Über gsnomaden

Wir fahren Motorrad und mit unserem Eigenheim (Hilleberg Keron GT) (am liebsten) um die Welt.

Landesinnere/Wüste

Mi + Do 23/24.9.15

Wir biegen von der herrlichen Küste Oregons ins Landesinnere ab. Noch ein kleiner Abstecher ans Meer, wo wir bei den hereinbrechenden Wellen frühstücken. Ich könnte stundenlang zusehen. Gestern Abend haben wir Seelöwen in der Brandung beobachten können, direkt vom Aussichtspunkt.

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Aber wir waren zu unruhig, um noch den Sonnenuntergang mitzunehmen. Wiedermal hat uns die Suche nach dem Campingplatz den Sunset verdorben. Mist. Das müssen wir also verschieben, denn wir wollen zum Crater Lake. Die Straße gehört wieder uns. Null Verkehr. Wieder fällt uns die umgebende Trockenheit auf, staubtrockene Straßenränder, braune Wiesen und Rinnsale in mächtigen Flusstälern. In Rapidvillage (Rapid=Stromschnelle) hats wohl schon lange keine Rapids mehr gegeben, denn die Steine und Felsen liegen trocken, dazwischen nur stehende Gewässer.

Kurvig erreichen wir über den Highway 38 den Crater-Lake im Nationalpark. Normalerweise kostet jeder Nationalpark extra Eintritt, aber wir haben ja unseren Jahrespass. (Den zu kaufen war eine gute Entscheidung.) Der erste Wow-Ausguck und wir sind hin und weg. Sonne, blauer Kratersee und mittendrin ein Vulkan im Vulkan.

Der Vulkan im Vulkan

Der Vulkan im Vulkan

Der Vulkan im Vulkan (Whizard Island)

Der Vulkan im Vulkan (Whizard Island)

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Das "Geistereschiff"

Das „Geistereschiff“

das "Schloss" am Crater Lake - übrig gebliebene Lavaschicht von früherem Ausbruch

das „Schloss“ am Crater Lake – übrig gebliebene Lavaschicht von früherem Ausbruch

Man kann um den See herumfahren, was wir auch tun. Im Nationalpark darf man nicht wild campen, also auf zum Campingplatz. Hier im Park sollen 30 – 70 Schwarzbären leben, also wieder alles in die bereitgestellten Footlocker stellen. Wir haben aber schon seit Ewigkeiten keinen Bären mehr gesehen. So auch diese Nacht nicht. 🙂

Es wird schnell dunkel und noch schneller kalt. Ich verzieh mich ins Zelt, während M. noch eine neue Liste anfängt.

Es sind nur noch 7 Grad – auf 1800 m Höhe. Ein Einheimischer hat uns Schnee angedroht, aber anscheinend hat er nur geunkt. Denn auch am nächsten Morgen sind es noch 5 Grad. Da haben wir gestern Abend aber mehr gefroren. Wie kommt das denn? Anscheinend liegt es an der Feuchtigkeit – bzw. Trockenheit. Unser Zelt ist knochentrocken, innen wie außen, obwohl ich es normalerweise immer zumindest von innen trocken wischen muss. Die Luft ist hier so trocken, dass dies nicht nötig ist.

Ehe wir Kaffee getrunken und eingepackt haben, haben sich die Temperaturen schon verdoppelt. Yeah! 10 Grad. Wir wollen los, aber unsere Mädels nicht. Sie zieren sich, stellen sich an, nehmen nur schwer das Gas an. Was ist denn jetzt los? Wir haben doch schon Frost ohne Probleme gehabt und soooo hoch fand ich das jetzt nicht, als dass „dünne Luft“ ein Thema sein dürfte. Ich versuche 3 Mal loszufahren, jedesmal bis kurz vorm Abwürgen, bis ich im Leerlauf ein paar mal Gas gebe. Dann gehts. M. stellt dieselbe Problematik fest. Hm. Keine Ahnung, müssen wir beobachten!

Da die Sonne lacht, der See so schön blau leuchtet und die Straße so herrlich kurvig vor uns liegt, entschließen wir uns, die Extrarunde 60 km um den See herum zu fahren. Ein letzter kurviger Gruß und ab in die Wüste.

Zunächst gibt es keine Laubbäume mehr, nur noch Zedern (glaub ich zumindest), Dann vereinzelte, verstreute Gehöfte mit armen Kühen auf der „Weide“ (die so braun ist, dass man das schon nicht mehr so nennen kann. Was sollen die denn da noch grünes Gras finden?) Manche Weide ist etwas grün, die wurde dann aber auch bewässert. Woher nehmen die das Wasser dafür? Aus einem Brunnen? Grundwasser? Regen hats hier schon lange keinen mehr gegeben. Irgendwann hören die Ranches auf, dann auch die Bäume. Es gibt nur noch kniehohes Gestrüpp. Alles ist braun.

