfach!

Klavierspielen ganz einfach!

P1020381

alte - mechanische - Spielgeräte

alte – mechanische – Spielgeräte

Einer der vielen Straßenmusiker

Einer der vielen guten Straßenmusiker

Pier 39

Pier 39

Processed with Moldiv

P1020366 P1020364

Halloween

Sa 31.10.15

Uns begrüßen die beiden Katzen als erstes. Sie vermissen ihre sonstigen „Dosenöffner“. Luna verschmähte das, was ich ihr hinstellte komplett und rührte bisher nichts an, nicht einmal die Leckerlies. Erst heute Abend lässt sie sich herab, eine Kleinigkeit zu fressen. Dafür streikt jetzt Max. Hm!

Das sonnige Wetter von gestern schlägt langsam um, es wird trübe und nebelig: Halloweenwetter – pünktlich! Wir gehen noch mal los und wollen uns ins Treiben stürzen. Es ist echt der Wahnsinn, wie manche sich hier viel Mühe machen und den eigenen Garten und Eingang außergewöhnlich phantasievoll und abwechslungsreich dekorieren, um dann einen Abend lang kostümiert auf den Treppenstufen zu sitzen und Süßigkeiten zu verteilen. Viele haben da richtig viel Geld reingesteckt! Wir sind in einem „berüchtigten“ Viertel, berüchtigt für die aufwendig dekorierten „Gräber“ und viele Leute kommen mit ihren Kindern kostümiert wie bei uns Karneval, selbst die Erwachsenen, von außerhalb hierher. Hochinteressant und aufregend!

halloween3haloween02

Halloween01

Halloween-Impressionen

Halloween-Impressionen

Zuvor haben wir noch ein klein wenig Sightseeing gemacht: Die Straßen von San Franzisko. Man muss sie selbst mal gefahren sein, um zu wissen, wie steil sie wirklich sind. Erinnerungen an meine ersten Steilabfahrten kommen hoch, wo ich über die Kante nicht sehen konnte und mich blind runter stürzen musste. So ähnlich ergeht es einem hier auch bisweilen. Vor allem den berühmten Teil der Lombardstraße haben wir „erklommen“ – halt, das ist falsch – Einbahnstraße, es geht nur den Berg runter und man muss sich in der Schlange hinten anstellen, die dann entsprechend langsam in weniger als Schritttempo runter“steht“. Unten regeln 2 Polizisten den Verkehr, sonst ginge hier gar nichts mehr. Sehr aufregend!!!

GGB - so wie sie sich auch gerne mal zeigt: bei ansonsten herrlichem Sonnenschein hier verschnupft im Nebel (und wir hatten die Ehre, sie gestern im vollen

GGB – so wie sie sich auch gerne mal zeigt: bei ansonsten herrlichem Sonnenschein hier verschnupft im Nebel (und wir hatten die Ehre, sie gestern im vollen „Ornat“ zu sehen)

Die Transamerikapyramide

Die Transamerikapyramide

kurz VOR der Touristenmeile Pier 1 und 2 von der Seeseite

kurz VOR der Touristenmeile Pier 1 und 2 von der Seeseite

Pier 1 und 2 von vorne

Pier 1 und 2 von vorne

Wir sehen einige Cablecars entgegen kommen und werden sie morgen dann mal „entern“.

Mitten während der Fahrt werden wir von einem vollbesetzten Mietwagen mit heruntergelassenen Scheiben nach unserem Ziel befragt. Luis – selber Motorradreisender und Hotelbesitzer aus Costa Rica – bietet uns seine Erfahrungen und Hilfe beim Übersetzen nach Südamerika an. Gerne! Vielleicht treffen wir uns in seiner Heimat wieder.

