Über gsnomaden

Wir fahren Motorrad und mit unserem Eigenheim (Hilleberg Keron GT) (am liebsten) um die Welt.

Brütende Hitze bis Panama Stadt

Mo. 4.1.16

Schon wieder 36 °C, morgens bei Abfahrt schon über 30 und den ganzen Tag brennt die Sonne. Puh! Wir fahren früh los, um die letzten 450 km bis Panama Stadt im Hellen zu schaffen. Das hört sich nicht viel an, aber wir schaffen im Schnitt nur 50 km pro Std. Denn die Panamerikana (die Nr. 1) ist 100 km lang Baustelle und trotz unserer Überholmanöver und zwischenzeitlichen 120 km pro Std. gibt es immer wieder Stau oder einspurige Verkehrsführungen mit Wartezeiten. Das schlaucht. Außer einer einzigen Einkaufs- und Mittagspause erlauben wir uns keinen Zeitverlust. Trotzdem: Erst kurz vor 5 sind wir am Panamakanal, aber schade – das Visitorcenter und die Straße dahin sind schon gesperrt. Erst morgen wieder. Dafür finden wir endlich eine Bank, die Dollar ausspuckt, so dass wir für morgen (Cargo, Papierkram, Moppeds???) gerüstet sind. Auch konnten wir endlich mal wieder einen Supermarkt wie in den USA finden. Zwar genauso teuer, aber immerhin mal wieder vernünftig einkaufen und „snacken“ auf dem Parkplatz in der Hitze ;-)…

Auch das Hotel unter der Brücke „Puente de las Americas“ ist (mit einer kleinen Suchrunde) gefunden. Wir buchen uns für 3 Tage ein. (Danke Mike, der Besitzer erinnerte sich noch an dich, sogar an dein Hotel! Er wunderte sich schon, woher wir sein Haus kennen, so ohne Reservierung etc.)

Edit zu gestern: Es geht über einen 3300 m hohen Pass – bei knappen 13 Grad nur ca ein Drittel so warm wie tags zuvor. Ich erlaube mir die Heizgriffe zu heizen. Stufe 2 natürlich! Wir frieren! Ist das zu glauben??? Kaum oben, geht es steil nach unten und innerhalb kürzester Zeit ist es wieder brütend heiß über 30 Grad. Wenn dann noch Ölwechsel dazukommt ist es kein Wunder, wenn frau dann Kreise sieht, oder?! Mein Kreislauf macht gerade Überstunden… Wie schöööön, wenn dann kurz vor der Grenze zu Panama einem kurz vor der Brücke einer auf der Straße mit beiden Armen winkend in den Weg springt. Ein Polizist mit umhängendem Ausweis und municipalem Aussehen. Das hat gerade noch gefehlt! Kein freundliches „Hola“, kein „mein Name ist …“ oder andere Begrüßungsfloskeln, nur „Licencia!“ Ich frage ihn laut auf deutsch: Was ist denn los? „De donde eres?“ Von Alemania – mit Hinweis auf das Schild. Licencia! Verstehe ich nicht, schüttle den Kopf, rücke nichts raus. M., der Arme, hat die A.karte. Er steht vorne und hat sich mit ein paar Worten Spanisch geoutet. Die stottert er jetzt herunter, während ihm der Beamte seine Papiere einkassiert. Wiederwillig rücke ich nun auch meine raus. Er erklärt M., er wäre zu schnell gefahren. Ich auch. Hier wäre nur 60. Ich schalte sofort, spreche durchs Mikro laut auf deutsch, Nein, ich bin nicht zu schnell gefahren. Schüttle wieder den Kopf. Da reagiert auch M. Der Beamte erklärt etwas nachgiebiger, dass hier in Costa Rica 80 Limit wäre. Keine 100 und auch keine 90. Mit einer Ermahnung und einem strengen Blick entließe er uns noch einmal gnädigerweise. Wir nicken und stecken die Papiere wieder ein, während von hinten einige Moppeds angerollt kommen. Sie lachen, schäkern mit dem Beamten und fahren grüßend weiter. Wir hinterher. Als ob hier 60 wäre!!!! Als ob in ganz Costa Rica nur 80 gefahren werden dürfte!!! Wers glaubt wird selig! Wo war denn seine Radarpistole, wo sein Beweis? Direkt hinter der Brücke holen wir die Moppeds ein, die schon alle bereits 100 fahren. War da gerade ein einzelner Polizist? Alleine ohne Auto? Was hat DER denn ausgefressen, dass sie ihn dahin strafversetzt haben? Er hatte wohl Langeweile und musste seine fehlende Unterstützung mit unfreundlicher Strenge wett machen. Na, meinetwegen. Solange er kein Geld von mir will, vertreibe ich ihm gerne etwas seiner Zeit. 

Hoffentlich vertreibt ihr euch daheim mit schönen Dingen die Zeit.

Herzlichst eure B.

Panama Grenze

So. 3.1.16

Es fällt wieder einmal nicht leicht, sich von unseren Gastgebern zu verabschieden. Luis schickt uns mit ein paar letzten Ratschlägen zur Grenze. Die sei nur Formsache und schnell erledigt. Ich schaue zweifelnd, denn ich bin ja mittlerweile ein „alter Hase“ was Grenzen anbelangt. Abgesehen von der herrlichen Gegend rundherum sollte ICH leider Recht behalten. Wir brauchen fast 3 Std. an der Grenze – bei brütender Hitze von schon wieder 35 Grad.

