Quer durch die Bundesstaaten bis nach Madison

Wir sind am Michigansee angekommen. Welch ein Ausblick. Hier sieht man, wo das Geld sitzt. Wow! Wir kommen an den See gar nicht richtig dran, alles Privatgelände mit Palästen obendrauf. Wir fahren zum Hafen, da kann man doch immer ans Wasser – weit gefehlt. Geht auch nicht. Alles Privatanleger mit Privatjachten so hoch wie ein Haus. Das Mopped vollaufgerödelt irgendwo stehen zu lassen und zu Fuß dorthin zu laufen, kommt für uns nicht in Frage. Nachher können wir mit dem Besorgen der Ausrüstung von vorne anfangen… Neneee! Also fahren wir einfach auf die andere Seite des Hafens, wo ein kleiner Park mit Wiese und Bänken zu sehen ist. Aber auch hier ist alles Privatgelände, mit einer Schranke gesichert, dahinter 2-stöckige Sommerhäuschen mit direkter Verbindung zum Anleger und eigenem Parkplatz natürlich! Wir ignorieren das Parkverbot am Straßenrand (wir sind ja schließlich nicht in Deutschland), weil wir nur 30 min. Pause machen. Hier beschwert sich niemand, im Gegenteil, es ist ja Platz genug für alle. Das liebe ich ja.

Hier sind wir nicht weit von Chicago entfernt – denke ich. Aber ehe wir da sind, ist es doch wieder Mittag. Wir wollen zunächst zum BMW Händler. Dort lernen wir Gordi kennen, der eine nagelneue BMW mit 160 PS fuhr. Was der denn bei BMW wollte? Einen neuen Reifen. Er hatte sich nach 400 Meilen einen Nagel in den Reifen gefahren und musste den austauschen. 😦 Wir wollten dort nach einem Reifenreparaturset und/oder Kompressor erfragen. Gorki vertreibt diese und wartet auf uns, bis wir endlich fertig sind, um mit uns nach Hause zu fahren. Dort schenkt er uns einen. Wahnsinn!!!! Wir haben den auch am gleichen Abend ausprobiert. Der Hammer, wie schnell der aufpumpt, mit Druckanzeige! 🙂 Danke, lieber Gordi, und das, nachdem er gerade erst mit seiner Frau aus dem Urlaub zurückgekehrt war, ohne Kühlschrankinhalt und ohne Kaffee. Die (erwachsenen) Kinder hatten das Haus gehütet und – wie kann es anders sein – genau getimet und abgepasst, so dass der voll hinterlassene Kühlschrank genau bis zur Rückkehr der Eltern gereicht hat. Komisch, ne?! Die Kinder sind doch überall gleich!

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An den Niagarafällen traf ich eine deutsche Familie. Der Vater redete sehr liebevoll geduldig seinem Sohn zu, was er jetzt alles machen könne, wenn er seiner Schwester und Mutter hinterher mitkäme, aber es war alles nichts, einfach keine Lust zu nix. Wie heißt das Zauberwort auf der ganzen Welt in solch einem Fall? Richtig, dort gibt es auch „EIS“. Schwups, aufgesprungen, hinterher….

Wir fahren nicht nach Downtown (=Stadtzentrum) rein, weil es dort heftiges Gewitter geben soll. Schade, außer Highways und Skyline von Chicago nichts gesehen, aber dort gibt es auch keine Campingplätze und so verziehen wir uns lieber nach Westen. Das ist deutlich trockener und so fahren wir nach Madison ( welches Madison? Im Navi gibt es mindestens 10… und da wir gerade in Indiana sind, gebe ich Madison in Indiana ein. Es sagt, 350 Meilen, aber laut M. sind es nur 100. Hm, Hä? Na gut, spinnt meins wohl. Nein tut es nicht. Man muss nur das richtige eingeben, nämlich das hinter Illinois in Wisconsin. also 4 Bundesstaaten in einem Tag. Auch nicht schlecht!

Heute sprach uns ein 60-jähriger Radfahrer an. Irre, der Typ hat sich den Rekord im Handstand aufm Skateboard mit 42 Jahren zurückgeholt (2000 feet = ca 700 m), ist dabei ca 25 m/h schnell = ca 40 km/h und wird dies in einigen Monaten mit 60 J. noch mal nachmachen. Per Video in Youtoube zu sehen unter samtartamella. Was man alles für Leute auf so einer Tour trifft! Wow!

Außerdem steht neben uns an der Tanke ein Motorradfahrer, dessen Hinterradpelle ist genauso dick wie der Allerwerteste des Besitzers. Beeindruckend. Dafür musste er die Achse derart verlängern, dass die Kette nicht reichte und umgelenkt werden musste. Und solch ein bike kann um die Kurve fahren? Naja, mit viel Arbeit schon, wie der Besitzer zugibt. Mal sehen ob ich das Bild heute Abend posten kann.

Bilder später…

VG an die Heimat B.

2 Gedanken zu „Quer durch die Bundesstaaten bis nach Madison

  1. What an adventurous couple! I met them at the BMW dealership outside of Chicago where I was getting my BMW S1000R serviced (looks like a Suzuki crotch rocket! but it is a BMW). I was happy to give them an small air compressor manufactured by ITW (I work here) with sister company TERRA-S located in Owingen Germany by lake Constance. I wish we could have spent more time together but my wife and I had plans to go out that evening. Safe travels!! Gordie

    • Sorry Gordy, I thought you had a BMW, but M. corrected me, but he beliewed, I would talk about another bike. Sorry. It was a misunderstanding! Really sorry!!!!!
      Natürlich ist Gordys Einwand korrekt, ich wunderte mich schon über M.s Verbesserung. Aber er sprach von dem Bike mit dem dicken Hinterrad und ich von Gordys. Sorry. Ich glaube halt in solchen Fällen nie meinem eigenen Urteil – so abwegig es auch sein mag, wie man hier sieht. 😉

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