Nachdem wir morgens einige unserer Probleme in San Jose beim dortigen BMW Händler lösen konnten, fehlt jetzt nicht mehr viel zu unserem Glück. Ich habe entgegen meiner Befürchtungen doch das Paket mit meiner alten Motorradhose aus D-land bekommen, die deutlich besser passt; das neue Windshield ist da und montiert, so dass jetzt M. ein größeres und ich sein vollständiges (altes) habe; eine passende Abdeckung gegen nächtliches Reinregnen in unsere nicht mehr wasserdichten Koffer ist gefunden und die Ursache für das ständige Flackern von M.’s Bremslicht (ohne zu Bremsen) eruiert und notdürftig beseitigt; zudem haben wir bereits den nächsten Inspektionstermin in San Diego vereinbaren können. Es fehlen also nur noch die wasserdichten Innentaschen, die dann wohl bis Lerma/Mexiko warten müssen, weil sie dort deutlich billiger sind als in den USA und weil das Paket aus D-land Flugmeilen sammelt und immer noch nicht zurück ist, so dass für einen dritten Versand die Zeit nicht mehr reicht.

Zuhause angekommen steht nur eine Katze am Eingang, die andere ist verschwunden und bleibt auch verschwunden. Wir gehen sofort auf die Suche und entdecken 2 offene Fenster. Mist, das habe ich hinter der Gardine gar nicht wahrgenommen. Uns geht der A… auf Grundeis. Wir haben die Fürsorge der beiden übernommen und nun fehlt eine. Mist, Mist, Mist! Wir suchen überall und nochmal und nochmal. Endlich finden wir sie – mitten in unserem schlecht gemachten Bett unter der Decke und schaut uns ob der Störung empört an. Na, Gott sei Dank! Räuber! So eine Aufregung!

Zum Glück ist unsere Aufregung an diesem Tag immer positiv ausgegangen. Was geht es uns doch gut!

Wir hoffen euch daheim auch.

Happy Halloween – B.

San Francisco

_MG_2157

San Francis von Sausalito aus gesehen

San Francis von Sausalito aus gesehen

Fr. 30.10.15

Endlich! Die Golden Gate Brigde – wow! Lange kenne ich sie nur von Bildern, und jetzt stehe ich neben ihr, unter ihr, fahre über sie  – und kann die Gebühren nicht bezahlen, weil ich keinen „Token“ habe und keiner im Kassenhäuschen sitzt. Na bravo! Dann werden sie ja ein schönes Photo von mir/uns machen, denn als wir anhalten, hupen sie hinter uns. Anhalten is nich, zahlen auch nich – ja und nu? Weiterfahren. Dieses Problem haben wohl andere Touris auch, aber in den Mietautos wird das einfach elektronisch an die Agentur weitergeleitet und abgebucht, die die Gebühren dann bei der Rückgabe einfordern. Aber in unserem Falle? Wer kommt schon mit eigenem Fahrzeug nach Amerika??? Kommt nicht vor!

Na egal, wird schon nicht so schlimm sein.

Die golden Gate Bridge

Die Golden Gate Bridge

_MG_2190

Heute morgen haben wir uns von Linda und Mike verabschiedet. Es war so schön, und Mike begleitet uns ein Stück auf seiner Harley in die Sonne. Er hat uns noch ein paar Ratschläge für schöne Straßen mitgegeben und ein paar Vorschläge zum Zelten gemacht – unten am Strand…

Linda und Mike, auch roadrunner ....

Linda und Mike, auch roadrunner ….

Aber soweit kommt es nicht. Es ist unglaublich, schon wieder Trailmagic! Wir haben uns gerade entschlossen, dass wir uns jetzt wohl mal um einen Schlafplatz kümmern sollten und fahren so friedlich von der GG-Brücke weg, als hinter mir dicht auf eine 1200-er GS mit Koffern erscheint. Ich lass ihn lieber vorbei, aber er will gar nicht vorbei. Er redet mich auf deutsch an. Wow! Lass uns mal an der Eck anhalten und quatschen! Wir erfahren, dass er hier in der Straße wohnt, hier lebt, und, wenn wir wollen, das Wochenende in seiner Wohnung verbringen dürfen, da er mit seiner Frau und deutschen Freunden in den Yosemite wandern fährt. Die Moppeds können in seiner Garage bleiben. Moment! Hab ich grad was verpasst? Wir sind fassungslos. Klar wollen wir. Und deine Frau weiß bescheid – noch nicht, aber alles ok… Es ist unglaublich, wir sind sprachlos! DAS GIBTS DOCH NICHT! Doch! Markus und Katie und wir sind mitten in San Francisco mit Blick auf die Golden Gate Bridge und den Pazifik und die Hausherren vertrauen uns ihre Wohnung, 2 Katzen, Blumen, und den Sauerteig an.