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die 3 „Waisen“ (B. mit Ignacio/Uruguay und Basil/Frankreich, die auch bei Luis zu Gast sind )

Entgegen seiner Schätzung sind wir nicht um 1 spätestepns an der Grenze, sondern trotz 10 Uhr Losfahrens erst um 16.00 Uhr – ohne große Pause. Überall sind Geschäfte und munteres Treiben. Keiner hält uns auf und so fahren wir erstmal glatt an den Ausreisegebäuden von Costa Rica vorbei und landen am Panama’ischen Einreiseschalter. Dort werden wir gleich vom Versicherungstypen überfallen, der schon loslabert, eh wir Helm und Motor aus haben. Ich frage am Schalter nach der Ausreise, ob die denn nicht nötig wäre. Der Jüngling sucht die Stempel im leeren Teil des Passes vergeblich, bis ich ihn darauf hinweise, dass dort nichts ist. Er schickt uns zur Ausreise 60-70 m zurück. Die Lauferei beginnt, denn die Dame am Schalter rückt keine Info freiwillig raus. So stelle ich mich also an und erhalte als erstes exakt dieselben 2 Flyer, die ich bei der Einreise schon ausgefüllt habe. Nein, die müsste ich auch für die Ausreise ausfüllen. Mach ich brav, stelle mich wieder an und endlich vorne fehlt die Quittung der taxes. Die 7 $ hab ich doch noch gar nicht gezahlt. Also wieder alle Papiere zurück und auf die Suche nach der Bezahlstation. Mitten in der Zollräumlichkeit – natürlich nur einfach besetzt – residiert die Dame der Aduane. Aber sie lässt sich nicht hetzen, Zwischenfragen überhört sie, und lediglich bei „der nächste bitte’“ wage ich eine Zwischenfrage. Ja, dort am Automaten könne man die Gebühren mit Karte bezahlen. ich versuche es – mit Hilfe eines anderen Reisenden – mehrfach, den Pass zu lesen und anschließend mit Karte zu bezahlen. Aber ich erhalte keinerlei Quittung – vielleicht hat der Automat abgebucht, vielleicht auch nicht. Es ist nicht rauszubekommen. irgendwann steht wieder das Anfangsbild auf dem Bildschirm. ich gebe auf, warte auf einen günstigen Moment für eine Zwischenfrage. Ja, der Automat würde schonmal rumzicken, aber es gäbe draußen noch einen Bus.  Hä? Hab ich richtig gehört? Links das Gebäude entlang. Ok, kucken wir ma. Da steht ein Gebäude mit Aduane dran, ist aber abgeschlossen. Neuer Versuch bei der Dame und tatsächlich finde ich den Bus. Da Privatservice kostet es jetzt einen Dollar mehr. Dafür aber NUR CASH!!!  Endlich den ersehnten Ausdruck in der Hand wieder zurück zu Dame Nr. 1. Wieder anstellen. Sie nimmt alles wortlos an und sagt, dass M. selber kommen muss. Auf meine säuerliche Frage, ob er sich dann auch wieder hinten anstellen müsse, antwortet sie zuckersüß. Nein, diesmal nicht! Ich frage sie noch, was denn danach käme, aber sie verweigert jegliche Auskunft, solange M. nicht erschienen ist. Ich erkläre ihr in meinem besten spanisch, dass Schatzilein bei den Mopeds wartet und kaum spanisch spricht. Wenn sie denn bitte so freundlich wäre, MIR zu erklären, was danach notwendig wäre.

Jep, wortlos zeigt sie auf Aduane im Nebengebäude. Na, da war ich doch schon mal. Nur dass diesmal eine lange Schlange vor mir wartet. Endlich darf ich meine Zwischenfrage stellen und sie gibt mir einen anderen Flyer zum Ausfüllen. Obwohl die Leute alle in klimatisierten Räumen sitzen, während die Klienten draußen vorm Schalter zerfließen, scheint ihnen die Sonne jegliches Mitleid mit anderen verbrannt zu haben. Sie scheuchen die Leute hin und her – ohne Rücksicht auf Verluste. Nach 1 ½ Std. haben wir endlich die Ausreisepapiere und dürfen gehen.

In Panama stelle ich mich mit den Pässen an der Einreise an. Aber oh wunder?! Sie wollen nicht mich, sondern zuerst mein bike einreisen lassen. Also alle Fahrzeugpapiere zum Schalter holen. Erst danach gäbe es meinen Stempel in den Pass. Okee. Meinetwegen. Sie kontrollieren alles und schicken mich (erstmal ohne Stempel) zur Aduane. Aber M. hat im Blog der Kradvagabunden den Hinweis mit der Versicherung gesehen. Also einen der Versicherungsfritzen krallen. Aber jetzt sind auf einmal alle fott. Doch – einer ist noch da. Der führt uns zur Versicherung, aber die offizielle Stelle, die kontrolliert, ob alles in Ordnung ist, hat schon zu. Er nimmt sich einfach selber die Papiere und stempelt. Mit diesem Wisch nun zur Aduane. Die Herren im Schalter haben alle keine Lust heute zu arbeiten und schicken die unerfahrenste von allen vor. Sie verdreht die Augen, M. ebenso wie die langsam länger werdenden Schlange hinter ihm. Mit dem deutschen Fahrzeugschein hat sie ihre liebe Mühe, aber keiner kommt ihr zu Hilfe. Egal wie hilfesuchend sie auch fragt oder um sich schaut. So dauert und dauert es. Mit diesem Wisch zur Einreise. Damit wieder zurück zur Aduane, danach zum Zollfritzen auf der Straße, der wohl kontrolliert, ob die Scheindaten mit Kennzeichen übereinstimmen. Mit dessen Unterschrift dann zum Desinfizieren und bezahlen. 1 $! danach sind wir fertig – wow! Schon??? Nach fast 3 Std.!!! Natürlich ists schon dunkel draußen und der Zeitsprung erlaubt leider kein schnelleres vorankommen. so sind wir gegen halb 8 in David beim Hostel – für 14 $ pro Nase mit Swimmingpool, Küchennutzung, Theke, Fernsehraum und Waschmaschinen… alles vorhanden.