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Es duftet etwas nach Bittermandelöl. Ob das die Sträucher sind? M. riecht nix. Aber  ich rieche lange Zeit den süßlichen Duft. Das kann ich mir doch nicht eingebildet haben, oder?! Die Bergrücken geht es kurvig entlang und drüber, aber danach wieder zig km lang schnurgeradeaus. Verkehr=Null, Straßenzustand glatt, Landschaft wie zuvor: Kahle Bergrücken, struppige Ebenen. Nach 20 km wieder ein Bergrücken, wieder die Ebene. Zuletzt 60 km Ebene. Mir wird echt schummrig. Die wildesten Gedanken schießen mir durch den Kopf. Was, wenn wir hier eine Panne haben? Haben wir genug Wasser dabei? Hier kommt doch kein Mensch vorbei…. M. findet die Landschaft einfach nur klasse. Mir macht sie Angst. Ich heize einfach weiter. 120 km/h im Gasometer eingestellt, damit ich Gymnastik auf dem Mopped machen kann: Nacheinander die schmerzenden Schultern, Füße, Beine und Hände bewegen. Übrigens die Sonne heizt uns auch kräftig ein: schon mit 25 Grad suchen selbst die Kühe Schatten, aber heute werden es wieder 31 °C ohne irgendein wehendes Lüftchen – außer dem Fahrtwind natürlich. Logisch, dass ich zusehe, dass wir zum nächsten Ort kommen: Winnemucca.

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Merkwürdig ruhig ist die Stadt, nachdem die Sonne runtergefallen ist. Wir hören nur ein paar Hunde bellen, keine Autos, keinen Motor, nur Stille und leuchtende Lichter. Dafür haben wir DIESEN Sonnenuntergang umso mehr genossen. Wir haben uns auch nicht mit der Suche nach einem Campingplatz aufgehalten, sondern unser Zelt neben dem Sandspielplatz für „große (und halbgroße) Jungs“ aufgebaut. Der letzte Fetz auf dem Dirtbike flitzt gerade noch vor Sonnenuntergang an uns vorbei, wohlwissend, dass es in 10 min. stockdüster ist – ohne Licht in den Dünen? Keine gute Idee. Ab nach Hause!

Es ist halb 10 Uhr abends, schnuckelige 21 Grad und windig, sandig – gute N8

B.

Endlich am Meer

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Mo 21.9.15

Über Astoria endlich ans Meer: Wir sind jetzt wirklich am Pazifik und mit unseren Moppeds IM Wasser. Im Wasser? Jep! Wir fahren auf den Strand – legal! – und parken die Moppeds am Wasser, dort wo der Sand feucht ist, aber das Wasser nicht hinkommt. So denken wir. Aber das ändert sich schneller als gedacht. Wir haben noch im Ohr, wie unser Schrauber sagte, dass es Spaß macht, am Strand endlang zu fahren, aber man sollte das salzige Wasser meiden. Aber wir denken nur an unser Bild, an den Moment: Wir MIT unseren Moppeds hier und hinter uns keine Bucht, kein Land mehr, sondern nur noch Wasser! Wow! Neben uns ein Japaner mit Fahrrad im selben Aktionsmodus. Und plötzlich meint M., wir sollten langsam machen, dass wir davon kommen, die Flut käme nämlich. Und zwar ziemlich schnell, denn ICH stünde schon IM Wasser neben meinem Mopped. DAS stand also AUCH im Wasser. Und ich habs nicht mal gemerkt! Danke für den Hinweis. Huh! Schnell den Helm über den Kopf, den Kinnriemen und die Handschuhe spare ich mir. Nur fort hier! Zum Glück ist der nasse Sand ziemlich fest. Aber die 50 m zur Einfahrt nicht. Das weiß die Dame natürlich noch von der Auffahrt. Hm, nur Mut! Ich LIEBE Sand! (Mist, hilft auch nicht, das Vorderrad eiert von rechts nach links, natürlich nehme ich wieder das Gas weg, anstatt mich an den Lenker zu hängen und dran zu bleiben. Na, das üben wir dann noch mal – irgendwann) M. fährt wie auf Schienen. Logisch!

Am Pazifik - bei Astoria auf dem Strand - NOCH! Wenige Minuten später steht dort schon Wasser...

Am Pazifik – bei Astoria auf dem Strand – NOCH! Wenige Minuten später steht dort schon Wasser…

Wir fahren weiter, bald soll ein Campingplatz kommen, direkt in der Nähe des Strandes im Statepark. Wir fahren die Küste entlang und genießen das Glitzern des Wassers der immer tiefer stehenden Sonne und die herrlichen Ausblicke. Dazwischen immer wieder kleine Häuser. Ahh – hier leben zu dürfen. Welch ein Vorzug! Einen Blick vom Aussichtspunkt hinunter aufs Meer gefällig? Klar immer!

Da unten hinter der Düne lag der Campingplatz

Da unten hinter der Düne lag der Campingplatz

Die zwei ersten Parkplätze fallen unserer Absprache zum Opfer, aber der 3. passt. Dort ist auch nur ein einziges Auto mit weit geöffneter Tür, aber das stört uns nicht. Ein einzelner Herr sitzt auf der Balustrade mit Fernglas und starrt übers Meer. Er spricht uns sofort an, ob wir denn auch die Wale gesehen hätten. Was? Wale??? Hä???? Die ganze Bucht ist voller Buckelwale. Völlig unüblich für diese Jahreszeit und dann auch noch so dicht am Ufer. Der Wahnsinn!!! Walewatching von der Uferstraße aus. Im Halbminutentakt pusten die Wale die Luft aus, hier einer, dort einer…

In dieser Bucht sahen wir die Wale...

