Fahrtag nach Ipiales

Sa. 16.1.16

Wieder so ein besonderes Datum.

Wir sind schon um 8.oo losgekommen. Aber irgendwie kommen wir nicht richtig voran. Ungefähr 50 km schaffen wir pro Stunde, obwohl wir zügig überholen. Aber immer wieder stockt es, lange Autoschlangen sind zu überholen, Baustellen werden nur einspurig geführt und die Strecke insgesamt ist sehr kurvig ohne Geraden. Da fällt das Überholen echt schwer, vor allem weil die LKW gnadenlos ausholen und die Kurve schneiden, um rum zu kommen. Da heißt es aufpassen. Endlich, ab Popayan wird der Verkehr weniger, die Kurven nicht mehr so eng und es lässt sich etwas leichter cruisen. Ohne Verkehr wäre heute ein richtig schöner Fahrtag gewesen.

Die Strecke ist wunderschön, aber super anstrengend zu fahren. Es geht die Berge rauf und runter, wobei uns lieber rauf, als runter ist. Denn schon unter 1000 Höhenmetern geht es schon morgens früh über 30 Grad. Je später der Tag, desto höher die Grenze. Bei 600 m Höhe fahren wir einen neuen Temperaturrekord ein: 38 °C. Puh! Aber zum Glück geht es schnell wieder höher.

Die Landschaft ändert sich nach 200 km rapide. War es in Zentralamerika und bisher in Kolumbien grün und dicht bewaldet bis in hohe Höhen, so erleben wir jetzt zwischen 1000 und 1500 m Höhe wüstenähnliche Landschaft – braun, kaum Bäume, wenn dann nur mickrige Bäume, Gestrüpp, mehr und mehr nackte Felsen und Kakteen. Die haben wir schon lange nicht mehr gesehen.

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Doch was ist das? Nach weiteren 100 km geht es plötzlich noch höher auf 2500 m Höhe und hier ist wieder alles grün, dicht bewachsen, Bäume bis oben in die Gipfel und Kulturanbau. Prickelnd interessant, die Landschaft, oder?!

Wir fahren bis kurz vor Ipiales. Dort gibt es die berühmte Kirche Sanctuario de nuestra Señora de las Lajas, die über ein enges Tal wie auf eine Brücke gebaut ist.

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Es sieht aus, wie in „Der Name der Rose“

Sie ist wunderschön und wir sind begeistert ob der feinen Türmchen, Figuren und der Tatsache, dass man sozusagen von oben auf das „Dach“ steigen kann. Witzig! Man braucht keinen Eintritt zu zahlen, aber es ist gerade Messe – klar wiedermal Samstag für die Besichtigung ausgesucht. (Wie zuletzt in der Salzkirche auch.) So schauen wir uns erst mal draußen um und gehen ins Museum für 3000 Pesos (knapp 1 Euro) pro Nase. Nachdem Maria einem Kind erschienen ist (1754) wird hier zunächst eine kleine Kapelle errichtet, für nur 15 Personen. Schnell wird sie vergrößert, eine Etage draufgebaut, noch eine, noch eine, ausgebaut, verziert… Und kurz nach dem Krieg war sie fertig. Ein echtes Juwel! Unbedingt sehenswert für alle Reisenden: Nicht vorbei fahren!

Morgen gehts auf zur Grenze und nach Quito (Ecuador).

Vielleicht gibts dort schnelles Internet für Bilder…

Bis bald

B.

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