Schnell abkühlen, etwas kochen, essen, ab ins Bett. Morgen sind erneut 450 km abzuspulen. Da müssen wir früh los. Das Abenteuer Moppedtransport rückt immer näher!

Bis morgen VGB

Frohes neues Jahr…

… allen Daheim und unterwegs. Euch allen alles Gute für ein erfolgreiches Jahr 2016!

Do.31.12.15 bis So. 3.1.16

Zum ersten Mal schreibe ich die Zahl 2016. Irgendwie komisch, ein halbes Jahr auf tour… Wir haben Silvester mit unseren Gastgebern, den anderen beiden französischen Gästen und einer befreundeten Familie am Strand in Nosara am Pazifik verbracht, wo wir alle in Zelten übernachtet und uns die Zeit vertrieben haben.

Wir sind schon um 9.00 Uhr abfahrbereit, aber wegen verschiedenster Gründe kommen wir erst kurz vor Sonnenuntergang los. Während der Fahrt schaue ich immer mal wieder auf die Uhr, wohlwissend, dass gleich zu Hause Jahreswechsel ist. Aber hier noch lange nicht, und so verstreicht der Augenblick recht unspektakulär. Die Silvesternacht ist warm und mild und erinnert mich mit seinem Wellenrauschen an Texel, wo wir das erste Silvester gemeinsam verbracht haben. Reihum wird fleißig geappt. Aber wir haben kein Internet und so schauen wir dem Treiben nur still zu. Doch ich bin früh aufgewacht morgens und abends schon früh müde und so verschwinde ich „schon“ gegen 2 Uhr Ortszeit. Kurze Zeit später wache ich wieder auf und das Wiedereinschlafen fällt bei der eindonnernden Musik mit dem dicken Bass echt schwer. Irgendwann überwinde ich den inneren Schweinehund und gehe raus nachschauen: Ein großer Pickup mit offenen Türen dröhnt gleich 10 m neben unserem Zelt direkt neben dem Wasser und übertönt sogar das Wellenrauschen. Die jungen Leute davor spielen Fußball und genießen wohl die Freiheit mit Papis Auto. Sie sind aber sehr freundlich und machen auf meine ebenso freundliche Bitte hin die Musik deutlich leiser, so dass ich wieder schlafen kann – allerdings auch nur kurz, denn irgendwann klappern die Türen und der Motor fährt immer wieder und wieder an. Ja, was machen die denn da? Wie heißt es so schön?image

Kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort! Es ist nämlich verboten, mit dem Auto auf den Strand zu fahren.

Sie haben sich beim Rausfahren vom Strand festgefahren. Es wird gerade hell – kurz nach 4 Uhr und sie versuchen verzweifelt, das Auto wieder rückwärts zu schieben, denn nach vorne den Berg hoch ist ja noch schwerer. Der Reifen ist schon halb drin und jedesmal, wenn sie einen neuen Versuch starten, wird es schlimmer und schlimmer. Sie graben mit bloßen Händen, holen einen Baumstamm (den sie aber quer davor legen …. augenverdrehend schaue ich zu, gebe ihnen aber dann doch einen Hinweis, dass er so nur ein weiteres Hindernis zu überwinden darstellt…) Sie versuchen es mit einem Wagenheber, mit Steinen, Strandgut… Ein Auto fährt zur Hilfe – ich gebe den Hinweis, man möge vorsichtig sein, nicht dass hinterher 2 Autos feststecken. Das morsche Seil reißt 2 mal, bevor der Autobesitzer aufgibt. Er schafft es nur mit Mühe zurück auf den Parkplatz. Rat- und Mutlosigkeit gepaart mit dem Willen nicht auf zu geben, machen sich breit. Wieder wird tief und tiefer gegraben. Ein zweiter Wagen kommt zu Hilfe, diesmal von oben, mit einem etwas längeren Seil. Aber auch dieser Wagen sinkt im Sand ein und kommt nur mit Mühe und viel Anschieben wieder raus. Mittlerweile halb 8, die Zuschauermenge wechselt, (die Helfer ebenso,) kommt ein ehemaliger Helfer mit einem dicken Sack und einer Schaufel wieder. In dem Sack steckt ein irre langes Seil. Dies wird am Auto auf dem Parkplatz festgezurrt und damit schaffen sie es endlich. Ich mache derweil Bilder und Videos und biete diese den jungen Leuten als Trost an, weiß ich doch aus eigener Erfahrung heraus, dass man flucht und jammert solange man in einer Sch…situation drinsteckt. Hat man sie aber gemeistert, lacht man drüber und hat wieder eine Story mehr zu erzählen. Aber sie sind froh, dass keiner die Polizei gerufen hat, sie „alleine“ raus gekommen sind und es reicht ihnen wohl, die Story den Eltern nur zu beichten – ohne Bilder. Frohes neues Jahr!