In dieser Bucht sahen wir die Wale…

Vor unserer Nase Buckelwale, aber doch zu weit weg zum fotografieren. Schade.

Vor unserer Nase Buckelwale, aber doch zu weit weg zum fotografieren. Schade.

Wir können uns nicht losreißen. Aber in einer halben Std. geht die Sonne unter und wir würden gerne vorher unser Zelt aufbauen. Also fahren wir schnell runter an den Strand. Der Eingang ist schnell gefunden, aber die Technik macht uns einen Strich durch den Sonnenuntergang. Eh der Computer endlich alles geschluckt hat, ist die Sonne weg. MIST! M ist stocksauer! Die Sonne ist aber auch verdext schnell weg. Die geht ja nicht, die fällt ja runter! Es ist erst viertel nach 7! Na, es kommen wohl noch mehr – hoffentlich. Also baut M das Zelt auf – das kühlt das Gemüt, und ich mach Abendessen. In Anbetracht der heraneilenden Dunkelheit bleibt auch heute die Küche kalt. Aber ich hab eingekauft heute morgen, so fällt der Salat doch üppig aus. Im Dunkeln lesen und blog schreiben, bis die Finger frieren. Licht gibts nur von der Stirnlampe. Also ab  ins Zelt. O-ton M: Vielleicht müssen wir unsere Strategie ändern und morgens schneller los und abends früher aufhören. Aber ich kann nur morgens mit meinen Lieben skypen. Wenn ich erst abends im Dunkeln versuche zu skypen, ist in D-land morgens und keiner da, da alle arbeiten. Außerdem genieße ich, dass ich eben NICHT morgens in Hektik aufbrechen muss, sondern in aller Ruhe! Ich bin richtig in der Reise angekommen und genau DAS hab ich gesucht!  Keiner der mich drängt, keiner der mir sagt, wann ich was machen soll oder gar muss. Vielleicht lieber so?: Wenn wir früher aufhören müssen, dann fahren wir eben nicht mehr so weit. Auch gut. Mal sehen, was wird.

VGB

PS: Mitten im Wald ist die Wahrscheinlichkeit, dass Rehe oder Hirsche dir vors Rad laufen, äußerst gering, dafür aber im nächsten Vorgarten umso mehr! Also Obacht, wenn ihr euch die netten Ortschaften anschaut.

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Im Hafen von Astoria, über diese 70 m hohe Brücke sind wir kurz zuvor gefahren.

Im Hafen von Astoria, über diese 70 m hohe Brücke sind wir kurz zuvor gefahren.

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Freunde

So 20.9.15

Schon wieder müssen wir uns von neugewonnenen Freunden verabschieden. Wir haben uns bei Miranda und Paul in Tacoma sehr wohl gefühlt, aber nun müssen wir den nachrückenden Gästen und Freunden Platz machen. So ist das Haus nicht ganz so leer und es fällt Miranda nicht so schwer. Wir machen uns auf nach Bonney Lake, weil wir dort bei Alyxmoto am späten Vormittag den Matschprotektor (hört sich gut an, ne?!) für unsere hintere Federung einbauen wollen. Sie soll angeblich auch für die Adventure passen. Das hatten wir in D-land schon vorgehabt, aber den gabs nur für die normale GS. Diese von Meier passt aber. Die anderen beiden Alex’s schrauben wie immer fleißig und haben noch nix gegessen. Kenn ich noch einen. 😉 Wir also schnell einkaufen und zurück. Gemeinsam vertilgen wir zur Freude von Alex’s Frau Jenny Unmengen an Herrlichkeiten. IMG_5985

By the way lädt uns Alex auf das hiesige GS-Treffen an diesem Wochenende ein. Ist aber nur 150 km entfernt. Natürlich fahren wir dahin und natürlich brauchen wir bei den herrlichen S-Kurven auch 320km. Wir fahren eben gerne und genießen auch gerne mal kleine Straßen durch den Wald ohne Verkehr mit vielen Kurven, auch wenn wir dann nicht „voran kommen“. Hier kommen wir am Adams Creek Campground mit dicken Tannen an, die so dick sind, dass sie nicht zu zweit umarmt werden können. Hammer. Direkt am Adams Creek gelegen. Die Truppe hat einen Hobbybrauer, der für frisch gebrautes, wild schäumendes Bier sorgt und einen Pilzkenner, der vorher mit 12 Leuten std.lang die seltsamsten Pilze sammelt. Die meisten sind essbar, werden zu „Suppe“ (besser Ragout) oder Grillgut verarbeitet (da kann sich die „Haut Volet“ aber die Finger nach ablecken!!!!) Steinpilze und Pfifferlinge so groß wie meine Faust hab ich ja noch erkannt, aber die anderen??? Ein Pilzgeflecht, so groß wie ein zusammengerollter Dackel hing in 2 Metern Höhe am Baum und sah aus wie rötlich weiße Korallen. Essbar!!! Kein Wunder, wenn bei 7 kg Pilzen im Topf die Suppe derart gut schmeckt. Als Nachtisch noch das Wiskeybier – fast wie Likör mit viel Fummm – und zusammen mit Loras Infos über Grenzübertritt nach Mexiko (sie war auch schon überall, China, Istanbul, Südamerika…. ) sind wir nun rundum versorgt.