Wir werden sie (hoffentlich) nicht enttäuschen!

Auf, auf zum Strand. Es ist schon dunkel, aber da unsere Mädels sicher stehen, können wir noch mal verschwinden.

Ich hoffe, es geht euch allen gut daheim,

VGB

Sacramento

Do 29.10.15

Wir sind bei unseren Freunden Mike und Linda angekommen. Wir haben sie in Fairbanks neben uns auf dem Campingplatz getroffen, als sie mit 2 Harleys dort auf die Reparatur der einen Maschine warteten. Ihrer Einladung folgen wir doch gerne. Here we are!

Linda geht fremd ;-)

Linda geht fremd 😉

Bei ihnen sind 2 Sendungen angekommen, auf die wir dringend warteten, u. a. ein Reißverschluss für M.’s Innenjacke, der erneuert werden muss.Und by the way haben die beiden auch die Lösung für unser Problem, wie der Reißverschluss nun in die Jacke rein kommt: Wir fahren gleich am nächsten Morgen zur Haus und Hofnäherin der beiden, die nicht nur Können, sondern auch die nötige große Nähmaschine zur Verfügung hat. Welch ein Glück! Erledigt!

Da es mittlerweile schon mittag ist, wird es zu knapp, heute noch nach San Franzisko zu fahren. So bleiben wir gerne. Während M. mit Mike den uralten Chevrolet 3100 von 1950 bestaunt und probefährt,

Der alte Chevrolet 3100 von 1950

Der alte Chevrolet 3100 von 1950

besuche ich mit Linda die Orchard Elemetary school in Rio Linda. Die Chefin dort hat netterweise erlaubt, dass ich so kurzfristig einen Blick in die Klasse werfe. Es gibt Mathematik und ich komme mir vor, wie zu Hause.

Es sind 4 Monate rum, schon! Die Zeit rennt!

VG an Daheim

Der Boss: Fr. Roach, die netterweise erlaubte, dass ich sofort in eine Klasse reinschnuppern durfte. Danke!!!

Der Boss: Fr. Roach, die netterweise erlaubte, dass ich sofort in eine Klasse reinschnuppern durfte. Danke!!!

spielerisch Amerika entdecken

spielerisch Amerika entdecken

der Schulhof der Orchard Elementary School

der Schulhof der Orchard Elementary School – ich komme mir vor wie zu Hause

Ein Smartboard als Tafel - uns es arbeitet genauso unzuverlässig wie bei uns

Ein Smartboard als Tafel – uns es arbeitet genauso unzuverlässig wie bei uns

Es weihnachtet schon sehr!!! Wirklich????

Es weihnachtet schon sehr!!!
Wirklich????

Sequoia und Yosemite NP

Mi. 28.10.15

Verrückte Natur. Wir haben uns gerade an die kahlen Berge und die trockene Gegend gewöhnt, immerhin haben wir seit Wochen nix anderes zu sehen bekommen. Und plötzlich macht es plopp – und switch – und zack stehen da nicht nur wieder Bäume, sondern gleich Riesenbäume. Und nur hier, nirgends sonst auf der Welt.

P1020337

Leider machen uns die tief hängenden Wolken vom Regen der Nacht die Sicht im Yosemite zunichte. Immerhin erlauben kleine Lücken den Ausblick auf die spärlich fließenden Wasserfälle gegenüber, auf den halben Half Dome, und etwas tief unten liegendes Tal. (ist eh nichts für mich, viel zu hoch alles).

historische Eisenbahn im Yosemite NP

historische Eisenbahn im Yosemite NP

image

Nevada Fall

Nevada Fall

image

Bei Temperaturen um 5 oder 6 Grad sind wir schnell wieder unten. Es fängt wieder an zu regnen und wir wollen heute nach Sacramento.