Endlich Ruhe! Der Strand ist durchgewühlt und so langsam wacht das Volk rundherum auf. 1. Januar! Die Sonne scheint und es wird warm und wärmer – bis über 30 Grad. Das Wasser ist herrlich, warm aber erfrischend.

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Gerline, Käpt’n Sparrow, Samorita, Gaby und Salchichas gegrillt! Hm!

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Aber es ist Ebbe und die Wellen sind hoch und der Rückfluss zieht einem die Füße weg. Bei einer dieser Wellen habe ich meine Sonnenbrille auf den Weg nach Indonesien geschickt. Mist! Schöner Jahresanfang!

Es bleibt nicht das einzige, was das Meer sich holt. Neben Teilen von Besteck und einer Zelthülle (der Franzosen) auch unsere gute große Taschenlampe. Vielleicht ist sie am Strand aus der Tasche gefallen und jemand hat sie gefunden und „danke“ gesagt!. Grrr!

Bei solch heißen Temperaturen kriegt mich keiner aus dem Schatten raus. Nur nicht zuviel bewegen, sonst geh ich kaputt. Chillen in der neuen Hängematte aus Mexiko, Sudokus lösen oder schlafen.

imageSelbst zum Essen fehlt die Anstrengungsbereitschaft. Aber die Damen verziehen sich mit dicker Sonnencreme mitten in die knalle Sonne auf den Strand. Keine Minute würde ich da aushalten und sie liegen dort Stunden und braten! Ich bin schon vom Zugucken durch! Trotz Schatten hole ich mir einen Sonnenbrand, so sehr knallt die Sonne. Selbst eine dünne, braune 1 m lange Schlange sucht wohl im Cockpit des Motorrades unseres Gastgebers etwas Schatten. Sehr zu unser aller Schrecken, aber der junge Andenkenverkäufer nebenan rettet uns (oder die Schlange?), nimmt sie langsam und vorsichtig in die Hand und entlässt sie abseits ins Kakteengestrüpp.

Zum Trost für all das Ungemach an diesem Tag dürfen wir abends im 7 km entfernten Nationalpark die Schildkröten sehen, wie sie allmonatlich ihre Eier legen. Welch ein Spektakel. Vor lauter Schildkröten weiß man nicht wo man hintreten soll. Sie sind bisweilen 1 m lang und wiegen 50 – 60 kg und marschieren einfach gerade aus – egal ob dort jemand steht oder nicht. Im Dunkeln habe ich das Anschleichen nicht mitbekommen und plötzlich zieht mir eine von hinten den rechten Fuß weg. Ich erschrecke mich furchtbar und springe rückwärts über sie drüber. Zum Glück, denn Hinsehen ging nicht, das war zu dunkel. Beeindruckt über die Vielzahl der Tiere, der Tischtennisball großen, runden Eier und des Spektakels insgesamt machen wir uns wieder auf den Weg.

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Unser Gastgeber hat hier ein Grundstück, welches er für den Verkauf vorbereitet: Planieren, Bäume fällen, die die Sicht aufs Meer versperren… Erst spät fahren wir im Dunkeln mit viel Verkehr zurück. Immer noch knapp 30 Grad.

Wieder in unserer „Gastbude“ angekommen empfängt uns ein neuer „Gast“: Ein Skorpion in unserem Bad. Sie kommen gerne ins Haus, wenns draußen „kalt“ wird. (Was immer kalt heißt…)

Na, jedenfalls heißt es wieder einmal Abschied nehmen, von Samorita und seiner Familie, von den Franzosen, und auch von unseren Gastgebern, denn morgen gehts weiter nach Panama – endlich! Der Cargoflug soll am 7.1. gehen. Ich bin mal gespannt, wie es weiter damit geht. Das wir dann bestimmt auch noch abenteuerlich. Ich halte euch auf dem Laufenden…

VGB

 

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Federvieh bie Luis

Werkstattfreuden

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The man of the week!

Di. 29.12.15

Wir fühlen uns in Luis’ Werkstatt so wohl, dass wir gleich heute noch mal hingefahren sind und den Tag dort verbracht haben. Aber heute ist mal NICHT mein Mädel dran. (PUH!) Ich habe den Jungs als deutsche Spezialität Waffeln gebacken, mit einem Waffeleisen, welches M. gestern bei Walmart gekauft hat. Es tut es sehr langsam zwar, aber besser als nix.

M. dagegen möchte sein Tool für das Werkzeug wieder unten dran basteln – des Gewichts wegen. Aber das kann der Maestro so nicht akzeptieren. Das dünne Rohr tut es ihm nicht gut genug. (Er hat ja recht, es gibt den Erschütterungen nach, was zu mehr Bewegung in den Halterungen führt.) Ein neues wird gesucht, eine Halterung überlegt, ich muss zwischendrin bei den Überlegungen mal übersetzen, aber meistens kommen die beiden mit Händen und Füßen und ein paar Wörtern in Spanisch klar. Luis spricht langsam, einzelne Worte mit viel gestischer Unterstützung. Mehr braucht es nicht, so dass ich meist in der prallen Sonnenhitze warte und im eigenen Saft schmore – auch wenn ich mich schon in den Schatten verziehe. Ein schäbiges, aber stabiles grünes Rohr mit einem weißen Verschluss – sorry Baby, aber damit wirst du wohl alle Ambitionen auf den Titel des schönsten Moppeds drangeben müssen. Ja, weiß mein Liebster auch, aber das ist ihm egal, Hauptsache es hält und tut, was es tun soll. Aber sowas Unfertiges lässt der Maestro nicht aus seiner Werkstatt. Als alle Halterungen geschweißt und angepasst sind, wird das gute Stück schwarz lackiert und mit einem Werkstattaufkleber versehen. Wow, SO ein schönes Teil will ich aber auch haben ;-). Keiner hat zuvor ein Wort über Farbe verloren. Weder wir, noch Luis. Bei der Montage erbittet sich M. noch ein Druckausgleichsloch für große Höhenunterschiede, weil er sonst ggf. die Rolle nicht mehr aufbekommt. Der Meister grinst nur, zwinkert und zeigt mit dem Finger auf ein winziges Loch im Mantel. Aha, hat er schon selber dran gedacht. Er denkt auch wirklich an alles!