Es fällt schwer, Alex zu verabschieden. Er selbst ein Traveller im Herzen, seine Frau Jenny so herzensgut und gastfreundlich, fahren beide GS-en und nehmen uns beide als Beispiel. Es ist real, nicht nur ein Traum, zu zweit durch die Welt zu reisen. Sie wollen in 2 Jahren über Island nach Norwegen und 3 Monate reisen, aber vorher werden wir uns – das ist fest vereinbart – im nächsten Jahr auf der Intermot in Köln wiedersehen! Wir freuen uns drauf.IMG_5990

Nun geht es erstmal zu den Vulkanbergen. Diese herrliche Straßen werden wir mitnehmen, kostet 170 km extra und bietet Kurven an Kurven. Yeah!!!

Aber der Mt Rainier ist verschnupft, er verkrümelt sich hinter Wattebergen, auch der Mt Adams, nur Mt St Hellen ist rudimentär zu sehen. Mist! Na, immerhin ist es heute trocken geblieben, so dass wir richtig ausgiebig Kurven satt hatten. Die Landschaft um Mt St Helen sieht mystisch aus, wie von einer anderen Welt. Man sieht von weitem immer noch die von der Druckwelle der Explosion umgeworfenen Bäume – alle merkwürdig in eine Richtung zeigend. Und das immerhin 35 Jahre NACH dem Vulkanausbruch. Näherkommend gibt es keine großen Bäume, allenfalls noch 4 Meter hohe schnellwachsende Tannen, sonst nur niedriges Gebüsch. Alles sehr weitläufig und offen, so dass der Wind richtig durch pfeifen kann. Noch näher am Vulkan gibt es dann gar nichts mehr, nur Gestein. Wohlgemerkt, VOR 1980 gab es Reihum große Wälder. Die liegen aber seit 35 Jahren im Spirit Lake, vom Wind in eine Ecke gedrückt, kahl und wie Streichhölzer zusammengeschoben. Echt mystisch, wie auf einem anderen Stern. Aber die Straße dahin ist ein echter Leckerbissen. Nur die Bodenwellen sind haarig knackig. Erst spät zu sehen kreuz und quer über die ganze Breite muss man höllisch aufpassen. Auch plötzlich auftretende tiefe Schlaglöcher machen selbst unseren Federbeinen schwer zu schaffen. Dear Susan, thats another road for your list. But don’t take the Rocket, the GS is better of course there is so many uneven pavement. The waves maybe shoot you out of the seat…

Für alle, die googlen wollen, wovon ich spreche: ab Randel Forestroad 26, dann die windi ridge road 99, und zuletzt 25

Morgen endlich zum Pazifik – irgendwann muss ich doch mal meine Fuße reinstecken….

In diesem Sinne VGB

PS: Die Gegend seit Vancouver leidet sehr unter dem letzten, sehr trockenen Jahr. Man sieht überall die leeren Flüsse und Seen.

Der Pilzmeister mit seiner Suppe: Wayne

Der Pilzmeister mit seiner Suppe: Wayne

Hm, eine Delikatesse!!!

Hm, eine Delikatesse!!!

Der Meister der Pilze und der Kochkünste im neuen Gewand - die Meisterin des Hemdes nebenan - die aufgenähten Taschen sind tatsächlich nicht zu sehen!!!

Der Meister der Pilze und der Kochkünste im neuen Gewand – die Meisterin des Hemdes nebenan – die aufgenähten Taschen sind tatsächlich nicht zu sehen!!!

Morgens früh beim Burritofrühstück! Wir werden hier verwöhnt...

Morgens früh beim Burritofrühstück! Wir werden hier verwöhnt…

Der Whiskeyaltar - jedes Jahr neu ein Highlight ... wie man sieht

Der Whiskeyaltar – jedes Jahr neu ein Highlight … wie man sieht

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Wir huldigen dem Whiskeyaltar ... in unterschiedlicher Weise ;-)

Wir huldigen dem Whiskeyaltar … in unterschiedlicher Weise 😉

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Wir schlüpfen auf Loras Platz mit unter

Wir schlüpfen auf Loras Platz mit unter

Auch hier ist jetzt der Herbst angekommen

Auch hier ist jetzt der Herbst angekommen

Der Spirit-Lake mit Baumlaichen der Eruption von 1980

Der Spirit-Lake mit Baumlaichen der Eruption von 1980

Wie eine Mondlandschaft

Wie eine Mondlandschaft

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Der Mt St Helens umringt von Wolken

Der Mt St Helens umringt von Wolken

Seattle

Do 17.9.15

Sightseeing in Seatttle – wie immer schaffen wir nur einen Bruchteil von dem, was wir uns gerne anschauen würden. Anscheinend müssen wir auch hier nochmal wiederkommen. 😉

Der Spaceneedle

Der Spaceneedle

EMP-Museum: ExperienceMusikProject

EMP-Museum: ExperienceMusikProject

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Ein Regentag am EMP

Ein Regentag am EMP

Im EMP: DAS Mopped aus Easy-Rider

Im EMP: DAS Mopped aus Easy-Rider

Im EMP: Bladerunner

Im EMP: Bladerunner

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Monorail am oder besser DURCH das EMP

Monorail am oder besser DURCH das EMP

upside - down

upside – down

Ein musikalischer Spielplatz: Jede Station macht Musik

Ein musikalischer Spielplatz: Jede Station macht Musik

ohne Worte

ohne Worte

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Wellness (für Mädels)

Mi, 16.9.15

Geschafft! Die Mädels sind wieder flott! Wir haben den ganzen Tag geschraubt und nu haben wir neue Kettenkits drauf, Öl gewechselt, Bremsflüssigkeiten gewechselt, neue Luftfilter eingesetzt, die Lenkkopflager kontrolliert, und je ein neues, einen offeneren Ritzelschutz montiert. Nun schnurren sie wieder wie eh und je.

