Servicewüste Peru

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Agios amigos!                                                                                                                                                       (Ingo mit Frau Mitte oben, davor die Hausherrin und Schwiegermutter und rundherum die Geschwister mit dem Hausherren Charly)

So.7.2.16

Und ich dachte, Deutschland wäre eine Servicewüste, aber Peru schlägt D-land um Längen:

1. Beispiel: Du kaufst eine Sache, die aber – was du zu Hause feststellst – nicht funktioniert. Du willst das reklamieren. In D-land kein Thema – hingehen, funzt nicht, Ersatz oder Geld zurück. Hier ellenlange Diskussion, dann vielleicht Geld zurück.

2. Beispiel: Du kaufst ein Spielzeug in einer Ladenkette, welches es im Sonderangebot 2 für 1 gibt. Das sagt dir aber keiner und du bekommst nur 1. Du bemerkst das später, und gehst in einen anderen Markt derselben Ladenkette und reklamierst dies. Nach ewiglangen Diskussionen bekommst du das 2. Spielzeug dazu, aber nicht im Laden, wo du stehst, sondern nur im ersten, wo du das gekauft hast. Du musst also extra dorthin fahren.

3. Beispiel: Wir sitzen im Restaurant und haben bestellt. Das Essen kommt und kommt nicht. Wir fragen nach. Es gab nicht genug Fisch, weshalb der Besitzer zum Markt gefahren ist, um neuen Fisch zu kaufen. Das sagt einem aber keiner. Statt dessen lassen sie dich einfach sitzen und warten. Man möge eine weitere halbe Std. warten, bis der Chef wiederkommt. Dass danach noch mindestens eine weitere halbe Std. für die Zubereitung der Speisen nötig ist, bedenkt keiner. Kein Getränk auf Kosten des Hauses oder eine andere Kleinigkeit während der Wartezeit. Statt dessen kostet das Getränk plötzlich ein Drittel mehr, weil nicht die angegebene Größe in der Karte, sondern mehr serviert wurde. Man sagt nur „Entschuldigung“ und zuckt die Schultern. Wir können noch froh sein, dass wir nur die Getränke bezahlen müssen, denn es ist durchaus üblich, dass du das, was du bestellt hast, bezahlen musst – egal ob du es essen kannst oder nicht! Unglaublich!

4. Beispiel: Ein Freund kauft eine Brille, die bei der Auswahl und Bestellung wunderbar passt. Er zahlt ⅔ an. Aber bei Abholung sind die Gläser verschoben. Sie passen nicht. Er kann nicht durchsehen, alles unscharf. Er soll sie trotzdem bezahlen, Ersatz nicht vorgesehen. Er weigert sich, holt die Polizei, die bestätigt, dass dies schlechte Arbeit ist und schlägt eine Gläserkorrektur oder Geld zurück vor, worauf man sich jedoch nicht einlässt. Statt dessen könne der Freund ohne Restzahlung mit Brille gehen, weshalb ihn am Flughafen die Polizei erwartet. Bevor er abfliegen kann, muss er die schlechten Gläser zurück geben und nimmt nur das Gestell mit.

5. Beispiel: Im Hotelzimmer sind Ameisen. Die Chefin entschuldigt sich, aber Preisminderung ist nicht drin. Es gibt kein Geld zurück. Dass das Hotelzimmer erst am nächsten Morgen bezahlt wird, ist hier nicht üblich. Es wird vorher bezahlt, oder man bekommt keins. Somit hat man keinerlei Handhabe gegen den Besitzer, wenn etwas nicht in Ordnung ist.

6. Beispiel: Du fragst am Straßenrand nach dem Weg. Man erklärt es dir und du fährst, findest es aber nicht. Auch die angegebenen Geschäfte, Kurven, Wege oder Auffälligkeiten gibt es nicht. Der Gefragte hatte schlichtweg keine Ahnung, sagt das aber nicht, sondern schickt dich statt dessen utopisch imaginär irgendwohin. So fragst du ggf. mehrfach und fährst irre kreuz und quer, ohne dein Ziel zu erreichen. Aber anstatt zuzugeben „das weiß ich nicht“, erzählen sie dir lieber irgendeinen Blödsinn.

7. Beispiel: Du fragst im Laden nach Informationen zu irgendeinem Thema oder Ding. Es gibt aber keine Fachverkäufer. Die Verkäufer erzählen dir irgendwas, nur um zu verkaufen. Sie waren vielleicht gestern Käseverkäufer. Davor haben sie Möbel verkauft und heute eben Computer. Das bedeutet: Null Ahnung von nichts. Wenn du nicht genau weißt, was du haben willst, wie es heißt, wofür du es brauchst, wie es aussehen muss und was dazu gehört, erhältst du irgendeinen Schrott. Beratung findet nicht statt. Geht auch nicht, weil keiner Ahnung davon hat.

Leider sind solche Beschreibungen kein Einzelfall und vermutlich wird uns so etwas auf dem Weg nach Süden noch oft passieren.

Hoffentlich macht ihr bessere Erfahrungen …

eure B.

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Im Kindergarten

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Paul und seine Fans…

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Alte Autos – manchmal Schrott, hier aber eine Augenweide!

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Der „Misti“ – er steht wohl momentan kurz vorm Ausbruch!

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Wir fahren auf dem Weg zur Polizei an 2 BMW’s vorbei, einer F 700 und einer F 800-er Triple black. Davon gibt es je nur eine hier! Richtig, von unserem Reiseleiter Christian und seinem Chef! Großes Hallo am Straßenrand!

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Und plötzlich mitten in der wüste grüne Felder: Reis! Woher das Wasser kommt? Quer durch die Anden gebohrt aus dem Amazonasgebiet.

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