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Endlich wieder eine Werkzeugrolle

Endlich fertig. Können wir jetzt fahren? Ja! Können wir! Denkste! Maestro unterzieht natürlich das Bike noch einer Generalinspektion. M. hatte zwischendurch auch alle Hebeleien brav geölt. Die Kette mache ich bei der Heimkehr – versprochen! Aber trotzdem findet er noch einen dicken Fehler am Bike: Der Autoesel von vorgestern hat ihm nicht nur die Platte verbogen, sondern die Halterung an zwei Stellen so massiv eingerissen, dass sie vermutlich keine weiteren 6 Monate halten wird. Ich seufze, M. auch, aber es hilft nichts. Lieber jetzt reparieren als später in der Mitte von nirgends Hilfe suchen.

Jetzt endlich entlässt uns der Meister – nachdem wir ihm zusammen vor seiner Werkstatt für ein Foto parat gestanden haben.

Jetzt aber: kochen, essen, schwimmen oder anders herum – egal. Aber mehr auch nicht. Es waren heute wieder mehr als 30 Grad – diesmal aber ohne Fahrtwind! (Puh!)

VGB

Federung, die 3.

Mo.28.12.15

In Anbetracht der Tatsache, dass wir wohl (mindestens) bis zum 7.1. keinen Flug für unsere Bikes bekommen, entschließen wir uns, meine Federung ein 3. Mal in Angriff zu nehmen. Zu Luis, dem Racer und Mechaniker haben wir Vertrauen. So wie er das Bike anschaut, scheint er auch wirklich Ahnung zu haben, abgesehen davon, dass er wirklich eine Seele von Mensch ist. Wir fahren also heute zu ihm.

In seiner Werkstatt stehen ungefähr 30 – 40 nagelneue Maschinen, die von 5 Jungs auseinandergenommen und wieder mit neuen Teilen versehen werden. Wow, fast wie am Fließband.

Mister Magichand nimmt sich meines Bikes an und baut nur das Rad aus, und mein Mädel hinkt im selben Moment. Nebenbei bemerkt er, dass mein Bremssattel auf der rechten Seite nicht richtig festgezurrt war.

 

 

Foto 2

Der Adler ist schon wieder Flügellahm

Kein Wunder, wenn mir die Federung nicht gefiel. Die linke Seite hatte den Dienst schon vollends quittiert, die rechte musste alles übernehmen. Na, das hatten wir ja schon mal. Liegt es etwas an den neuen Aluteilen? Sind die etwa doch nicht so gut, wie ich dachte? Nein, wie ich jetzt weiß, dient diese Aluhalterung lediglich dazu, dass bei Ausbau der Gabel, die aus 3 Teilen besteht, nicht der untere Teil auf dem Boden knallt, sondern gehalten wird. Das hat aber rein gar nichts mit der Federung zu tun. Warum also hängt die Seite? Nach Ausbau raschelt es innen in der Gabel wundersam. Fehlersuche! Er findet einen gebrochenen Dichtungsring, den der mexikanische BMW-MEchaniker übersehen hat. Hast du vielleicht bei der Lenkung irgendetwas etwas gemerkt? Doch, als ich sie abholte in Mexiko, hat sie bei meinen Kreisen immer so komisch gepumpt, so als müsste ich gegen ihren Willen, sie immer wieder neu dazu zwingen, in die Kurve zu lenken. Die Bewegung, die Mister Magic macht, trifft genau zu. Er nickt und grinst sich einen.

Aber das ist nicht alles: Das Gabelöl, dass eigentlich die Dämpfung mit übernehmen soll, fließt ohne Widerstand von einer zur anderen Seite. So entsteht aber keine Dämpfung. Das wiederum liegt daran, dass Mister BMW kein Loctite an die Schraube getan hat und sich der Führungsstab mit den Metallscheiben gelöst hat, wodurch nun sämtliche Metallscheiben von klein nach groß munter in der Gabel durcheinander purzeln (deshalb auch das Klappern). Hier ist ein kleiner Metallring verbogen. Entweder weil BMW es falsch zusammengebaut hat oder weil er das gar nicht gesehen hat…. Mir schwillt der Kamm. Auch das baut Mister Magic bis ins kleinste Detail auseinander, legt es säuberlich auf eine Unterlage und puzzelt solange, bis alles in der richtigen Reihenfolge sitzt und passt. Selbe in grün auf der anderen Seite. Auch hier fehlt das Loctite und die Schraube ist schon locker gedreht. Mir fällt die Kinnlade runter, als mir klar wird, dass binnen kürzester Zeit meine komplette Federung zusammengekracht wäre – vermutlich während der Fahrt!!! Na, warte BMW. Warum wohl hatte ich von Anfang an so ein komisches Gefühl in Merida? Aber wenn ich als Laie schon weiß, dass man tunlichst kein Rad mit der Bremsscheibe auf die Erde legt, sondern was weiches drunter, dann sollte DAS wohl einem BMW-Fachmann nicht passieren. Er hat mich auch danach nicht mehr in seine Werkstatt lassen wollen und seine Schreibtischdame vorgeschickt. Ich hab mich aber nicht an ihr Ge-(oder Ver-)bot gehalten und bin einfach durchmarschiert. Dort habe ich gesehen, wie er nach Anleitung per PC gearbeitet hat. Auch das hat mich verwundert, aber angeblich wollte er nur was nachschlagen…