Unser Retter heißt Alex Guth (alyxmoto.com). Was hätten wir nur ohne ihn gemacht? Keine Ahnung. Ein echter Wahnsinnstyp. Selber Traveller und Besitzer von Werkstatt, Motorrädern, Ahnung und ganz vielen Geschichten und Ratgebern, sowie Familie mit 2 Teenagertöchtern und 6 Hunden, wovon zwischenzeitlich 4 stiften gegangen sind. Das sind Räuber! Aber lieb, nur eben ungestüm eigenwillig – manchmal! Also alles stehen und liegen lassen. Wir hören sie in der Nachbarschaft schon laut bellen. Ich habe ohnehin die Kleinste auf dem Arm und „verwahre“ sie, M und Alex machen sich auf und fangen schnell 3 der 4 Abgänger ein. Nur der letzte hat rausgefunden, wie das Spiel „Fang mich“ geht. Er lässt sich sehr oft bitten. Auch im Haus lässt er sich auf keinerlei Kommandos mehr ein. Na, dann allemann in den Garten… Grrrr.

Wir werden noch zu Grillwürstchen und Chips, langen Brötchen und einem Bier eingeladen, doch bevor wir aufbrechen ist es schon halb 8 und dunkel. Unsere Gastgeber haben zum Glück nicht auf uns gewartet, sondern sind zum Essen ins Restaurant gefahren. So sitze ich im Eingang auf der Treppenstufe und schreibe den Block, während M. das Bier holt – wir haben hier Weizen mit Grapefruit (meine Lieblingssorte) gefunden. Jetzt regnet’s – aber egal!

Welch ein erfolgreicher Tag! Wir sind total glücklich und zufrieden. Prost!

VGB

Alex Guth mit 3 seiner Schätzchen. ;-) Das

Alex Guth mit 3 seiner Schätzchen. 😉
Das „größte“ von allen: Twaila

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ein Selfi mit Alex, der uns zu Svens Hostel in Fairbanks gebracht hat, welch prima Zufall im Nachhinein.

ein Selfi mit Alex, der uns zu Svens Hostel in Fairbanks gebracht hat, welch prima Zufall im Nachhinein.

Thrill zwischen Whistler und Lillooet

Di 15.9.15

Wer immer in Kanada unterwegs mit dem Mopped ist, der MUSS die Straße zwischen Whistler und Lillooet fahren. Was für ein Thrill. Wir haben soviel davon gehört, dass wir uns kurzfristig von Vancouver abwenden und eine Tagestour von 620 km einschieben: Einmal Lillooet und zurück, einen Tag Arbeit für eine Std. Genuss. Aber so ist dass hier, weil alles so weit auseinander liegt, liegen eben auch die schönen Ecken weit auseinander.

Wir kämpfen uns am Sonntag also zunächst durch den Stadtverkehr bis hinter Vancouver. Dort geht es in einer kurvigen, aber zweispurigen Straße die Strait of Georgia entlang mit wundervollen Ausblicken auf den Pazifik oder auf die Berge bis nach Whistler, auch den Abstecher zum Olympiapark. Interessant, hier läuft Biathlon im Sommer mit Rollen unter einem halben Meter Brett. Vor 5 Jahren fanden hier die Skisprünge statt. Irgendwie kommt mir der Auslauf sehr knapp vor. Das sieht in Wirklichkeit für mich viel kleiner aus, als im Fernsehen. Vermutlich sieht das dann auch in Realität viel höher aus, wenn ich da oben stehen würde… 😉

Biathlonstadion in Whistler (Olympia 2010)

Biathlonstadion in Whistler (Olympia 2010)

Schießstand in Whistler

Schießstand in Whistler

olympische Skisprungschanzen von 2010

olympische Skisprungschanzen von 2010

Das Maskottchen der Olympischen Spiele von Vancouver 2010

Das Maskottchen der Olympischen Spiele von Vancouver 2010

Der Ort ist sehr neu, aber wirklich schön gestaltet, mit Fußgängerzone, Geschäften und Restaurants. Ein schneller Kaffee und weiter zur schönsten Straße bisher:

Hügelig und kurvig. Du fährst also die Straße hoch auf eine Kuppe zu. Die Straße fällt dahinter ab, so dass man nicht sieht, wohin die Straße geht. Erst wenn man oben ist, sieht man, wo die Straße weitergeht. Man muss also blind auf den Höhepunkt zufahren und blitzschnell reagieren, wohin man fährt. Echter Thrill. Man kann das natürlich auch sehr viel langsamer fahren. Aber im 5. Gang bei 90 – 100 km/h sind die Mädels spritzig und feurig genug, um wendig zu reagieren. Der pure Spaß. Leider natürlich viel zu kurz. Hinter Lillooet hätten wir eigentlich dieselbe Straße zurückfahren sollen. Aber das ist auch doof und so fahren wir den Fraser-river-Canyon zurück. Eine schmale Straße mit tiefen Einblicken in den Canyon unten, aber soviel Verkehr, der einen immer wieder aufhält. Dann natürlich die Autobahn von Hope nach Surrey zurück, die erstaunlicherweise kurviger ist, als der parallel und schnurgerade verlaufende Highway, den wir auf dem Hinweg schon mal gefahren sind. Die letzten 70 km müssen wir im Dunkeln fahren. Es ist erst halb 8, aber es wird immer früher dunkel. Egal, wir brauchen ja kein Zelt aufbauen.