Bei den vielen Trödlern – (Kurven in 25 km/h, dafür auf den Geraden dann 100!) – müssen wir uns ranhalten. Die Amis machen nämlich nur da eine Überholmöglichkeit, wo selbst der Unfähigste überholen könnte. So müssen wir 50 km lang in den Lenker beißen… bei den schönsten Kurven…

Bis demnächst wieder

VGB

Top gun

Mo 26.10.15

Wir starten vom Death Valley Richtung Sequoia-Nationalpark. Dazu müssen wir über die vorderen Berge und über die hinteren Berge und den Pass. Bei den vorderen Bergen gibts einen Aussichtspunkt, Father Irgendwas Viewpoint. Was gibts denn hier zu sehen? Wir fahren rein, und sehen … NICHTS. Hä? Auch die Infotafel sagt nichts spezielles. Von der Aussichtsplattform schauen wir in den 300 m breiten Canyon rein, braun, steinig, rechts sieht man noch ein Eckchen vom death Valley. Unspektakulär! M. will die Schotterstrecke bis vorne auf die Spitze fahren und noch mal ins Death Valley kucken, aber ich will nicht. Dann warte ich hier eben. Whuuuummmmm!!! saust da eine Jagdmaschine über mir hinweg und taucht in den Canyon ein, fliegt knapp über dem Boden die Schlucht entlang. Wow! Was war das denn? Gleich ein zweiter hinterher, ein dritter. Dasselbe wieder zurück. Welch ein Spektakel! Man sieht die Flieger nicht kommen, nur den Schatten auf der Bergwand. Hören kann man sie auch erst, wenn sie direkt vor der Nase sind. Und wenn sie vorn ei sind, fliegen einem die Ohren ab!

Top Gun - hautnah, durch diesen Canyon.

Top Gun – hautnah, durch diesen Canyon.

Ich laufe zum Mopped und hole die Kamera! Sie kommen ein paar mal und einige Bilder kann ich schießen, aber ich bin zu baff, um auf die Idee eines Videos zu kommen. (Schade)

Mount Whitney (4414m), der höchste Punkt der Lower 48, nur etwa 100km vom tiefsten Punkt der USA, dem Death Valley (-86m) entfernt.

Mount Whitney (4414m), der höchste Punkt der Lower 48, nur etwa 100km vom tiefsten Punkt der USA, dem Death Valley (-86m) entfernt.

Weiter gehts, wir fahren immer höher den Pass rauf. Es gibt wieder Bäume! Eine der schönsten Straßen weit und breit in ganz USA: J41 und Shermanpass road. Kein Verkehr und Kurve an Kurve. Nach oben muss man zwar höllisch aufpassen, weil  viel Dreck auf der Straße liegt, Sand, Geröll, vornehmlich in Kurven, das nimmt aber immer mehr ab, je mehr man runter fährt. Ups, hier gibts ja grünes Gras überall. Womöglich hats hier vor kurzem geregnet? 😉  Plötzlich ändert sich die Landschaft wieder, jetzt nur und ausschließlich Grassteppe – ohne Baum. Auf einmal erscheinen riesige Mandarinen oder Orangenhaine soweit das Auge reicht. Und plötzlich sind wir wieder in der Zivilisation: Porterville. Es gibt wieder MDC und Starbucks.

Fahrspass in der Sierra Nevada

Fahrspass in der Sierra Nevada

Hier erfahren wir, dass unsere Pakete zum 2. Mal nicht angekommen sind und zurück geschickt worden sind. (Sind die denn alle zu blöd dafür???)  So ein Mist. Na wenigstens regnet es heute nicht, der Himmel ist blau und wir suchen uns noch schnell ein Plätzchen zum Schlafen

Gute N8

B.