Aber Mister Magic hat das alles nicht nötig. Er baut alles zusammen und ist fertig. Wenn ich wollte, könnte ich jetzt zu einer Probefahrt fahren. Da ich seit gestern ja weiß, wie er ohne mit den Füßen auf die Erde zu kommen, eine 1200-er fahren – und anhalten – kann, mache ich mir darum keine Gedanken. Wenn er wollte, könnte er auch selber Probe fahren. Aber er ist sich seiner so sicher, er braucht keine. Die ist nur, damit ICH sicher und zufrieden bin. Also fahre ich eine kleine Tour – sie fährt wie früher. So wie ich sie kenne und seit Oaxaca vermisst habe. Ja, da ist sie wieder!

Morgen fahren wir nochmal dorthin. Vielleicht gibts noch ne Möglichkeit das abgerissne Tool mit dem Werkzeug wieder unten ans bike zu basteln. Wir haben ja sonst nix zu tun 😉

Bis bald, eure B.

Races!

Mo 28.12.15

Gestern sind wir tatsächlich um 7.00 abgeholt worden um zum Rennen zu fahren. Es sind 2 Std. kurvigste Straße dorthin -. eigentlich herrlich. Aber es regnet und ist furchtbar nebelig, dass ich lieber hinter einem schwarzen Auto herfahre, als zu überholen. So sehe ich wenigstens, wo die Straße lang geht… Klatsch nass bis auf die Haut gibts unterwegs – laut Luis – das beste Frühstück weit und breit – und die Aussicht auf Sonne. Mit beidem hat er Recht. Schnell sind unsere Jacken wieder trocken geföhnt und wir kommen bei strahlender Sonne an der Rennstrecke in der Nähe von Arenal an.

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Der Chris Pfeiffer Costa Ricas.

Luis, der Mechaniker und Rennfahrer, fährt in verschiedenen Klassen immer und immer wieder. Nicht auf eigenen Bikes. Die gehören anderen Besitzern, die viel zu groß und zu dick für das Pilotieren der Bikes wären. Man muss sehr klein und super schlank sein, denn je mehr Gewicht, desto mehr Zeit. Beeindruckend, wie schnell die wie Mofas aussehenden Bikes (die sich auch genauso anhören!) von Null auf mehr als 200 Std,km innerhalb von nur 400 m werden.

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Möge der schnellere gewinnen…, vamos Zamorita!

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200 ccm und nach 400 m über 200 km/h schnell.

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Schnell sind die Rennen durchexerziert und die Bigbikes sind dran. Die interessieren uns aber nicht. Das ist nur Machogehabe und nicht wirklich gut. Teilweise verpassen die den Start, hampeln mit Wheelys rum und wollen eigentlich nur den anderen Fahrern imponieren. Mit den Zuschauern hat das nichts weiter zu tun.

Mitten zwischen den dicken Bikes wird im Startbereich eben mal zwischendurch die Sieger“Ehrung“ ohne Publikum oder Ansagen oder Applaus abgehalten. Alle auf einmal – man sieht nichts im Durcheinander. Irgendwann kommt Luis mit „Bempel“ und Siegergeld wieder – natürlich nur ein paar Moneten. Aber immerhin.

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And the Winner takes it all, ….

Er erzählt uns, dass normalerweise viel mehr Leute und auch Starter hier wären. Aber wegen des morgendlichen Regens wäre heute nix los. So verziehen wir uns gleich anschließend in die Biotherme auf dem Weg nach Hause. Herrlich entspannend, wenn auch proppenvoll – klaro, an den freien Tagen jetzt. Kostet „nur“ 6 $ pro Nase, anstatt 30 $ (pro Nase wohlgemerkt) im bekannten Fortuna. Hier kommen nur die Einheimischen hin und die stellen nach und nach die eigenen Gespräche ein, denn sie sind – ob unseren Erzählungen – rundum sehr interessiert.

Natürlich müssen wir wieder durch den Regen und im Dunkeln nach Hause, haben wir wieder viel zu lange im Wasser getrödelt…

Aber unser Schutzengel fährt ja mit, und so kommen wir heil hier an. Dort treffen wir zu unserer Überraschung die beiden Franzosen von der Grenze wieder. Welch Halloooo!!! Sie werden wohl schnell ihr Auto hier verkaufen (weil sie hier mehr Geld bekommen) und mit dem Bus nach Panama fahren und mit kleinen Böötchen rüber nach Kolumbien schiffen, dort Bikes kaufen und endlich das machen, was sie schon lange wollten: Moppedreisen! Ich kann sie guuuuut verstehen!

Bis bald wieder

B.