bei Lillooet: Setonlake

bei Lillooet: Setonlake

Den Tag danach (Mo) müssen wir allerdings unseren Kram einpacken und uns nach Seattle aufmachen. Unser Paket soll dort heute ankommen. Der Hund Asi ist ganz traurig, er weiß genau, dass wir verschwinden und uns fällt es auch nicht leicht, Kanada zu verlassen. Ein tolles Land und tolle Menschen, tolle Erfahrungen! So lange drauf gewartet und nun ist Kanada Geschichte.

Bye Kanada

Bye Kanada

Welcome again, Amerika

Welcome again, Amerika

Zum Trost suchen wir eine kleine Straße den Pazifik entlang. (Der Grenzübergang ist schnell erledigt – anscheinend haben wir schon sooft dieselben Fragen gleich beantwortet, dass der Zöllner sie alle schon kennt.) Wir könnten hier so schön im Wald mit Blick auf den Ozean fahren, wenn wir nicht immer auf die Autos aufpassen müssten. Die Häuser hier kosten bestimmt zwei Vermögen. Eins reicht da schon nicht mehr. Welch eine Gegend zum Leben!

Irgendwann nimmt der Verkehr derart zu, die Ampeln häufen sich (wir müssen an JEDER warten) und der Ozean ist in weiter Ferne. Das lohnt nicht mehr, wir fahren auf die Autobahn. Da kann man dann wenigstens fahren. Denkste! Nur kurz, denn es ist Feierabendzeit, da sind die verstopft – Stau wie Zuhause! Aber es gibt hier eine Spur, die mit Kameras überwacht bei Strafe nur für Busse und Autos mit mindestens 2 Insassen freigegeben ist. Man will dem Verkehr Einhalt gebieten und Fahrgemeinschaften erzwingen. Wie zählen da die Motorräder? 4 Räder, zwei Leute = erlaubt oder 2 Motoren, 2 Leute = nicht erlaubt??? Erst am nächsten Morgen lesen wir im Internet, dass diese Spur für Motorräder erlaubt ist. Ok – beim nächsten Mal!

Wir kommen bei Jeffs Schwester Miranda in Seattle/Tacoma unter. Die Giants helfen auch aus der Ferne. Welch eine Truppe! Wir tragen deren grünes Band noch immer. Jetzt haben wir zwar neue Ketten, dank des Supports unseres Lieblingsschraubers daheim. Aber dran sind sie noch nicht. Wie in D-land wollen die Werkstätten gerne 3 Wochen vorher wissen, dass wir kommen. Aber genau das können wir nicht absehen. Schwierig, schwierig. Wir grübeln, suchen, überlegen, fragen, tun, machen…Irgendwie sind die letzten 10.000 km seit der letzten Inspektion viel zu schnell verflogen. Nun sind es schon 26 TKM und keine Inspektion in Sicht. Da können wir ja bald die 30-er in Angriff nehmen (grrrr)

Bis auf weiteres sind wir also ziemlich eingeschränkt in unserer Bewegung.

So long, that’s live. See you soon on this blog

B.

Ah, wohl die schönste Stadt der Welt?!

Sa.12.9.15

Bitte verzeiht, wir haben uns lange nicht gemeldet. Aber wir hatten einfach keine Zeit. Wir sind in Vancouver und da vergeht die Zeit anscheinend noch schneller.

Wir sind im Haus von Lyne und Roy eingeladen zu übernachten und das allein ist schon großartig. Aber sie überraschten uns heute mit einer Bootsfahrt raus auf den Pazifik. Die Schwester Lisa und ihr Mann Paul waren so nett und so bin ich wirklich sprachlos. Wir haben in Steveston etwas gegessen und so wurde es doch schneller dunkel als uns lieb war. So musste Roy mit GPS Paul am Steuer lotsen und der vor allem den Hölzern, Ästen und Planken im Wasser ausweichen. Aber mit solch einem Wasserskiboot mit soviel PS ist das plötzliche Abdrehen kein Problem. Irgendwie kann das Boot um die Ecke fahren, nicht wie sonst erwartet in einer Kreiskurve. Beeindruckend. Die Männer haben dies sehr sicher gemeistert und ich konnte den Sternenhimmel genießen. Welch ein Abenteuer: Ich fahre AUF dem Pazifik, während die Sterne leuchten. Das hab ich noch nie gemacht.

