Geschichten

Di, 28.7.15: Die Mietzengeschichte

Wir wollen gerade ins Bett gehen, es ist halb 12, kalt und dunkel, ich bin schon im Zelt, M. noch draußen die letzten Sachen zusammenräumen. Da… ein hohes Tönchen, zart und vorsichtig. Hä? Was war das denn? Ein Kätzchen? Da bin ich natürlich sofort wieder raus aus den Federn. Tatsächlich, eine Katze steht neben dem Zelt und miaut fragend. Sie ist sehr zutraulich, schnurrt sofort bei der ersten Berührung, streicht um die Beine und fordert mehr Streicheleinheiten. Sie hört gar nicht auf, läuft hinterher. Es ist eine MainCoon-Katze. Die sind sehr wertvoll und teuer und müssen täglich gekämmt werden, sonst verfilzt das Fell. Sie ist sehr gepflegt, riecht sehr frisch. Sie ist garantiert irgendwo entlaufen. Ich nehme sie auf den Arm, schaue, wo noch Licht ist. Der einzige RV mit Licht hat einen Hund – die Mietze hört sofort auf zu schnurren, will runter. Aber sie fährt keine Krallen aus, lässt sich von mir festhalten. Ich gehe zum Office, als gerade der Mitarbeiter abschließt. Ich bitte um Hilfe und er erinnert sich, dass letzten Monat ein RV-Besitzer eine Katze als vermisst gemeldet hat. Als er nachschaut, wo wir unser Zelt aufgestellt haben, meint er, dass der Camper wohl genau in dem Gebiet seinen Wagen stehen hatte. Er gibt als erstes der Katze einen Karton mit Kissen, macht eine Dose mit Wurst und eine Flasche Wasser auf (sie stürzt sich gleich darauf, obwohl sie Angst vor den Motoren der Kühlschränke hat) und schaut dann nach der Telefonnummer der Camper. Die Katze darf hier herum laufen. Er erzählt, dass er sie schon einige Male gesehen hat, aber nie zu fassen bekommen hat. Er will sofort anrufen, dass sie ihre Katze abholen. Am nächsten Morgen ist nichts mehr von den Ereignissen zu sehen, keiner weiß von nix. Anscheinend hat der Besitzer sie sofort abgeholt (oder wer anders in gute Hände genommen – hoffentlich… Welch ein Glück!

Mi. 29.7.15 Trailmagic

Wir haben einen neuen Starter für mein Mädel bekommen, etwas später als erhofft. Macht nix. Endlich fertig ist es schon halb 3, na, nu aber los, auf dass wir noch ein paar km schaffen. Da spricht uns der nette Mensch von heute morgen an, der viel von Alaska erzählt hat, weil er 20 Jahre dort gewohnt hat, nun in Arizona wohnt. Seine Batterie (einer kleinen G 650 GS- ehemalige F 650 GS) sei zwar nun geladen, aber es fehlte ihm Werkzeug zum Einbauen. Das vorhandene passte vorne und hinten nicht…. M. hilft gerne, nicht nur mit Werkzeug, sondern auch sonst. Nachdem ich meinen Kram verstaut habe, auch ich, weil diese doofe Schraube einfach nicht auf die Mutter will. Nach über einer Std. endlich geschafft. Jubel! (Jetzt konnten WIR mal anderen helfen, anstatt immer nur Hilfe anzunehmen. Das hat richtig gut getan.) Weil es nun schon so spät ist, schaffen wir den anvisierten Campingplatz nicht. Aber statt dessen erwischen wir einen direkt am See, beobachten abends den herrlichen Sonnenuntergang am gegenüberliegenden Seeufer und erwachen morgens mit Blick auf den goldenen Flathatlake und sitzen in der einzigen Sonnenschneise und lassen uns den Rücken wärmen. Der andere Campingplatz wäre nicht am See und viel weniger schön gewesen. Hat doch wieder alles prima ineinander gepasst!!!

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