Ausflüge…

Sa. 26.12.15

Wir genießen den Heiligen Abend mit unserer Ersatzfamilie. Es ist wunderschön, 3 nette Kinder, die sich nicht zanken, aber über die Geschenke, die nach Mitternacht verteilt werden, riesig freuen,

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Große und kleine Kinder …

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… freuen sich riesig über die Geschenke

der wunderbar geratene Truthahn und die anderen Leckereien,

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Die Schlacht am (warmen) Buffet

die Erwachsenen, die mit Ausdauer und Geduld unserem fehlerhaften, langsamen Spanisch folgen, und der Gitarrist und Sänger, der mit internationalen und nationalen songs für gute Stimmung und ebensolche Laune sorgt.

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STIMMUNG!!!!

Auch für uns gibt es Geschenke und wir haben auch eine Kleinigkeit für die Gastgeber. Morgens habe ich noch mit einigen der Kindern geskyped, und am nächsten Morgen (es ist dann ja schon 7 Std. weiter und nachmittags Zuhause) auch mit allen anderen, die sich bei meinen Eltern eingefunden haben. Es ist lustig, vertraut und dank der neuen Medien möglich, via Whatsapp auch aktuelle Bilder hin und her zu schicken. Ja, so lässt sich Weihnachten aushalten. Ich hatte es mir schlimm vorgestellt. Aber so freuen wir uns an den lieben Menschen um uns herum, an der Sonne (die trotz gegenteiligen Wetterberichtes immer noch scheint), am Pool, an der Ruhe, den Tieren, am Billardspiel, am Rundumsorglospaket!

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Heute – am heiligen Samstag und zweiten Weihnachtstag – fährt unser Gastgeber Luis tatsächlich zum hiesigen „TÜV“. Er bekommt die nötige Erlaubnis mit Mühe, denn die Reifen sind runter, der linke Blinker funzt nicht und noch irgendeine Kleinigkeit. So wird der Freund und Haus- und Hofmechaniker, der eigentlich zum „Toürchen fahren“ gekommen ist, gleich zur Reparatur eingespannt. Wir springen kurz in den Pool, denn die Sonne brennt uns zu heiß. Aber als das mopped fertig ist, muss doch noch das Toürchen her. – Eine Std. vor Untergehen der Sonne…. Wir fahren auch eine wunderschöne Strecke, in die Berge hoch auf 2200 m. Man kann (noch eben) wunderbar ins unten liegende Tal blicken. In einer Kehre gehts über eine Brücke und M. übersieht beim Kurvenausgang den dicken Streifen Schotter. Beim Herausbeschleunigen ists, als ziehe ihm jemand das Hinterrad weg – und er macht eine 180 Grad Drehung auf der Stelle. Mir bleibt das Herz stehen, wenn auch leider nicht das Mopped. Ich bremse vorsichtiger und quetsche mich an ihm links vorbei und blockiere den Gegenverkehr mit Warnblinkanlage. Ich kann mein Mopped hier nicht abstellen, nicht absteigen und nicht helfen. Aber der Autofahrer steigt sofort aus und reißt ihm im Übermut der gedankenlosen Hilfsbereitschaft die Verbreiterung der Gepäckplatte ab. Der hat wohl auch noch nie ein Mopped angefasst… (grrrr) Na jedenfalls ist M. nichts passiert, auch wenn der Eckenschoner am rechten Koffer nun durchgescheuert ist. (Warum soll es ihm anders als mir ergehen). Irgendwann steht die Maschine doch – wenn auch entgegen der Fahrtrichtung – und nach ein paar Metern zurück kann auch wieder gedreht und weitergefahren werden.

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Kaffeepflanzen, es werden nur die roten Früchte geerntet. Die sind richtig süß. Im Inneren versteckt sich die charakteristische Bohne.

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Nächtlicher Besuch im Skulpturenpark.

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Aber es wird schnell dunkel. Schnell im kleinen Restaurant was essen und ab nach Hause. Es ist viel Verkehr. Anscheinend der Weihnachtsheimreiseverkehr. Recht schnell sind wir über die Cuota wieder zu Hause. Diese Schnellstraße kostet nur ein paar Colones und ist wesentlich billiger, als die in Mexiko. Welch schönes Toürchen – wenn man von dem Dreher absieht.

Aber es ist heute wohl nicht M.’s Tag. Er übersieht im Dunkeln einen Abwasserkanal und rutscht auf der Schrägen aus. Zack, haut er sich sein Knie an dem Eisengitter blutig.

Na, das üben wir dann noch mal… Morgen gehts früh los zum Racing, wo der Mechaniker von heute, auch Luis, mitfährt. DAS müssen wir natürlich sehen…

Wir hoffen, ihr hattet Zuhause auch schöne, entspannte Feiertage.

Bis morgen also

VGB

Frohe Weihnachten

Heilig Abend in der Karibik – das ist schon ungewöhnlich und für uns auch sehr gewöhnungsbedürftig. Wir sind in Alajuela gestrandet. Das ist in der Nähe von San José, der Hauptstadt von Costa Rica. Luiz hat uns eingeladen, heilig Abend mit ihm und seiner Familie zu verbringen. Dem folgen wir gerne. So wie es momentan aussieht, haben wir noch Unmengen von Zeit, denn vermutlich geht der nächste Flug erst am 7. Januar.

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Unsere Gastgeber und mittlerweile Freunde!!!