Unsere Gastgeber in Vancouver/Surrey und auf dem Boot: Roy und Lynn, Paul

Unsere Gastgeber in Vancouver/Surrey und auf dem Boot: Roy und Lynn, Paul

die Gastgeberin auf dem Boot: Lisa

die Gastgeberin auf dem Boot: Lisa

Abendessen im Fischerort Steveston

Abendessen im Fischerort Steveston

Abendstimmung - im Dunkeln zurück

Abendstimmung – im Dunkeln zurück

Wir haben heute morgen Fahrräder ausgeliehen und sind zum Stanleypark immer am Wasser entlang rund herum gefahren. Heute war viel Verkehr – sowohl auf dem Wasser als auch auf dem Radweg. Die Sonne glitzerte im aufgewühlten Pazifik. Sicher hätten wir auch gerne noch Granville Island mit genommen. Aber die Zeit reichte nicht.

mit dem Bike am Pazifik

mit dem Bike am Pazifik

Parkbesucher - relaxen!

Parkbesucher – relaxen!

Gestern sind wir nicht einmal aus dem Hafen rausgekommen. Ich musste einfach alle naselang stehenbleiben und staunen. Die riesigen Schiffe – die Millenium haben wir in Skagway bereits kennengelernt! Witzig, sie hier wieder zu sehen.

Da ist sie wieder. Von Skagway zurück!

Da ist sie wieder. Von Skagway zurück!

Die Wasserflugzeuge, die hier wieder starten und landen, die kleineren Boote, die zu Hauf vertäut liegen. Einige Boote dazwischen sind auffällig bunt: Hausboote. Es ist wohl billiger im Hafen, als Miete sonstwo zu zahlen.

Miete zu teuer? Auf dem Hausboot ist die Steuer gleich null.

Miete zu teuer? Auf dem Hausboot ist die Steuer gleich null.

M.'s Berg: Mount Baker, schon in den USA nur 90 km entfernt.

M.’s Berg: Mount Baker, schon in den USA nur 90 km entfernt.

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Im Rosengarten des Stanleyparks

Im Rosengarten des Stanleyparks

Besucher des Stanleyparks

Bewohner des Stanleyparks

Die Olympiafackel von 2010

Die Olympiafackel von 2010

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ich lausche...

ich lausche…

...seiner Musik

…seiner Musik

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so viel Verkehr

so viel Verkehr

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endlich eine Tankstelle! da brauchen wir aber viel Anlauf, um unsere Tiefflieger mit dem RICHTIGEN Sprit voll zu tanken

endlich eine Tankstelle! da brauchen wir aber viel Anlauf, um unsere Tiefflieger mit dem RICHTIGEN Sprit voll zu tanken

Sommerland im Herbst

Mi, 9.9.15

Wir genießen die Sonne am Okanagan-Lake auf dem Campground in Summerland, bei Kelowna. Gestern Abend haben wir doch tatsächlich ein paar Nordlichter wabern sehen. Zwar nur schwach, aber doch eindeutig nicht der Mond, der war noch nicht da, aber doch sehr grün. Toll! Yeah!!! Wir hatten es schon aufgegeben.

Kürbisvielfalt am Okanagan

Kürbisvielfalt am Okanagan

Die Suche in Kelowna den Abend vorher verlief nicht ganz so erfolgreich. Beim ersten  am See war man so eingepfercht, dass man beim Nachbarn fast auf dem Schoß saß. Beim zweiten der Untergrund so schräg, dass man ständig aufeinander rollt. Beides für viel Geld. Andere sind noch teurer. Ehrlich, schräg schlafen kann woanders auch umsonst. Wir suchen uns ein Eckchen am Waldrand. Aber es ist schwierig. Anscheinend fahren hier die Männer für ihre Jagdübungen hin. Wir nehmen eine schräge Ausbuchtung am Ende der geteerten Straße. Hier kommt wohl kaum mehr einer her, denn es wird schon dunkel und alle fahren raus aus dem Wald. Ich koche leckeres in Honig eingelegtes Schweinefilet an Spargelkäsesoße über Kartoffelscheiben. (Das muss mir auch erst mal einer nachmachen, immerhin auf einer einzigen, nicht regulierbaren Flamme und alles gleichzeitig fertig und heiß!) Hm!

Es wird aber nicht lange so schön bleiben, denn mitten in der Nacht fängt es an zu regnen. Und wie! Der Regen läuft überall hin und drückt sich sogar ins Zeltinnere. Auch die Matratzen und Schlafsäcke sind nass. Natürlich auch mein Helm und mein Nierengurt. Aber so schlimm ist das ganze nicht, denn es ist ja immerhin „warm“, nette 12 Grad. Also was macht man in so einem Fall? Erstmal Kaffee! Also Tarp aufbauen, Kaffee kochen, frühstücken. Und weil man irgendwann satt ist, auch noch ein Sudoku lösen und ein Buch lesen. Denn so eilig haben wir es ja nicht, es hört bestimmt gleich auf. Immerhin sind wir mitten in einer Halbwüste. Sooooo viel Regen gibt es da ja nicht. Doch gibt es! Es hört einfach nicht auf. Die Autos, die genervt an uns vorbeifahren, blicken überrascht, haben aber sicher wichtiges zu tun. Irgendwann kommt einer zurück und fragt, was wir hier denn tun würden. Darauf warten, bis der Regen aufhört – eine blödere Antwort hätten wir ihm nicht geben können. Wer setzt sich schon in den Regen und wartet darauf, dass er aufhört? Wir! Wo hätten wir denn hinsollen? Er hat sehr perplex geschaut ob der Antwort. Wir kamen dann ins Gespräch, woher, wohin, wie lange…. Er teilte uns auch mit, dass solch ein Regen für diese Region sehr ungewöhnlich wäre, wünscht uns alles gute und fährt wieder. Hilft uns dann auch wenig, Also packen wir im Regen ein, der pünktlich aufhört, als wir uns auf die Moppeds setzen. Na egal, wir werden die Sachen am Abend alle wieder trocknen, den die Sonne kommt raus. Es soll am Wochenende wieder über 30 Grad werden. Was für ein Wetter! 3 Wochen lang frieren wir morgens bei 0-5 Grad Celsius und plötzlich „buff“ – wieder so heiß innerhalb weniger Tage.

