Quer rüber bis nach Neuquen

Mi, 6,4,16

Eine der schönsten Motorradstrecken der Reise erwartet uns heute morgen. Es ist kalt, nur 5 °C, aber trocken, denn für heute ist eigentlich Regen angesagt. Also lass uns schnell von hier verschwinden. Der „Camino de 7 lagos“ ist ein Traum. Immer an den Seen entlang, kurvig ohne Verkehr. Zwischen all den Bäumen gibts auch immer wieder Blicke aufs Wasser.

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Auf der Sieben-Seen-Route nach San Martin de los Andes

Manchmal überholen uns die Autos, weil die Kurven nicht eng sind und sie so nicht abbremsen müssen. Wir genießen die letzten Kurven bis San Martin de los Andes auf über 1000 m Höhe, denn bald danach wird es wieder eben. Der patagonische Wind zeigt uns noch eben, was er sonst noch für Tricks drauf hat, denn plötzlich sieht man nichts mehr. Die Landschaft versinkt unter einer riesigen Staubwolke, obwohl die Straße geteert ist. Mystisch gespenstisch zieht er von überall her den Sand in die Luft und schleudert ihn uns um die Ohren, obwohl wir gar nicht so sehr dagegen ankämpfen müssen. Ahhhh, der Wind kommt von hinten. Deshalb!

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Sandsturm an der Ruta 40.

Wir fahren dieselbe Straße Richtung Bariloche, wie vor 3 Wochen noch. Aber mir kommt sie so fremd vor. Ohne Sonne, ohne strahlende Farben erkenne ich den Zeltplatz am Stausee erst, als wir dort ankommen. Aber was ist das? Der See hat unheimlich viel Wasser verloren. Die Inselchen mit Bäumen drauf stehen alle am Ufer. Wie schnell sich das Bild hier doch ändert.

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So sah es noch vor 3 Wochen aus! Das Wasser rechts neben denInseln in der Mitte des Bildes ist verschwunden und die „Inselbäume“ stehen nun im Trockenen (s. u.)

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Sandsturm die zweite, hier haben wir vor 3 Wochen bei wunderschönem Wetter übernachtet.

Altbekannte Steppe mit niedrigen Büschen und Sträuchern ohne Bäume und ohne Berge folgt. Die Straße ist wieder schnurgeradeaus! Sehr „einladend“, nämlich zum Kilometerschrubben ohne Anhalten. So schaffen wir heute auch wieder 550 km.

Noch „eben“ durch Neuquen durch (die Provinzhauptstadt ist größer als uns lieb ist und es gibt keine Umgehungsstraße, weshalb wir locker eine halbe Std. hier im Stau und an den Ampeln stehen). Und plötzlich ist es wieder 28 °C. Puh. Ich hab wieder mal zuviel Merino an. Morgens war ich noch froh drum, aber jetzt schwitze ich drin…. So müssen wir uns mit dem erstbesten Übernachtungsplatz neben der Crossstrecke und (wilden?) Müllkippe zufrieden geben. Die Polizei fährt Streife, aber übersieht uns. Nebenan gibt es wohl einen Schießübungsplatz, denn es knallt regelmäßig. Es tröpfelt ein wenig, immer mal wieder und es wetterleuchtet rund herum. Vielleicht kommen wir um das Gewitter drum herum. Es ist schwül und die Stechviecher kommen wieder raus. So fällt das vorbereitete Lagerfeuer dem Wetter und der Polizei zum Opfer und wir teilen uns ein Brötchen, eine Avocado und etwas Käse und Salami. Die Schokolade wird gerecht verteilt und das Kochen/Grillen auf morgen verschoben. Schade….

Der Bericht ist fertig und es fängt pünktlich an zu regnen. Grrrr. Wehe, wenn das Zelt morgen früh nass ist!!!!! Na, wenigstens hören die Hunde in der Ferne auf zu jaulen.

Gute N8 B.

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