So denken wir an Zuhause und wünschen allen – Kindern, Eltern, Geschwistern, Neffen und der Nichte und allen Freunden und Lesern – ein frohes, besinnliches und ruhiges Weihnachtsfest und ebenso einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Eure gsnomaden B+M

Zeit in Costa Rica

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Wir sind in Costa Rica

Di 22.12.15

Eigentlich wollten wir heute von San Jose an die Karibikküste und ein paar Tage ausspannen. Aber es regnet dort seit einer Woche und auch für die nächsten Tage ist dort nur Regen angesagt, überall, an beiden Küsten. Außerdem ist gerade alle Welt an den Küsten und dort ist es voll. Klar – Weihnachten! Man rät uns ab, einfach aus blaue hinein dorthin zu fahren, wenn man nicht vorher gebucht hat. Mit dem Zelt würde vielleicht noch eher gehen, aber ich hab keine Lust auf Zelten im Regen. Nun Plan B – aber welchen?

Schnell durch CR durch und in Panama mehr Zeit nehmen? Außerdem haben wir den Darien Gap noch nicht fest gemacht. Das will organisiert werden. Die angebliche Fähre soll ab Januar fahren. Aber keiner kann uns sagen, ob die tatsächlich fährt. Deren Internetseite ist plötzlich nicht mehr erreichbar, sondern in Construction. Die Miniboote in Panama will ich nicht besteigen. Auf gut Glück einen Frachter suchen heißt ggf., viel Zeit verplempern und warten müssen. Außerdem muss man den ganzen Papierkram unerfahren alleine erledigen. Fehlt was, wird man nicht mitgenommen und steht wie Ochs vorm Berge!

Mit dem Flieger rüber ist doppelt so teuer und der fliegt nur mittwochs und samstags, dafür ist Papierkram inklusive. Aber hier muss um die Feiertage herum organisiert werden, denn man will die beiden ja auch gleich aus dem Zoll wieder haben und nicht tagelang warten. Außerdem sind wir noch 800 km von Panama weg, bei hiesigen Verhältnissen heißt das 2 Tage Stressfahren oder 3 Tage reisen…. Weihnachten kommt jedes Jahr immer wieder so ganz plötzlich und unvorhergesehen. Geht es euch auch so?

Wir chatten mit einem Freund std.lang, um Entscheidungen für unsere weitere Reise zu fällen. Es gibt wunderschöne Städte, Orte, Gegenden auf dem Weg nach Süden. Auslassen, nur um unten anzukommen? Oder mitnehmen und das letzte Stück anders überbrücken (Flieger, Bus, LKW….)?

Wir bleiben heute erstmal hier in dem Hostel. Es ist nicht teuer und es gefällt uns ganz gut hier. Kleiner, netter Garten mit Koch- und Aufenthaltsmöglichkeiten, recht sauber, guten Duschen und Supermarkt um die Ecke mit allem was das Herz begehrt, und wenig Leuten, so dass wir gestern nur zu 3 im 10-Mann-Gemischt-Zimmer geschlafen haben. Die Organisation der Überbrückung des Darien Gaps hat Vorrang. Sichere Moppedparkplätze mit nettem Hundeaufpasser, gutes Internet für Skypeanrufe, selbst in Konferenzschaltungen – das ist nicht zu verachten. Wer weiß, in welchem abgelegenen Hotel wir sonst landen ohne das alles?

Deshalb erstmal bis bald

VGB.

Costa Rica: German bakery

So. 20.12.15

Wir hatten eine lange, stürmische Nacht – es pfiff und schepperte um das Zimmer. Dachziegel und Antennen klapperten und fielen runter. Echt heftig.

Morgens windet es immer noch sehr und wir fahren in Schräglage geradeaus. Wir machen wir uns auf zur berühmt-berüchtigten „Tom’s German Bakery“ in Nuevo Arenal, direkt am Lago de Arenal gelegen. Es sind nur knapp 200 km, doch es gibt den ganzen Tag über kurze, aber heftige Regenschauer. Einer erwischt uns mitten in der Fahrt – kurz vor Ziel. Wir sind innerhalb von nur 1 Min. bis auf die Haut klatsch nass, denn so schnell gibts keine Unterstellmöglichkeit.

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Blindflug im Regen

Wie es sich für einen echt deutschen Bäcker gehört, hat er natürlich heute am heiligen Sonntag zu. Sch…!!! Das und andere Kommentare stehen zumindest auf dem Hinweisschild an der Tür.

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Tom‘ Bakery, die Creme de la Creme der Motorradreisenden war schon hier. Wir jetzt auch!!!

Wir suchen uns ein Zimmer hier im Ort, denn nach San Jose – unserer nächsten Station – ist es zu weit für heute. Schön einkaufen kann man hier, deutsches Brot im Supermarkt (hab ich seit USA nicht mehr gegessen), Blauschimmelkäse, Muffins und diverse andere Leckereien. Die Leute hier haben verstanden, wie man Geld verdient. Sie kümmern sich um die Belange der Touris, auch wenn es teuer ist. Hinweisschilder, Informationen, keinen herumliegenden Müll, schöne Gärten um fertig gebaute Häuser und ordentliche Straßenränder, keine stinkenden, angezündete (Garten-) Abfallhaufen etc. DAS müssen die anderen Länder von Guatemala an, über Belize, El Salvador, Honduras und Nicaragua erst noch lernen. Das ist m.A.n. auch der Grund, warum diese Länder so arm und Costa Rica (schon so) „reich“ ist – auch wenn es bis zu europäischem Standart noch ein weiter Weg ist. Sie haben verstanden mit den Schönheiten ihres Landes Geld zu machen!

Uns jedenfalls gefällt es hier deutlich besser. Wir werden wohl 2 oder 3 Tage Pause irgendwo an der Karibikküste machen. Die letzten 2 Wochen waren anstrengend, Wir sind fast nur gefahren.

VG B