Wer soll hier über den Fluss, eine Brücke für wen? Wenn man genau hinschaut, sieht man das Rohr, in dem irgendeine Flüssigkeit rübergerettet wird.

Wer soll hier über den Fluss, eine Brücke für wen?
Wenn man genau hinschaut, sieht man das Rohr, in dem irgendeine Flüssigkeit rübergerettet wird.

Wilder Campingplatz ;-)

Wilder Campingplatz 😉

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Wir schauen beim hiesigen BMW-Händler nach gescheitem Kettenspray. Es kommt einem vor, wie zu Hause: Wunderlich-Ersatzteile, Motul-Kettenspray… Wo sind wir denn hier gelandet? Er hat eben unheimlich viele GS-Fahrer als Kunden. Wir quatschen lange, und fahren diesmal sage und schreibe 74 km bis hierher zum See. O-ton M.: Manno, das macht unseren ganzen Schnitt kaputt!!! 😉

Nix besonderes!

So, den 6.9.15

Heute haben wir nix besonderes erlebt, außer dass M. an den Moppeds geschraubt hat (Ketten gesäubert, damit sie uns hoffentlich noch bis Seattle halten), wir 2 Grad plus und Nebel heute morgen hatten, dann die Sonne raus kam und wir – bis alles getrocknet und verstaut war – schon 1 Uhr hatten. Aber bei 16 – 20 Grad sitzt man doch gerne in der Sonne! Wir sind bis Lillooet gekommen. Hier soll es eine german bakery geben. Genau da wollen wir hin. Morgen früh!!! 

Die Landschaft hier runter war echt der Hammer. Wir fahren zwischen zwei Bergrücken auf halber Höhe entlang. Oben auf dem Gipfel liegt Schnee, unter uns fließt der Fluss und wir auf halber Höhe eine kleine kurvige Straße im Sonnenschein. Auf dieser Höhe öffnet sich die Landschaft und neben uns gibt es Felder. Aber nur diejenigen sind grün, die bewässert werden. Alles andere ist dorniges trockenes Gestrüpp. In Kanada Halbwüste? Jep, ich war auch verwundert. Anscheinend kommt hier nicht viel Regen an. Und das, wo in 1 ½ Std. Entfernung das Skiparadies Wistler liegt. Sollte man nicht glauben. 

Apropos: hier geht die Sonne schon um viertel vor 8 unter. Und schnell ist es stockdüster! Das ist der Nachteil daran, dass wir nach Süden fahren. 

Mo. 7.9.15 

Schon wieder Feiertag, alles zu, auch die German Bakery, die vor 2 Jahren bankrott gegangen ist. Na, das fängt ja gut an. Ohne Kaffee los! Mist. Den sollte es dort geben. Dafür sind wir heute morgen das erste Mal seit 3 Wochen ohne Frieren aufgestanden. Satte 12 Grad! 

Wir fahren nach Kelowna durch Indianergebiet: Ab und zu mal ein Grundstück/Haus oder eine kleine Ansammlung von Häusern. Jedes hat einen eigenen Namen. Aber irgendwie ist mir das unheimlich. Leben die Indianer hier freiwillig oder gezwungenermaßen? Ich weiß es nicht. Es ist schmuddelig, unordentlich, überall liegt Schrott um die Häuser. Uns erzählte eine Deutsche, die jahrelang bei den Indianern gelebt hatte, dass die jungen Indianer die alten Traditionen vernachlässigen und mehr und mehr nach westlichen Standards Ausschau halten. Wenn ich das Leben hier betrachte, so kann ich mir das gut vorstellen. Hier ist tote Hose und sicher sehr schwer, für das zum Leben nötige zu sorgen.

Die Straße ist gut, es lässt sich wunderbar cruisen, eine Kurve nach der anderen, rauf und runter, immer mit Blick auf den tief unten liegenden Fluss. Aber auch der führt nicht viel Wasser. Statt dessen erwischt uns der Regenschauer 10 min. vor der Kaffeepause in Merritt. Es schüttet, aber kaum schauen wir aus dem Fenster, lugt die Sonne schon wieder hervor. Nicht lange und die Straße ist schon wieder trocken. 

Bilder – Nachtrag

Sa, 5,9,15

Wir sind in Prince George und versuchen wieder mal unsere überfälligen Inspektionen und die altersschwachen Ketten zu organisieren. Deshalb also nur so wenige Kilometer, damit wir das Internet bei Starbucks gebührend „blockieren“ können. 😉

Die Zeit haben wir genutzt und in die letzten Berichte die Bilder eingestellt.

hier zwei schöne Bilder vom Francois-lake, wo wir übernachtet haben._MG_8719

Fraser-Lake

Fraser-Lake

bis demnächst

VGB